Raumfahrt Solarflugzeug soll Satelliten in die Erdumlaufbahn bringen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Thomas Kuther

Solarbetriebene Flugzeuge will die in New Mexico beheimatete Firma Titan Aerospace ab Februar 2014 ausliefern. Bis zu 100 kg sollen die Flugzeuge in den Orbit transportieren können. Dank Akkus und Solarenergie könnten die Segler jahrelang im All bleiben und damit Trägerraketen für Satelliten überflüssig machen.

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Erste Solarflugzeuge der Reihe Solara sollen 2014 ausgeliefert werden
Erste Solarflugzeuge der Reihe Solara sollen 2014 ausgeliefert werden
(Bild: Titan Aerospace)

„Zum ersten Mal werden die Flugzeuge im Februar 2014 ausgeliefert“, erklärt ein Sprecher der Association for Unmanned Vehicle Systems International (AUVSI). Zwei Varianten des Weltall-Flugzeuges von Titan Aerospace soll es geben: Den Solara 50 und den Solara 60 – die kleine Version hat eine Spannweite von 50 m, bei der großen sind es 60 m.

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Die Basisversion gibt es schon ab zwei Millionen US-Dollar

Die Basisversion des Solara 50 soll „zwei Millionen US-Dollar kosten. Man kann das Flugzeug aber mit so viel Technik ausrüsten, dass wir bei zehn bis elf Millionen US-Dollar stehen“, wie Ron Olsen, Vizepräsident bei Titan Aerospace erklärt. Im Gegensatz zu konventionellen Satelliten besteht der Vorteil laut Olsen darin, dass man das Flugzeug zurück auf die Erde holen und es reparieren kann, falls ein Schaden auftreten sollte. Anders als ein Sprecher der AUVSI, zeigt sich Olsen vorsichtiger in Bezug auf das Auslieferungsdatum: „Der Prototyp dürfte im Frühjahr oder Sommer 2014 fertig sein, verkauft wurden bisher keine“, erklärt Olsen.

Konventionelle Panels und ein großer Akku

Die Solarmodule an den Tragflächen des Flugzeuges sind absolut gewöhnlich und im Handel erhältlich. Die Photovoltaik-Zellen werden jedoch „nicht einfach auf die Tragflächen geschraubt, sondern sind in die Flügel integriert“, wie Olsen beschreibt. Das Design des Flugzeuges sei sehr simpel gehalten, „aber das ist das Geheimnis, bei der Struktur“, schmunzelt Olsen.

Solarflugzeuge als ökologische Alternative zu Trägerraketen

„Ein Solarflugzeug, das 100 kg in den Orbit bringt, ist eine ökologische Variante“, lobt Andreas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Erfindung. Trotzdem wären Raketen bisher die billigere Variante, um Satelliten auf eine Umlaufbahn zu bringen. „Beim DLR arbeiten wir derzeit mit kryogenen Triebwerken, die Wasser ausstoßen“, so Schütz abschließend.

(pressetext)

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