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Praktischer Mehrwert
Im System arbeiten zwei Kameras, die im rechten Winkel zueinander angeordnet sind, im Gegenlicht eines Edelstahlspiegels. Im Brennpunkt der Optik befinden sich die Prüflinge, die so exakt kontrolliert werden können. Für eine schnelle, validierbare Einstellung der gesamten Optik ist in der zentralen Achse des Gehäuses noch ein Laserpointer mit Fadenkreuz untergebracht. Zeigt das projizierte Kreuz zentrisch auf den Verschluss, so ist die Anlage optimal eingestellt. Dadurch lässt sich die kompakt bauende Kontrolleinheit (227 x 285 x 185 mm) auch leicht in bestehende Anlagen mit allen gängigen Transportsystemen nachrüsten, da eine aufwendige Justierung entfällt. Dank des skalierbaren Aufbaus muss der Kunde nur die Ausstattung bezahlen, die für seine Anwendung erforderlich ist. Das Plug-and-Play-System inklusive Dokumentation (IQ, OQ) ist auch mit einem FDA-CFR21-Part-11-konformen Software-Paket erhältlich und kann die Ergebnisse per 12,1-, 15- oder 19-Zoll-Touch-TFT, Webserver oder .Net Framework darstellen. Als Sensor werden auf die Anwendung abgestimmte Kameras eingesetzt. Hier setzen die Wolpertshäuser Experten auf Omron. Das Produktprogramm bietet dafür unter anderem Ausführungen von 0,3, 2 oder 5 Megapixel, für Sonderfälle stehen noch weitere Varianten zur Verfügung. Im Falle der Stopfensitzkontrolle wird, wegen der nötigen feinen Bildauflösung, eine 2-Megapixel-Kamera eingesetzt.
Kameratechnik nach Wahl
Bildet das Edelstahlgehäuse des CrossCAM-Systems die universell einsetzbare äussere Hülle, so lassen sich die inneren Werte, sprich Kamera, Controller und Beleuchtung nach den jeweiligen Kundenanforderungen auswählen. Auch für anspruchsvolle Aufgaben geeignet, wie hier bei der Stopfensitzkontrolle, sind die FH-Bildverarbeitungssysteme von Omron. Sie sind speziell auf die reibungslose Interaktion mit SPS, Motion-Controllern und Robotersystemen ausgelegt und erleichtern so die Integration bei neuen beziehungsweise das Nachrüsten bei bestehenden Anlagen. Die besonders leistungsfähigen Bildverarbeitungs-Controller garantieren schnellste Auswertung und damit einen hohen Anlagendurchsatz. Dafür sind unter anderem ein Intel i7-Mehrkern-Prozessor und die schnelle EtherCAT-Kommunikation zuständig, die nur rund 1/8 der Zeit benötigt gegenüber herkömmlichen Kommunikationsstandards. So können bis zu acht hochauflösende Kameras angeschlossen werden. Das erlaubt wie im vorliegenden Fall mit zwei Kameras die schnelle, parallele Auswertung der Aufnahmen und damit eine Gesamtbeurteilung des Stopfensitzes. Das Ergebnis lässt sich in einem EtherCAT-Kommunikationszyklus von 500 μs an einen Maschinen-Controller übertragen. Die vom Benutzer unabhängige Kalibriergenauigkeit erleichtert die Zertifizierung bei anspruchsvollen Einsätzen.
Die eingesetzten High-Speed-Kameras der FH-Serie gibt es in Monochrom- oder Farbausführung. Die Auflösung reicht dabei von 640H x 480V mit 0,3 Mpix über 2040H x 1088V und 2 Mpix bis hin zu 5 Mpix bei 2040H x 2048V. Die Framerate der Kameras beträgt bei den Modellen FH-SM und FH-SC 308 fps beziehungsweise 3,3 ms, die Modelle FH-SM/SC 02 und FH-SM/SC04 arbeiten mit 219 fps beziehungsweise 4,6 ms. Damit lassen sich einerseits preiswerte Lösungen für einfache Aufgaben realisieren und andererseits auch kleinste Differenzen erkennen, um anspruchsvolle Prüfaufgaben wie im beschriebenen Beispiel sicher umzusetzen. Der Anwender bezahlt dabei nur den Aufwand, den er wirklich benötigt. <<
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