Siams 2012 das Spezialisten-Treffen
>> Die Siams 2012 setzt mit 450 Ausstellern ein Zeichen Richtung Aufschwung. Die Siams – vom 9. bis zum 13. Mai in Moutier – steht stellvertretend für die Westschweizer Industrie, die trotz des starken Schweizer Frankens sehr ordentlich läuft. Die SMM-Redaktion hat im Vorfeld der Siams mehrere Aussteller angefragt, wie die aktuelle Stimmungslage der Westschweizer Branche ist und welche Gründe sie hierfür konkret verorten. Die Antworten hierzu finden Sie auf den folgenden Seiten.
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Die Siams gehört zu einer der erfolgreichsten Schweizer Messen, das trotz ihrer nicht wirklich optimalen «Gleis-Anbindung» und der sehr weit entfernten Besucherparkplätze und Räumlichkeiten, die eher an einen Irrgarten erinnern als an Messehallen. Doch das macht nichts, denn die Siams ist erfolgreich. Trotz der logistischen Unbilden strömen Aussteller und Besucher alle zwei Jahre zur Messe.
Die Gründe des Erfolgs
Die Gründe für den Erfolg der Messe liegen schlicht in ihrer Marktnähe und darin, dass die Aussteller gezielt die Branchenschwerpunkte der Westschweizer Industrie abbilden. Allerdings ist sich die Messeleitung der oben beschriebenen Unbilden bewusst und hat investiert: um ihre Infrastrukturen zu verbessern und ihren Auftrag im Dienste der Mikrotechnikindustrie, der entsprechenden Unternehmen und der 15 000 erwarteten Besucher unter den bestmöglichen Bedingungen zu erfüllen. Was das im Einzelnen heisst, erfährt der Besucher am besten direkt vor Ort, während seines Messebesuchs.
Was sagen die Aussteller?
Damit die Besucher wissen, was sie erwarten, hat die SMM-Redaktion eine umfassende Messevorschau gemacht und im Vorfeld einige Aussteller in Kurzinterviews angefragt (Fragen sind in nebenstehendem Kasten zusammengefasst), wo sie die Konjunkturmotoren sehen und wie Unternehmen noch effizienter wirtschaften können.
Die Konjunkturmotoren
Zu den Konjunkturmotoren der Westschweizer Industrie zählen eindeutig die Uhrenhersteller und deren Zulieferer, das lässt sich fast aus allen Antworten der befragten Unternehmen herauslesen. An zweite Stelle rückt die Medizintechnik und der dritte Sektor ist die Maschinenindustrie im Allgemeinen. Generell zeigt sich, dass die Westschweizer Industrie hochgradig innovationsgetrieben ist und die Bereitschaft, in neue Technologien zu investieren, sehr hoch ist.
Luxus-Uhren laufen trotz starkem Franken
Inwieweit der starke Schweizer Franken die Konjunkturlage beeinflusst, wird unterschiedlich bewertet. Der Bereich der Uhrenindustrie, die den Luxussektor abdeckt, macht sich die harte CHF-Währung kaum bemerkbar, weil im Luxussegment praktisch alles gezahlt wird und die zahlungskräftige Kundschaft weltweit wächst. Im Rahmen der Uhrenmesse Basel-World meinte gar ein Analyst, dass er einen 20 Jahre andauernden Konjunkturaufschwung im Luxusuhrensegment erwarte. Wer möchte da widersprechen wollen?
Im Bereich der Medizintechnik, die ebenfalls ein wesentlicher Treiber der Westschweizer Industrie ist, läuft es nach wie vor ordentlich. Hier werden aber die Abnehmer (Spitäler, Ärzte) preissensibler, weil die medizinischen Kosten nicht ausufern dürfen. Doch aufgrund dessen, dass in diesem Sektor höchste Ansprüche an das Fertigungs-Know-how zu verzeichnen ist, ist dies ein ideales Feld für Schweizer Top-Unternehmen.
Es gibt noch Potenzial
Gleichwohl gilt: Auch wenn die Aufträge da sind, die Margen werden kleiner, nicht zuletzt wegen des starken Schweizer Frankens, denn nicht jeder ist in der glücklichen Lage, Luxusuhren zu jedem Preis verkaufen zu können.
Deshalb müssen alle Chancen genutzt werden, um die Effizienz zu erhöhen. Ob im Engineering, in der Fertigung, Montage oder der Logistik. Im Engineeringbereich können laut Aussage der Anbieter bis zu 40 % Leistungssteigerungen erzielt werden. Und natürlich steckt noch viel Potenzial in den Fertigungs- und Automationsprozessen, auch oder gerade in der Einzelteilfertigung und bei kleineren Serien.
Schweizer wissen, wie es gemacht wird
Wenn die Schweizer Unternehmen sich das alles zu Herzen nehmen, wird die Wettbewerbsfähigkeit des Werkplatzes Schweiz auch in Zukunft bestehen bleiben, nicht zuletzt auch deshalb, weil viele Schweizer Unternehmen noch wissen, wie es gemacht wird. Und genau diese Spezialisten können Besucher vom 9. bis zum 13. Mai in Moutier treffen und kennenlernen. <<
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