Schweizer Perfektion
Erstmals wurde die Picomax 825 Versa an der AMB 2008 vorgestellt. Mittlerweile hat das Fünf-Achs-Bearbeitungszentrum von Fehlmann die Serienreife erlangt und wurde im März, anlässlich eines Informationstages in Seon dem Werkzeug- und Formenbau vorgestellt. Soviel schon vorab, die Bearbeitung eines Werkstücks aus der Praxis begeisterte die zahlreichen Besucher.
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Für die Verantwortlichen bei der Fehlmann AG war es eine doppelte Premiere: Erstmals lud man an einem speziell ausgewählten Tag Werkzeug- und Formenbauer ins Schweizerische Seon ein, um die neue und gleichzeitig leistungsfähigste Maschine aus der Picomax-Baureihe, die Picomax 825 Versa vorzustellen. Ein BAZ, das schon allein durch die sprichwörtliche Schweizer Präzision zu überzeugen weiss.
Unabhängig davon scheint das Konzept der Maschine fast schon speziell auf den Werkzeug- und Formenbau zugeschnitten zu sein: Die Quer- und Vertikalachsen liegen im Werkzeug und damit im Portal. Die 4./5. Achse ist doppelt abgestützt und arbeitet mit gekühlten Torque-Motoren. Der direkt angetriebene Schwenk-Rundtisch dagegen ist längs im X-Schlitten integriert und kann auf zwei Seiten hochschwenken. So schafft man ungehinderten Blick in den Arbeitsraum von drei Seiten und ermöglicht gleichzeitig von zwei Seiten den direkten Zugriff für den Werkstückwechsel.
Ideale Konzeption für Automation
Ist durch die Schwenkbewegung der A-Achse der Blick auf die Zerspanstelle versperrt, lässt sich das CNC-Panel um 90° nach vorne drehen. So kann von der BAZ-Stirnseite Werkstück und Werkzeug beobachtet und gegebenenfalls über die Steuerung in den Bearbeitungsprozess eingegriffen werden. Dadurch, dass die Gegenseite des Arbeitsraumes ebenfalls völlig frei ist, drängt sich hier eine werkstückseitige Automation nahezu auf. Der Werkzeugwechsler mit 44 Werkzeugen in der Grundausstattung, optional mehr als 200 Werkzeuge, würde das zumindest fördern. Das bislang grösste Bearbeitungszentrum von Fehlmann wird dem Werkzeug- und Formenbau allerdings auch durch einen Verfahrweg in Y-Richtung von 700 mm und einer möglichen Tischbelastung von 350 kg gerecht.
Für grössere Werkstücke steht dem Bediener ein Rundtisch mit einem Störkreis von 560 mm zur Verfügung, über den sich zusätzlich noch ein Überspanntisch mit 650 x 570 mm aufsetzen lässt. Die vier Aufsetzflächen mit den entsprechenden Bohrungen sind dabei schon an der Schwenkbrücke vorbereitet. Mit dieser Möglichkeit verzichtet man zwar auf die 360°-Achse, verfügt aber über die A-Achse mit einem beidseitigen Schwenkbereich von plus/ minus 115°.
