Rekord-Rotor

Siemens: Windturbine mit weltgrösstem Rotor nimmt Betrieb auf

| Redakteur: Matthias Vogel

Das Rotorblatt B75 ist nicht nur mit dem IntegralBlade-Verfahren hergestellt worden, es ist auch ein Quantum-Rotorblatt. Diese Innovation hat Siemens im Jahr 2011 eingeführt. Quantum-Rotorblätter sind leichter als frühere Fabrikate, weisen jedoch ebenfalls die Stabilität der Vorgängermodelle auf. Die Blattwurzel verfügt über eine "Flatback"-Struktur, die u.a. für eine grössere Hubwirkung sorgt. Um Belastungen durch den Wind zu minimieren und die Geräuschentwicklung zu reduzieren, wurde auch die Rotorblattspitze neu gestaltet.
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Das Rotorblatt B75 ist nicht nur mit dem IntegralBlade-Verfahren hergestellt worden, es ist auch ein Quantum-Rotorblatt. Diese Innovation hat Siemens im Jahr 2011 eingeführt. Quantum-Rotorblätter sind leichter als frühere Fabrikate, weisen jedoch ebenfalls die Stabilität der Vorgängermodelle auf. Die Blattwurzel verfügt über eine "Flatback"-Struktur, die u.a. für eine grössere Hubwirkung sorgt. Um Belastungen durch den Wind zu minimieren und die Geräuschentwicklung zu reduzieren, wurde auch die Rotorblattspitze neu gestaltet. (Bild: Siemens)

Am 6. Oktober 2012 hat Siemens Energy den Testbetrieb des 154-Meter-Rotors an der 6-Megawatt-Offshore-Windenergieanlage im dänischen Østerild gestartet. Diese Anlage ist mit den längsten Rotorblättern der Welt ausgestattet. Jedes Blatt hat eine Länge von 75 Metern. Die Anlage kann an Offshore-Standorten 25 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren. Dies ist genug, um 6000 Haushalte zu versorgen.

«Die Aufnahme des Testbetriebs unseres 154-Meter-Rotors an der 6-MW-Windenergieanlage ist ein spannender Schritt in der Entwicklung zukunftsfähiger Offshore-Technologien. In die Entwicklung unserer getriebelosen 6-Megawatt-Anlage und des 75 Meter langen Rotorblatts ist unser technisches Know-how aus mehr als drei Jahrzehnten eingeflossen», sagte Henrik Stiesdal, CTO der Division Wind Power im Siemens-Sektor Energy.

Ein kompaktes Design

Die getriebelose Antriebstechnik ermöglicht ein kompaktes Design: Mit einem Gesamtgewicht von rund 200 Tonnen für die Gondel sind die SWT-6.0-Anlagen die leichtesten Windturbinen in dieser Leistungsklasse. Die Kombination aus robustem Design und niedrigem Gewicht senkt Offshore-Infrastruktur-, Installations- und Wartungskosten. «Gleichzeitig steigt die Energieausbeute und damit die Rentabilität über die Lebensdauer der Anlage», ergänzte Stiesdal.

Einsatz unter widrigen Bedingungen

Siemens hat die SWT-6.0-Anlagen speziell für den Einsatz unter den widrigen Bedingungen auf hoher See entwickelt. «Die neue 6-Megawatt-Anlage ist ein Meilenstein in der Windenergietechnologie. Verglichen mit unserer ersten 30-Kilowatt-Anlage, die wir vor 30 Jahren entwickelt hatten, kann diese neue Windturbine mehr als tausendmal so viel Strom produzieren», sagte Stiesdal. Ebenso eindrucksvoll ist die Entwicklung der Rotorblätter: Die Länge des ersten Blattes der ersten 30-Kilowatt-Anlage entspricht mit fünf Metern etwa der Länge eines Kleinbusses, während jedes der neuen 75 Meter langen Rotorblätter die Spannweite eines Airbus 380 erreicht.

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