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Allerdings warnt Beat Kappeler, Buchautor und „NZZ am Sonntag“-Kolumnist, vor übereilten Schlüssen: „Der angebliche Niedergang des Werkplatzes ist eine Täuschung, denn viele Industrie-Arbeitsplätze sind nicht verschwunden, sondern sie laufen als ausgelagerte Dienstleistungen weiter“, lautet eine der Thesen, die Kappeler am Sindex-Symposium vortragen wird. Der Ökonom widerspricht auch der oft wiederholten Behauptung, Automation zerstöre Arbeitsplätze: „Die Erfahrung zeigt, dass die Arbeit trotz weitreichender Automation in den hochindustrialisierten Ländern nicht ausgeht.“
Prominent besetzter CEO-Roundtable
Ein Herzstück des Sindex-Symposiums ist der prominent besetzte und von der TV-Journalistin Beatrice Müller moderierte CEO Roundtable. Bei dem Podium treten Unternehmensführer der Sindex-Aussteller, also der Lieferanten von Komponenten und Automationslösungen, in einen direkten Dialog mit Entscheidern der Schweizer Maschinen- und Anlagenbauern sowie Systemintegratoren. Aus der Unternehmerperspektive wird der Roundtable die aktuellen wirtschaftspolitischen Fragen diskutieren. Mit von der Partie ist René Stössel, CEO des Bohrmaschinenherstellers Posalux SA (Biel), der sich ausdrücklich zum Entwicklungs- und Produktionsstandort Schweiz bekennt. Auf dem Podium sitzt auch Michael Horn, CEO der Fritz Studer AG. Der Schleifmaschinenhersteller aus Steffisburg gehört zur Schleifring-Gruppe, die vor kurzem beschlossen hat, ihren Holdingsitz von Hamburg nach Bern zu verlegen. Podiumsteilnehmer Siegfried Gerlach vertritt als CEO der Siemens Schweiz AG einen weltweit tätigen Grosskonzern. Marcel Dobler wiederum spricht am CEO Roundtable für einen hoffnungsvollen Newcomer: Der Mitgründer und Geschäftsführer des Internetshops digitec AG propagiert ein neues Geschäftsmodell, das gerade auch für die Technologiebranche bedeutsam ist. Podiumsteilnehmerin ist schliesslich Ursula Keller, Professorin an der ETH Zürich. Die Physikerin erforscht chemische Reaktionen und Energie-Transfer-Prozesse auf molekularer und atomarer Ebene und schafft damit die Grundlagen für zukünftige Innovationen.
Forschung fördern
Überleben wird der Werkplatz Schweiz nur dann, wenn er genügend Nachwuchs hervorbringt. Für diese jüngere Generation von Unternehmern steht auch Jean-Christophe Zufferey. Der promovierte Robotik-Forscher und leidenschaftliche Pilot stellt am Symposium in Bern eine zivile Minidrohne vor. Er hat das neuartige Fluggerät an der ETH Lausanne entwickelt und vertreibt es nun mit seiner Firma Sense Fly weltweit. Als Gründer eines Spin-Off kann Zufferey Auskunft geben, wie erfolgreiche Innovation im Technologiesektor gelingt, und er kann die Frage beantworten, wie Innovation gefördert werden kann bzw. wie sie gefördert werden muss. Wichtige Impulse zu dieser Thematik wird auch Dario Floreano einbringen. Floreano ist Professor an der ETH Lausanne und Direktor des Nationalen Forschungsschwerpunkts Robotik. Er verfügt damit über einschlägige Erfahrungen mit einem Förderinstrument, das der Schweizerische Nationalfonds nutzt, um landesweit Forschungsvorhaben zu stimulieren, die von strategischer Bedeutung für die einheimische Volkswirtschaft sind.
Anmeldung und Information
Detailliertes Programm und Anmeldung: www.sindex.ch/symposium <<
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