Siemens (Schweiz) AG: Nahtloser Antriebsstrang per «Drive Technologies»

Redakteur: Lya Bartholet

>> Siemens Drive Technologies setzt auf Weiterentwicklungen hin zur dreifachen Integration: Nahtlosen Antriebsstrang realisieren, diesen in die Automatisierungswelt Totally Integrated Automation integrieren und beim Kunden in entsprechende Anwendungen einbinden.

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Umrichter sind neu applikationsbezogen wählbar. (Bild: Siemens)
Umrichter sind neu applikationsbezogen wählbar. (Bild: Siemens)

Im Zentrum der Drive Technologies-Problemlösungen von Siemens stehen Weiterentwicklungen auf dem Weg zur dreifachen Integration. «Damit bieten wir den Anwendern einzigartige Vorteile in Bezug auf Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und Produktivität», erklärte Klaus Helmrich, CEO der Division Drive Technologies, an der Vor-Pressekonferenz zur Hannover Messe in Nürnberg.

In Hannover zeige Siemens, wie es möglich ist, durch ihr ausgeprägtes Branchen-Know-how im Industry Sector Drive Technologies die Vorteile der integrierten Technologien effektiv auf die Anwendungsebene zu übertragen. Mit Totally Integrated Automation (TIA) erschliessen sich bei der Automatisierung überzeugende Problemlösungen wie die präsentierten Beispiele und Möglichkeiten zeigten.

Höchstmass an Energieeffizienz

Da das Unternehmen neben Motoren und Umrichtern auch mit Getrieben und Motion-Control-Systemen alle wichtigen Bausteine aufeinander abgestimmt hat, beherrscht es den kompletten Antriebsstrang. Anwender profitieren davon, diesen als integralen Bestandteil von TIA in Applikationen zu integrieren.

Helmrich: Durch den Einsatz effizienter Motoren und passender Umrichter könne zwar die Energieeffizienz einer Anwendung bereits deutlich erhöht werden, aber erst durch eine den gesamten Antriebsstrang umfassende integrierte Lösung lasse sich wirklich ein Höchstmass an Energieeffizienz erzielen. Er hob hervor, dass 60 Prozent der Energieeinsparungen bei modernen Applikationen durch die Kombination der Komponenten und nicht durch die Komponenten selbst erreicht werden. – Nur wer den ganzen Prozess- und Fertigungsablauf technologisch beherrsche und zudem die Branche kenne, könne zuverlässig einen Wert für seine Kunden generieren.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet in Hannover die Automatisierungstechnik, kombiniert mit Industrie-Software. Das Ziel: Verkürzung der Markteinführungszeiten bei schnellem Return on Invest. Dazu Ralf-Michael Franke, CEO der Business Unit Industrial Automation Systems: Der Bedarf der Anwender in allen Industriebranchen an effizienter industrieller Software steige deutlich. Durch die Verknüpfung von Industrie-Software mit Siemens-Automatisierungstechnik unter einem Dach sei man der «Taktschläger am Markt».

Dreifacher Integrationsansatz

In Hannover stellt Siemens mehrere Innovationen vor, die den dreifachen Integrationsansatz untermauern. Hier fällt die neue Reihe der Flender-Standard-Industrie-Getriebe auf, bei denen gegenüber den bisherigen Produkten das Drehmoment erhöht und die Baugrössenstufen harmonisiert wurden.

Diverse Erweiterungen erfuhr die Palette der energieeffizienten Niederspannungsmotoren. Völlig neu sind einige Servomotoren und Engineeringtools. Herausragend ist hier das Tool «DT-Konfigurator», mit dem sich die technisch optimale Auswahl an Umrichtern für die jeweiligen Andwendern ermitteln lässt. Der neue 19-Zoll-Industrie-Rack-PC «Simatic IPC547D» wurde zu einem leistungsstarken Industrie-PC für anspruchsvolle Anwendungen erweitert. Neue Komponenten der Industry Automation mit integrierten Sicherheitsfunktionen helfen, die Netzwerke in der Prozess- und Fertigungsautomation zu erhöhen. Weitere Messeneuheiten sind hocheffiziente Asynchronmotoren. Die Regelungsbaugruppe des Antriebssystems Sinamics S 120 wurde hardwaremässig optimiert und mit einem leistungsfähigeren Chipsatz versehen. Zwei kommunikations- und netzwerkfähige Grundgeräte ergänzen das Lieferprogramm um Logikmodule.

Weltweit führend bei Produkten

Die Siemens-Division Drive Technologies beschäftigt über 36 000 Mitarbeiter und ist weltweit führend bei Produkten, durchgängigen Systemen sowie Anwendungen und Service für den gesamten Antriebsstrang mit elektrischen und mechanischen Komponenten. Dazu zählen auch Motion-Control-Systeme für Produktions- und Werkzeugmaschinen.

Drive Technologies beliefert alle Branchen in der Fertigungsindustrie, der Prozessindustrie sowie im Segment Infrastruktur und Energie. Mit diesem Angebot entspricht die Division den wichtigsten Anforderungen der Kunden hinsichtlich Produktivität, Energieeffizienz und Zuverlässigkeit.

Im Werk Nürnberg umfasst die Fertigungsfläche für Stromrichter, Motoren und Transformatoren rund 75 000 Quadtratmeter. Massgeschneiderte Einzelprodukte und kleine Serien zwischen 20 und 200 Stück bieten für die gut ausgebildeten Fachleute anspruchsvolle Arbeit. Einzelne Teams besprechen den Stand ihrer Arbeit bzw. Projekte täglich an einer Teamtafel. Ende 2011 wurde hier mit rund 495 Tonnen Transportgewicht einen der schwersten Transformator hergestellt. <<

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