3D CAD/CAM-Software Solidworks World 2017 – Die Distanzen verkürzen
Versprochen ist Versprochen: Keine bahnbrechende Neuerungen, aber solche, die das Leben der Designer und Konstrukteure vereinfachen. So das Fazit der diesjährigen Solidworks World 2017 in L.A. Hier eine Rück- und Vorschau zu den Neuheiten der 3D-Software. Ausserdem: Zwei interessante Projekte, die mit Solidworks erstellt wurden.
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The new, the next and the never before. So lautete der Slogan der diesjährigen Solidworks World 2017 (SWW) Anfang Februar in Los Angeles. Vorgetragen hatte den Slogan Gian Paolo Bassi, Leiter von Solidworks. Während dreier Tage durften sich 5000 Ingenieure und Designer aus allen Erdteilen ein eigenes Bild über die letzten Neuigkeiten der 3D-Software des französischen Unternehmens Dassault Systèmes machen.
«Our ambition is to reduce the distance between the design and the reality», sagt Bernard Charlès, CEO von Dassault Systems. Zentrales Ziel seines Unternehmens ist es also, Designer und Nutzer näher zusammenzubringen.
Topologieoptimierung
Eine Art, bei der Entwicklung eines Bauteils den Nutzeraspekt beim Design einzufahren, ist die Topologieoptimierung. Dabei geht es um ein computerbasiertes Berechnungsverfahren, bei dem mechanische Belastung simuliert wird. Dadurch kann ein optimal angepasstes Teil gezeichnet werden, das den Anforderungen des Nutzers entspricht. Das Potenzial dieser Funktion ist einfach: Es fallen langwierige Testverfahren weg und es wird auch nur so viel Material verbaut wie auch wirklich für den Nutzen benötigt. Die Topologieoptimierung in der Software von Solidworks basiert auf dem Simulia-Portfolio von Tosca. Bereits während des Designprozesses werden die Modelle getestet. Die Software gibt sofort ein optisches Feedback, ob die Vorgaben für das Modell eingehalten wurden.
CAM-Funktion
Neu bei Solidworks ist die Erweiterung durch eine CAM-Funktion (Computer Aided Manufacturing oder zu Deutsch die rechnerunterstützte Fertigung). CAM ist ein wesentlicher Bestandteil der computerintegrierten Produktion. Im CAM-System werden die Geometriedaten für Rohteil, Fertigteil und Aufspannvorrichtung aus dem CAD eingelesen. Weil keine Geometriedaten aus einer Zeichnung abgeschrieben werden müssen, können dabei auch keine Fehler gemacht werden. Die CAM-Funktion von Solidworks basiert auf derjenigen von CAMWorks von Geometric. Sie umfasst 2,5-Achs-Fräsen sowie Drehen. Geometric bietet mit CAMWorks ein sehr gut integriertes CAM-System an, das mit Modulen für Drehfräsen, 3-Achs-, Mehrachs- und Drahterodiermaschinen erweitert werden kann.
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