Aufgrund des Coronavirus wurde der SMM Kongress vom 18. März 2020 auf den 18. November 2020 verschoben. Er findet zum Thema Lean Manufacturing in der Messe Luzern statt. Im SMM-Interview sprechen die beiden für den Kongress Verantwortlichen Abetare Cakiqi (Marketing Managerin) und Matthias Böhm (Verlagsleiter) über die Inhalte des Kongresses und was die Besucher am 18. März erwarten können.
Der 8. SMM-Kongress mit etwa 150 Teilnehmern am 18. März 2020 findet in der Messe Luzern statt.
(Bild: Thomas Entzeroth)
Welche Themen werden am achten SMM-Kongress behandelt?
M. Böhm: Generell geht es um das Thema Lean Manufacturing. Wir haben uns bewusst auf die produzierende Industrie fokussiert, da am Standort Schweiz ohne eine effiziente Produktionsstrategie nicht wirtschaftlich agiert werden kann. Zum einen geht es konkret um schlanke Fertigungsprozesse im Bereich der Produktion und Zerspanung. Zum anderen haben wir auch Themenbereiche rund um die Montage von Baugruppen wie auch komplexen Maschinenkomponenten integriert.
Eventtipp: SMM Kongress 2020 – Lean Manufacturing Mit dem immer grösser werdenden Konkurrenzdruck und Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, brennt das Thema Produktivität und Prozessoptimierung jedem Unternehmen unter den Nägeln. Wie mit schlanken Prozessen effizienter produziert werden kann, wird am SMM-Kongress analysiert und diskutiert. Ziel ist es, Strategien für KMUs zu erörtern, Trends und Chancen zu analysieren und Lösungsansätze auszutauschen. Begleitet wird der Kongress von einer Fachausstellung und einem ansprechenden Kulturprogramm. Wann: Mittwoch, 18. November 2020 Wo: Forum der Messe Luzern Informationen: www.smm-kongress.ch
Können Sie Firmen nennen, die am Kongress vortragen?
M. Böhm: Im Bereich der Werkzeugmaschinenmontage ist Studer sicher ein Vorzeigebeispiel. Dazu muss man wissen, dass sich am Studer-Hauptsitz in Thun mittlerweile eine Art Kompetenzzentrum sowohl der Fertigung als auch Montage aller Mitglieder der United Grinding Group gebildet hat. Das zeigt, wie leistungsfähig am Standort Schweiz agiert werden kann. Der Schleifmaschinenhersteller Studer ist am Standort Thun sowohl in der Montage als auch in der Fertigung ein absolutes Vorzeigeunternehmen, nicht zuletzt dank der konsequenten Umsetzung von Lean-Methoden.
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Welche Themen werden im Werkzeugmaschinenbereich von GF Machining Solutions, Heller sowie Matsuura (Newemag) behandelt?
M. Böhm: Hier geht es um konkrete Lösungsstrategien einer effizienten Produktion. Eine Kennzahl ist in diesem Fall 8760. Was heisst das? Ein Jahr verfügt über 8760 Stunden. Um die Effizienz der Produktion hoch zu halten läuft die Werkzeugmaschine im Idealfall 8760 Stunden. Gut, das ist ein theoretischer Wert, aber mit Nebenzeitenreduktion, automatischer Beladung und mit mannlosen Schichten auch während des Wochenendes liegt die Messlatte bei 8760 Stunden. In diesem Zusammenhang kommt dem Thema der Prozesssicherheit eine ganz hohe Bedeutung zu. In diesen Vorträgen werden alle Aspekte einer modernen Fertigungsstrategie behandelt und dargestellt, wie sie vor Ort praktisch umsetzbar sind. Hier verfügen die Werkzeugmaschinenhersteller GF Machining Solutions, Heller wie auch Maatsuura über hervorragende Expertisen, die sie am Kongress beispielhaft präsentieren werden. GF Machining Solutions verfügt noch dazu über praktisch alle Fertigungstechnologien: vom Erodieren über das Spannen, Fräsen, Messen, Laserstrukturieren bis hin zur Vernetzung, Stichwort Industrie 4.0.
Darüber hinaus haben Sie Unternehmen wie Wertfabrik als Referenten.
M. Böhm: Die Berater der Wertfabrik kommen aus der Industrie, sind technologieorientiert und verfügen im Bereich von Lean Manufacturing über enorme Erfahrungswerte. Hierzu muss man wissen, dass gerade im Bereich der Serienhersteller Lean Manufacturing eher einfach zu bewerkstelligen ist. Richtig anspruchsvoll wird es aber, wenn wir in die Zulieferbereiche reingehen, wo die Aufträge ständig wechseln, die Bauteile und Seriengrössen sich ändern. Hier bringen die Spezialisten von Wertfabrik einiges an Know-how mit, nicht zuletzt dank ihrer Beratertätigkeit in diesem Segment in der Schweiz.
Wie viele Referenten haben Sie für den Kongress gewinnen können?
A. Cakiqi: Insgesamt werden 12 Unternehmen mit 17 Referenten zum Thema Lean Manufacturing vortragen. Es werden ausschliesslich Referenten mit hoher Fachkompetenz verpflichtet, die über eine hohe Praxisnähe verfügen. Dementsprechend werden einige Unternehmen Best-Practice-Beispiele präsentieren und mit deren Kunden und Partnern sich die Bühne teilen. Zusätzlich erhalten wir in diesem Jahr Unterstützung vom Verband Swissmechanic. Swissmechanic-Präsident Roland Goethe hat in seinem Unternehmen Lean-Prozesse eingeführt und zeigt auf, welchen Herausforderungen sie sich stellen mussten, gerade als KMU. Für den unterhaltenden Teil sorgt am Ende des Kongresses ein weit- und vielgereister Special Guest. Für die kulturell-musikalische Unterhaltung werden die «Dezibelles» auftreten, vier ausgebildete Sängerinnen, die sich auf A-cappella spezialisiert haben und bereits einige internationale Musikpreise erhalten haben.
Wie bekommen Sie so viele Vorträge an einem Tag unter?
A. Cakiqi: Der Kongress wird in der Messe Luzern stattfinden, da haben wir bereits seit Jahren den Kongress stattfinden lassen, und dies immer sehr erfolgreich. Luzern bietet eine super Location mit mehreren Räumen, so dass man auch parallel Vorträge laufen lassen kann. In diesem Jahr haben wir das Programm so aufgestellt, dass wir gemeinsam in einem Raum beginnen, dann mit Parallel-Sessions fortfahren und wieder gemeinsam in einem Raum abschliessen. Die Teilnehmer können dann vor Ort frei entscheiden, zu welchem Vortrag sie während der Parallel-Session gehen.
Stand vom 30.10.2020
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Wie viele Teilnehmer werden erwartet und an welche Zielgruppe richtet sich der SMM Kongress?
A. Cakiqi: Wir erwarten über 150 Teilnehmer aus der MEM-Industrie. Das Thema des SMM-Kongresses richtet sich an Führungskräfte, Entscheider der MEM-Industrie sowie Produktionsleiter. Um alle Mitarbeiter während eines Umstrukturierungsprozesses positiv einbinden zu können, ist es sinnvoll, möglichst viele Mitarbeiter zu involvieren. Insofern sind auch Maschinenoperateure, die für die CAM-Programmierung und das Einrichten der Werkzeugmaschinen verantwortlich sind, wichtige Zielpersonen. Der kommende SMM-Kongress mit dem Thema Lean Manufacturing ist eher produktionslastig und spricht klar die Techniker an.
Wieso sollte man am SMM-Kongress teilnehmen?
A. Cakiqi: Da der SMM die Schnittstelle zwischen den Unternehmen in der MEM-Industrie darstellt, nutzen wir diese Kontakte und möchten der Schweizer MEM-Industrie eine Plattform bieten, um sich über Neuheiten, den Wandel, aber auch über die Produktion auszutauschen. Der SMM-Kongress stellt eine exklusive Plattform für die Kommunikation mit Entscheidungsträgern der Branche dar. Durch die Vorträge ergibt sich die Möglichkeit, neues Wissen zu erlangen. Die Pausen bieten sich für das Networking an. Denn ohne Austausch, Zusammenarbeit und Inspiration entwickelt sich die MEM-Industrie nicht weiter. Gerade beim Thema Lean Manufacturing möchten wir ganz klar Lösungsansätze oder Best-Practice-Beispiele von Unternehmen darstellen, die es geschafft haben, ihre Produktion mit schlanken Prozessen zu optimieren, und nun effizienter produzieren. Produktivität, Prozesssicherheit und Prozessoptimierung, unter der grossen Klammer Lean-Manufacturing, werden stets Thema sein. SMM