Logistik: Ware-zur-Person-System

«Smart Logistics» verbindet Virtualität mit Realität

| Redakteur: Sergio Caré

Das Carrypick-System, mit dem neuen mobilen Fahrzeug KMP600, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen KUKA und Swisslog entwickelt. Es ist eine automatisierte mobile Lager- und Kommissionierlösung, bei der fahrerlose Transportfahrzeuge unter Lagerregale fahren, diese anheben und selbstständig von und zu Kommissionierarbeitsplätzen befördern.
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Das Carrypick-System, mit dem neuen mobilen Fahrzeug KMP600, wurde in enger Zusammenarbeit zwischen KUKA und Swisslog entwickelt. Es ist eine automatisierte mobile Lager- und Kommissionierlösung, bei der fahrerlose Transportfahrzeuge unter Lagerregale fahren, diese anheben und selbstständig von und zu Kommissionierarbeitsplätzen befördern. (Bild: Swisslog)

Swisslog tritt gemeinsam mit Roboterhersteller und Muttergesellschaft KUKA auf der Hannover Messe auf. Im Fokus seiner Präsentation der Smart Factory stehen cyberphysische Systeme, Mensch-Roboter-Kollaborationen und Augmented-Reality-Anwendungen.

Buchs – Der Anbieter von Automatisierungslösungen in der Logistik Swisslog präsentiert sich zusammen mit dem Mutterkonzern KUKA auf der diesjährigen Hannover Messe. Dabei stehen Industrie-4.0-Anwendungen im Vordergrund. Den Messebesucher erwarten smarte Intralogistik-Lösungen wie cyberphysische Systeme, die Lagerautomation mit Robotik verbinden, Mensch-Maschine-Kollaborationen oder auch Augmented-Reality-Applikationen. Unter dem Motto «Intelligence 4.0 – Beyond Automation» – «Industrie-Intelligenz 4.0 – über die reine Automatisierung hinaus» – zeigen Swisslog und KUKA auf der Hannover Messe innovative Technologien, die die virtuelle Welt mit der humanen und maschinellen Realität verbinden. Digitale Zukunftsszenarien bzw. Simulationen sollen die Logistikplanung erleichtern, der Ablauf logistischer Prozesse wird mit Hilfe datengetriebener Lösungen effizienter gestaltet und der Logistikmitarbeiter erfährt dank Roboter und Maschine Arbeitserleichterung bei der Lagerung und Kommissionierung.

Kollaborative Roboter

Das Carrypick-System, mit dem neuen mobilen Fahrzeug KMP600, welches das Herzstück der Lösung ist und in enger Zusammenarbeit zwischen KUKA und Swisslog entwickelt wurde, ist eine automatisierte mobile Lager- und Kommissionierlösung, bei der fahrerlose Transportfahrzeuge unter Lagerregale fahren, diese anheben und selbstständig von und zu Kommissionierarbeitsplätzen befördern, und ein Bestandteil des «Smart Factory»-Exponats auf dem KUKA-Stand. Jede Lagerbewegung organisiert Carrypick vollautomatisch. Nach dem Ware-zur-Person-Prinzip erhält der Logistikmitarbeiter differenzierte Produkte an eine ergonomisch gestaltete Arbeitsstation. Um das manuelle Handling an dieser Station mit der Kommissionierung durch einen Roboter – eine Mensch-Maschine-Kollaboration – zu verbinden, lernt der Messebesucher «LBR iiwa» kennen. Dieser sensitive Leichtbauroboter von KUKA kann, ganz ohne Schutzzaun, «Hand in Hand» mit dem Kommissionierer zusammenarbeiten. LBR iiwa repräsentiert einen «Cobot», «Collaborative Robot», der im Gegensatz zum klassischen Industrieroboter keinen festen Arbeitsroutinen in einem abgeschotteten Bereich folgt, sondern direkt und flexibel mit dem Menschen interagiert. Die optimierte Mechatronik führt zu längere Akkulaufzeit und macht das Fahrzeug geräuscharmer, was wiederum die Arbeitsbedingungen für Kommissionier-Mitarbeiter verbessert. «Das neue System bietet nicht nur klare Vorteile, sondern wird durch unser globales Servicenetz umfassend unterstützt», sagt dazu Christian Baur, COO Swisslog Gruppe und CEO Swisslog Logistics Automation.

Kundenanforderungen im Mittelpunkt

Da alle Komponenten des Carrypick-Systems – von den mobilen Fahrzeugen über Software und Support – vom selben Anbieter stammen, kann Swisslog die gesamte Lösung präzise an die jeweiligen Kundenanforderungen anpassen. Ein dediziertes Team von Experten arbeitet eng mit dem Kunden zusammen, damit dieser Antworten auf seine Fragen und Serviceunterstützung aus einer Hand erhält.

Darüber hinaus ist Software für Swisslog und KUKA ein kritischer Aspekt eines nahtlosen und positiven Benutzererlebnisses. Dank eines Carrypick-spezifischen Moduls in der neuen SynQ-Softwareplattform von Swisslog fällt der Einsatz mehrerer unterschiedlicher Softwaresysteme weg. Dadurch werden Fehlerrisiken und Ausfallzeiten weiter reduziert.

Die SynQ-Software unterstützt Betriebsprozesse, die auf ganz bestimmte Swisslog-Lösungen und Branchen zugeschnitten sind, damit der Kunde genau die Funktionalität wählen kann, die seine Anforderungen am besten erfüllt. Dieses modulare Design verbessert die Kosteneffizienz. SynQ bietet Kunden ausserdem Virtual- und Augmented-Reality-Funktionen, die den Betrieb des Carrypick-Systems vor der Umsetzung simulieren und zur Einarbeitung neuer Lagermitarbeiter eingesetzt werden können. Dank direkter Schnittstellen zwischen Augmented Reality und der eigentlichen Hardware des KMP 600 kann ein Techniker oder Bediener Hardware- und Softwareprobleme auch ohne grös­sere technische Kenntnisse selbst lösen.

Das Lagerhaus der Zukunft

Swisslog lädt seine Besucher auf eine Reise in die Zukunft ein, in der die Grenzen zwischen physischer und virtueller Realität immer mehr miteinander verschmelzen. Robotiksysteme treffen auf innovative Software-Services. Big Data und KI-Technologien weisen gemeinsam den Weg in das Self-Learning-Warehouse, in dem sich die Warenströme durch die Erfahrungen der Systemkomponenten selbstständig optimieren. Augmented Reality erfährt der Swisslog-Besucher auf der Hannover Messe, die parallel zur Cemat stattfindet, zum Beispiel in Form von Service-Applikationen bei der Wartung und Instandhaltung. Darunter sind Lösungen zu verstehen, bei denen ein Techniker in einem Lager vor Ort per Instant-Messaging-Dienst Kontakt zu einem Wartungs-Experten in einem entfernten Service-Zentrum aufnimmt. Der zentrale Techniker lässt sich die visuellen Eindrücke des Mitarbeiters vor Ort auf seinem Bildschirm in Echtzeit anzeigen. Er sieht genau das, was der um Unterstützung bittende Kollege auch sieht, und hat nun die Möglichkeit, diesem zusätzliche Informationen für eine schnelle und erfolgreiche Reparatur oder Instandhaltung zukommen zu lassen – visuell und akustisch. SMM

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