Die Wandlung der Fertigung steht im Mittelpunkt des bevorstehenden SMM Kongresses in der Messe Luzern am 23. Mai 2024. Diese Veränderung ist von entscheidender Bedeutung, um die Widerstandsfähigkeit zu stärken und die Entwicklung von Unternehmen zu sichern. Ob künstliche Intelligenz, neue Strategieansätze, sich verändernde Produktionskonzepte inklusive Smart-Manufacturing bis hin zum Aufbau von Produktionsstätten in China, der kommende SMM Kongress bietet vielfältige Lösungsansätze, um die Weichenstellung für die Zukunft richtig zu gestalten.
Auch am SMM Kongress 2024 werden circa 150 Teilnehmer im Forum der Messe Luzern erwartet. (Bild: SMM Kongress 2023)
(Bild: Thomas Entzeroth)
Adrian Gasser, ehemaliger Besitzer mehrerer Textilunternehmen und Hauptredner des 12. SMM Kongresses (Hier können Sie sich anmelden. Gratis-Code: SMMKONGRESS24_NL), äusserte in einem Interview (SMM 18, 2023), dass die Textilindustrie der Maschinenindustrie das Sterben vorlebt – eine These, die aus dem Jahr 1992 stammt. Kurz zuvor (Anfang der 90er-Jahre) investierte er in Unternehmen der Maschinenindustrie wie die Mägerle AG und die Mandatec AG, wobei Letztere auch heute noch in seinem Besitz ist. Dies erklärt den klaren und prägnanten Titel seiner Rede: «Überleben als einziges, alles umfassendes Unternehmensziel». Alle Unternehmen in seinem Besitz werden nach diesem Prinzip geführt und entsprechend dem technologischen Wandel neu positioniert.
Genau in diesem Themenspektrum bewegt sich die Agenda des SMM Kongresses in Luzern, der die Herausforderungen, die sich im Hinblick auf den technologischen Wandel ergeben, analysiert. Die Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität ist bereits im vollen Gange, und auch der Energiesektor befindet sich in einem Umbruch. Über Digitalisierung wird seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr nur diskutiert. Auf dem SMM Kongress wird gezeigt, wo die Digitalisierung in Form von Anwendungen einen konkreten Nutzen bringt. Einige der Referenten des Kongresses werden sich aus verschiedenen Perspektiven mit den sich ändernden Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Digitalisierung befassen.
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Vom Berater zum Unternehmer
Adrian Gasser begann seine berufliche Karriere in einem grossen Beratungsunternehmen in Paris und Brüssel, um parallel dazu seine Ausbildung zum eidgenössisch diplomierten Wirtschaftsprüfer abzuschliessen. Das war der Start in die Selbstständigkeit im Jahr 1976 als Revisor, Unternehmens- und Steuerberater. Seit den 80er-Jahren war er in der Textilindustrie tätig und erlebte den Wandel dieser Branche aus erster Hand. In den frühen 90er-Jahren übernahm Gasser die Mägerle AG, einen Hersteller von Profilschleifmaschinen, den er neu positionierte und einige Jahre später an die Körber-Stiftung (Hamburg) verkaufte. Heute gehört die Mägerle AG wie die Fritz Studer AG zur United-Grindig-Group mit Sitz in Bern.
Geschärfter Blick auf die Maschinenindustrie
Auch die Mandatec AG in Biel übernahm Gasser zu Beginn der 90er-Jahre. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung aus der Beratertätigkeit, seinen persönlichen Erfahrungen innerhalb der Textilindustrie sowie seinen Beteiligungen im Fertigungsbereich verfügt Gasser über einen bemerkenswert vielschichtigen, aber vor allem geschärften Blick auf die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Schweizer Maschinenindustrie.
Bevor Adrian Gasser die Zukunft des Werkplatzes Schweiz aus retrospektiver Sicht analysiert – auch die Mandatec AG in Biel wurde seit 2017 komplett neu strukturiert und modernisiert, um den Anforderungen des sich wandelnden industriellen Umfelds gerecht zu werden –, werden am Kongress Vorträge aus verschiedenen Bereichen wie Technologie, Wissenschaft und Wirtschaftspolitik gehalten.
Kleine Anekdote
Eine kleine Anekdote betrifft das Verhältnis zwischen Christoph Blocher und Adrian Gasser. Angeblich bestand Ch. Blocher darauf, an einer SRF-Talkrunde in den 90er-Jahren nur dann teilzunehmen, wenn A. Gasser ausgeladen würde. A. Gasser wurde ausgeladen, Blocher kam und diskutierte. Warum Ch. Blocher darauf bestand, ohne A. Gasser zu diskutieren, können die Besucher des SMM Kongresses den Keynote-Speaker direkt vor Ort fragen.
In Bezug auf die sich wandelnde Fertigung hat Mikron Tool gemeinsam mit einem deutsch-japanischen WZM-Hersteller eine hybride Fertigungsstrategie für ein medizintechnisches Bauteil entwickelt. Diese Fertigungsweise sowie ihre Vorzüge und Herausforderungen werden durch den Entwicklungsleiter Dr. Alberto Gotti der Mikron Switzerland AG, Agno, Division Tool, präsentiert und vor Ort diskutiert.
Lean-Prozesse – KI in der Produktion und europäisches ERP-Projekt
Dr. Bruno Rüttimann verfügt über eine herausragende Expertise im Bereich Lean und ist Leiter der LSS-Zertifikatskurse am ETH-Institut Inspire AG, wo er forscht und lehrt. Er untersucht, warum automatisierte und digitalisierte Produktionen noch immer zu langen Durchlaufzeiten führen und welche Rolle dabei die eigentliche Fertigung spielt.
Auch seitens Proalpha wird KI durch Michael Finkler, Chief Business Development Officer, in den Fokus gerückt. Er spricht über die zukünftigen europäischen Entwicklungsprojekte, die Anforderungen an bestehende ERP-Systeme stellen werden.
Ramona Schindler, Leiterin Service Milling bei GF Machining Solutions Sales Switzerland, zeigt, wie die Digitalisierung im WZM-Sektor dazu beiträgt, Wartung und Service zu optimieren. Hier zeigt sich relativ klar: Digitalisierung und Service gehen insbesondere im Bereich des Maintenance von Werkzeugmaschinen Hand in Hand.
Stand vom 30.10.2020
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Michael Jahn, CEO von Phönix Mecano Solutions AG, gemeinsam mit Dirk Apel, Co-CEO von Batix Schweiz AG, versprechen klare Antworten darauf, was die Digitalisierung im Bereich des Shopfloors bringt. Sie haben Digitalisierungsprozesse analysiert und werden auf dem SMM Kongress konkret über den Nutzen und Mehrwert berichten.
Automatisierte Fertigungslösungen für kleinere Losgrössen
Christoph Andris, Anwendungstechniker und Vertriebsleiter bei Heller Schweiz AG, verfügt über profunde Kenntnisse im Bereich Werkzeugmaschinenbau und Fertigung. Er weist auf die ständig kleiner werdenden Losgrössen, die höheren Anforderungen an Automationslösungen und Prozessstabilität bei gleichzeitig steigender Komplexität hin und wie moderne Fertigungslösungen auf diese zukünftigen Herausforderungen ausgelegt werden können.
Schliesslich wirft Lisa Zhang, Vice GM der Investment & Development Group, einen Blick über den Tellerrand der Schweiz. Sie ist Expertin für Unternehmen, die planen, in China Produktionsstandorte zu eröffnen. Mit einem fokussierten Blick auf die Industriemetropole Pinghu City wird sie die produktionstechnischen Möglichkeiten aufzeigen, die an diesem Standort existieren, und welche Möglichkeiten sich hier konkret für Schweizer Unternehmen bieten.
Der SMM Kongress am 23. Mai im Forum der Messe Luzern bietet somit ein breites Spektrum an inhaltlichem Input und die Möglichkeit, sich während der Veranstaltung auszutauschen und zu vernetzen, um sich sowohl eine breitere Kunden- als auch Zuliefererbasis aufzubauen.