Die spanische Temsa Metallurgical Group gehört zu den weltweit führenden Unternehmen bei der Herstellung von Spezialwerkzeugen für die Kaltumformung. Seit vielen Jahren setzt das Unternehmen in der Produktion auch auf Rundschleifmaschinen von Studer. Ein Besuch im Temsa-Werk bei Barcelona.
Temsa-Produktionshalle mit einer Studer CT730L und einer S131.
(Bild: Gunnar Knechtel)
Im weissen Arbeitshemd läuft Alfonso Vivar durch eine grosse Halle, die trotz der vielen Maschinen, Monitor-bestückten Arbeitstischen und konzentriert arbeitenden Fachleuten eine grosse Ordnung ausstrahlt. Alles hat seinen Platz, jeder Arbeitsschritt ist genau geplant und im Zentrum verrichtet ein gelber Roboterarm methodisch seinen Dienst. Wir befinden uns westlich von Barcelona in einem 8000 Quadratmeter grossen Hochtechnologie-Werk. Production Manager Vivar kennt hier jeden Winkel. Leuchtend rot prangt das Logo seines Arbeitgebers auf dem Hemd: die spanische Temsa Metallurgical Group. Diese ist eine weltweit führende Spezialistin für die Herstellung hochpräziser Werkzeuge für die Kaltumformung sowie Expertin für Pulvermetallurgie, Sintern und Feinschneiden.
Bei der Kaltumformung wird Metall unterhalb der Rekristallisationstemperatur durch grosse Druck- und Zugkräfte in eine bestimmte Form gezwungen. Im Vergleich zur spanenden Metallbearbeitung sind so kürzere Bearbeitungszeiten pro Werkstück möglich, was die Kosten in der Serienproduktion senkt. Auch eine hohe Festigkeit, komplexe Geometrien und sehr gute Oberflächen-Beschaffenheit gehören zu den Vorteilen der Kaltumformung. So entstehen unter anderem Komponenten für Hochtechnologie-Industrien wie Luft- und Raumfahrt oder den Automobilbau. Dies gelingt allerdings nur mit den richtigen Spezialwerkzeugen und Skills – und hier kommt Temsa ins Spiel.
«Unser Team kann Spezialwerkzeuge im Toleranzbereich eines Mikrometers herstellen», sagt Vivar stolz. Rund einhundert Mitarbeitende, die für anspruchsvolle Kundinnen und Kunden in der ganzen Welt produzieren, sind am Temsa-Standort bei Barcelona beschäftigt. «Dank unseres Know-hows können wir auch kurze Lieferzeiten realisieren. Das geht aber nur, weil wir auf die besten Maschinen setzen», sagt er.
Vertrauen in die Technologie
«Das ist unsere neue Studer S100, die wir dieses Jahr zusammen mit einer favoritCNC bekommen haben.» Vivar deutet auf die CNC-Universal-Innenrundschleifmaschine, weiss lackiert mit blauem Akzent. Die typische Farbkombination der Rundschleifmaschinen von Studer ist hier im Werk oft anzutreffen: Temsa setzt für seine Produktion seit vielen Jahren auf die Modelle des Schweizer Herstellers. Insgesamt verrichten hier mehrere Studer-Maschinen Schleifaufgaben, darunter mit der S131 auch eine CNC-Universal-Innenrundschleifmaschine der neuesten Generation. «Wir vertrauen der Technologie und schätzen die gute Zusammenarbeit mit dem Hersteller», begründet Vivar die Investitionsentscheidung. Zudem sorgen die hohe Präzision, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung von Studer-Maschinen dafür, dass die Produktion so effizient wie möglich läuft.
Die S100 zum Beispiel ist durch ihre vielen Einsatzmöglichkeiten bei Innen-, Plan- und Aussenschleifanwendungen ein Multitalent mit höchster Genauigkeit. Mit ihr lässt sich ein breites Spektrum an Werkstücken mit einer Länge von bis zu 550 mm herstellen. Und die favoritCNC ist eine CNC-Universal-Rundschleifmaschine für die Einzel- und Serienfertigung mittelgrosser Werkstücke bis 680 mm Länge. Beide Maschinen haben ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, bieten aber trotzdem Premium-Technologie wie das Maschinenbett aus massivem Mineralguss Granitan und das optimale Zusammenspiel von Hardware und Software für eine einfache Bedienung. Die Innenrundschleifmaschine S131 mit dem patentierten Führungssystem Studer Guide, Schleifspindelrevolver mit bis zu vier Schleifspindeln und einer zusätzlichen C-Achse ist ideal für die hochpräzise Herstellung von Flanschteilen und kleineren Werkstücken aller Art.
Kundenservice mit direkter Kommunikation
Neben der Qualität der Maschinen gibt es für Vivar noch einen weiteren wichtigen Entscheidungsgrund für Studer: «Der Kundenservice ist hervorragend und wir haben mehrere Ansprechpersonen, die Spanisch sprechen», sagt er. Das sorge für eine direkte und einfache Kommunikation. Auch das Angebot der «vorbeugenden Wartung» (preventive maintenance) von Studer ist für den Production Manager wichtig. Diese beinhaltet eine regelmässige und routinehafte Prüfung der Maschinen durch die technischen Fachleute von Studer, um das Risiko von Produktionsausfällen zu minimieren und deren Langlebigkeit zu erhöhen.
Neben Alfonso Vivar steht Riccardo Delai, Verkaufsleiter für Europa Latin bei Studer. Er besucht das Werk in Barcelona regelmässig und telefoniert auch oft mit Temsa-Mitarbeitenden. «Der persönliche Kontakt ist sehr wichtig, denn dadurch weiss ich, was gut funktioniert und wo noch etwas benötigt wird», begründet er. Seit kurzem hat Studer in Spanien zudem einen lokal ansässigen Service-Techniker und kann noch schneller auf Kundenanfragen reagieren. Für Delai ist das südeuropäische Land ein wichtiger Zukunftsmarkt, auch weil der spanische Staat und die Europäische Union lokale Unternehmen gezielt bei Investitionen in Hochtechnologie unterstützen. «Uns freut der internationale Erfolg von Temsa als 100 Prozent spanischem Unternehmen sehr und es zeigt, was mit unseren Maschinen möglich ist», betont Delai.
Investition in die Zukunft sichert Erfolg
Dabei begann die Erfolgsgeschichte von Temsa vor über 30 Jahren zunächst als kleiner Betrieb für Präzisionswerkzeuge aus Hartmetall und Stahl. Aber durch konsequente Investitionen in Mitarbeitende, Know-how und modernste Anlagen konnte sich das spanische Unternehmen schnell auf der ganzen Welt einen hervorragenden Ruf erarbeiten. Bei Spezialwerkzeugen für Kaltumformungsprozesse gehört das Unternehmen heute zu den Weltmarktführern. «Ich bin sehr stolz auf unser Team, wir sind eine grosse Familie. Viele arbeiten in der zweiten Generation hier und zu Weihnachten machen wir immer ein gemeinsames Essen mit der ersten Generation», berichtet Vivar, der selbst bereits seit 25 Jahren für Temsa arbeitet.
Stand vom 30.10.2020
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Diese Wertschätzung für Tradition geht einher mit Voraussicht auf die Zukunft. So setzte Temsa schon früh auf Automation, um seine Produktion effizienter zu gestalten. Nur ein Beispiel dafür ist der gelbe, 360 Grad operierende Roboterarm hier im Werk, der eine Vielzahl von Maschinen-Werkzeugen automatisch ordnet und diese je nach Bedarf und Bearbeitungszyklus zur Verfügung stellt. «Wir möchten die Automation in Zukunft auf ein noch höheres Level bringen, das ist eine herausfordernde Aufgabe», erklärt Vivar. Auch hierfür ist Studer ein guter Partner, der viel Erfahrung mit kundenspezifischen und standardisierten Automationslösungen mitbringt. Die S100 etwa lässt sich mit Laderschnittstelle und automatischer Schiebetür ausrüsten und so in einen automatisierten Produktionsbetrieb eingliedern. Und auch die S131 besitzt eine standardisierte Schnittstelle für Lader und Peripheriegeräte.
Alfonso Vivar und Riccardo Delai setzen ihren Rundgang durch die grosse Temsa-Halle fort, vorbei am Roboterarm, Maschinen und den konzentrierten Mitarbeitenden. «Es freut mich sehr, dass Temsa mit seinen neuesten zwei Studer-Maschinen zufrieden ist», sagt Delai und schüttelt Vivar zum Abschied die Hand. «Mich freut das auch», lacht der Production Manager und fügt hinzu: «Bis zum nächsten Mal.»