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Swissmem Industrietag 2018 Schweizer MEM-Industrie lebt die Nachhaltigkeit

| Redakteur: Sergio Caré

Unterhaltsamer und Selbstkritischer Swissmem Industrietag im Zürcher Hallenstadion. Das Thema lautete 'Zukunft gestalten – Mit High-Tech aus der Industrie zu einer nachhaltigen Wirtschaft'.

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Unternehmen aus der Swissmem-Mitgliedschaft präsentierten am Industrietag innovative Lösungen und diskutierten die Rolle der Industrie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
Unternehmen aus der Swissmem-Mitgliedschaft präsentierten am Industrietag innovative Lösungen und diskutierten die Rolle der Industrie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft.
(Bild: Sergio Caré-Lucas)

Der 12. Swissmem-Industrietag fand am 19. Juni unter dem Titel 'Zukunft gestalten – Mit High-Tech aus der Industrie zu einer nachhaltigen Wirtschaft' im Hallenstadion Zürich statt. Etwa 1‘300 Personen aus Wirtschaft, Politik und Forschung nahmen teil. Neben Bundesrat Ignazio Cassis sprachen bekannte Wirtschaftsgrössen über ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Den Anfang machte Swissmem-Präsident Hans Hess.

Unterhaltsam und selbstkritisch

Die MEM-Industrie leiste einen wichtigen Beitrag zur effizienten Nutzung knapper Ressourcen und zur Reduktion schädlicher Emissionen. «Alleine in der Schweiz haben die Swissmem-Mitgliedfirmen im Vergleich zu 1990 ihren Energieverbrauch um 45 Prozent reduziert», sagte Hess dem anwesenden Publikum und führte fort: «Die MEM-Industrie hat für sich betrachtet die Klimaziele des Bundes für 2030 bereits erreicht.» Die MEM-Branche produziere in der Schweiz vergleichsweise emissionsarm. «Es ist aus ökologischen Gründen besser die Arbeitsplätze in der Schweiz zu belassen», sagte er weiter. Doch die grössten Hebel, um Energieverbrauch und CO2-Ausstoss auch in Zukunft weiter zu reduzieren, lägen im Ausland. Dort, wo die Schweizer Industrie 80 Prozent ihrer Emissionen verursache.

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Dass Klimawandel und CO2-Ausstoss noch immer ein Problem darstellt, erklärte Christoph Cobald von Climeworks. Damit die durchschnittliche Temperatur Weltweit nicht über auf 1,5 Grad Celsius ansteige, dürfe ab dem 3. September 2018 kein zusätzliches CO2 mehr ausgestossen werden. Das ETH-Zürich Spin-Off hat ein Klimafilter entwickelt, die der Luft CO2 entzieht. Das Unternehmensziel von Climeworks ist ambitiös: Bis 2025 1 Prozent des globalen CO2-Austosses filtern.

Unterhaltsam und selbstkritisch zeigte sich Siemens-Chef Joe Kaeser, der seine Rede mit einem langen Applaus beenden durfte. «Der Neokapitalismus hat in der Zukunft keinen Platz mehr», sagte Kaeser. Die Jungen wollen heute nur noch für nachhaltige Unternehmen arbeiten, die ihrer Arbeit ein Sinn geben und wo sie etwas bewirken können. Wer dies nicht glaubwürdig bieten könne, der fände keine Nachwuchstalente.

Den Abschluss machte Bundesrat Ignazio Cassis, der dem Publikum aktuelles zum EU-Rahmenabkommen erzählte.

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