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Covid-19-Umfrage Schweizer CFOs weniger pessimistisch als globale Kollegen

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

CFOs von Schweizer Unternehmen beurteilen gemäss einer Unfrage vom Beratungsunternehmen PwC die Auswirkungen durch Covid-19 weniger pessimistisch als ihre globalen Kollegen.

Gemäss einer Studie von PwC glauben Schweizer CFOs eher an eine schnelle Erholung ihres Unternehmens als globale Kollegen.
Gemäss einer Studie von PwC glauben Schweizer CFOs eher an eine schnelle Erholung ihres Unternehmens als globale Kollegen.
(Bild: Alexandra_Koch, gemeinfrei / Pixabay )

Im Rahmen einer globalen Initiative verfolgt das Beratungsunternehmen PwC Schweiz die Reaktion der Finanzchefs auf den Ausbruch von COVID-19, indem sie alle zwei Wochen eine Umfrage mit den CFOs der grössten Schweizer Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchführt. Nachfolgend werden die wichtigsten Ergebnisse der ersten Umfrage für die Schweiz aufgeführt.

Auswirkungen auf den Geschäftsgang

Drei Viertel der Befragten in der Schweiz geben an, dass der Ausbruch Potenzial für erhebliche Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit hat. Nur eine Minderheit der Befragten nimmt die Auswirkungen der Pandemie als auf bestimmte Regionen ihres Unternehmens beschränkt oder als isolierte Herausforderung ohne grossen Einfluss auf das Geschäft wahr.

Einfluss auf Gewinn

75 Prozent der Schweizer CFOs erwartet, dass die Auswirkungen von COVID-19 sich negativ auf ihre Einnahmen und/oder Gewinne auswirken werden. 15 Prozent der Befragten geben an, Schwierigkeiten zu haben, die Auswirkungen von COVID-19 auf die Einnahmen zu beurteilen. Dies aufgrund täglich neuer Informationen und Erkenntnissen zu COVID-19.

Welche Massnahmen treffen die Unternehmen?

Die drei häufigsten Massnahmen, die von Schweizer Unternehmen als Reaktion auf COVID-19 bereits ergriffen wurden, sind:

  • Massnahmen zur Kosteneindämmung
  • Verschiebung oder Streichung geplanter Investitionen
  • Änderungen der Finanzierungspläne

In welche Bereich wird nicht mehr investiert?

Da sich die Unternehmen auf die Sicherung ihrer Liquidität konzentrieren, verschieben sie derzeit verschiedene Arten von Investitionen, wobei Informatik, Betrieb, Arbeitskräfte und Einrichtungen am häufigsten genannt werden.

Werden Anpassungen der Lieferkette in Betracht gezogen?

Da die vollen wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 noch immer schwer abzuschätzen sind, erwägen nur 20 Prozent der Unternehmen Änderungen in ihrer Lieferkette und haben lediglich kurzfristige Massnahmen umgesetzt. Langfristig werden Unternehmen voraussichtlich ihre Lieferkette vermehrt neu anpassen.

Wie lange braucht eine Erholung bei sofortiger Beendigung der Pandemie?

Schweizer CFOs sind auch hier deutlich optimistischer als ihre globalen Kollegen: 65 Prozent sagen, dass sich ihr Geschäft in weniger als einem Monat wieder normalisieren würde, und weitere 25 Prozent gehen von einem Zeitraum von ein bis drei Monaten aus. Die globalen Meinungen sind etwas pessimistischer – der absolute Hauptteil glaubt, dass sich ihr Geschäft in ein bis drei Monaten wieder normalisieren würde.

Über die PwC CFO Puls-Umfrage

Im Rahmen einer globalen Initiative verfolgt PwC Schweiz die Reaktion der Finanzchefs auf den Ausbruch von COVID-19, indem sie alle zwei Wochen eine Umfrage mit den CFOs der grössten Schweizer Unternehmen aus verschiedenen Branchen durchführt. Diese Umfrage wurde in der Woche vom 23. März durchgeführt und basiert auf den Antworten von CFOs grosser, kleineren und mittleren Schweizer Unternehmen. In der ersten Welle wurde die Umfrage zunächst in den USA/Mexiko eingeführt und in der zweiten Welle auf weitere Gebiete ausgedehnt, darunter die Schweiz, Niederlande, Portugal, Deutschland, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, die Philippinen und Thailand. In der nächsten Umfrage werden voraussichtlich insgesamt 20 Territorien weltweit teilnehmen.<<

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