Sicher landen mit Radar-Hochleistungsimpulsen

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Durchbruch auf dem Markt

Im Frühjahr 2007 bekam ABB von Northrop Grumman den Auftrag für 296 komplette Schaltereinheiten mit jeweils drei IGCT-Elementen (Bild 3). Diese Bestellung im Wert von mehreren Millionen US-Dollar ist der bislang grösste Auftrag für diese Anwendung und markiert einen klaren Durchbruch für die Technologie. Die neue Halbleitertechnologie wurde zur Modernisierung der bestehenden Radarsysteme auf allen 132 zivilen Flughäfen der Vereinigten Staaten eingesetzt und ersetzt die traditionellen, aber auf lange Sicht weniger zuverlässigen Thyratron-Röhren.

Im Vergleich zu Thyratrons hat der Halbleiterschalter eine wesentlich längere Lebensdauer und ist zudem nahezu wartungsfrei. Thyratron-Röhren hingegen müssen regelmässig ersetzt werden, so dass zu den Betriebskosten für die Röhre noch Kosten für Wartungspersonal und Ausfallzeiten hinzukommen. Im Falle des Halbleiterschalters haben sich die höheren Anschaffungskosten durch die erzielten Kosteneinsparungen nach kurzer Zeit amortisiert.

Da der ABB-Schalter auf bipolaren, monolithischen (das heisst ein Wafer pro Element) IGCT-Bauelementen basiert, weist er im Vergleich zu anderen Halbleitertechnologien - insbesondere für gepulste Anwendungen - eine sehr hohe Zuverlässigkeit auf. Neben dem Luftverkehr, wo die Bedeutung einer hohen Zuverlässigkeit offensichtlich ist, gibt es noch weitere Anwendungen, zum Beispiel im Bereich der Medizin- und Umweltschutztechnik, bei denen es auf eine hohe Zuverlässigkeit ankommt.

Die Nachfrage nach Halbleiterschaltern auf dem Gebiet der Hochleistungsimpulstechnik nimmt rasch zu, und ABB ist bereits an mehreren anderen Projekten und Lieferungen für diese Art von Anwendung beteiligt.

AutorAdriaan Welleman, ABB Semiconductors, LenzburgInformationABB SemiconductorsFabrikstrasse 35600 LenzburgTel. 058 586 10 00adriaan.welleman@ch.abb.comwww.abb.com

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