Optimierter Produktionsprozess Stabile Kühlschmierstoff­lösung

Redakteur: Anne Richter

Schäumender Kühlschmierstoff sowie ungeplante Stillstände in der Produktion: Mit diesen Problemen mussten sich die Experten für Präzisions-Rundschleifmaschinen der Fritz Studer AG in Thun regelmässig herumschlagen. Mit intensiver Begleitung durch die Fachleute von Blaser Swisslube konnte der eingesetzte Kühlschmierstoff und in weiterer Folge der gesamte Produktionsprozess langfristig optimiert werden.

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Mit dem Kühlschmierstoff Blasocut BC 935 Kombi von Blaser Swisslube konnte Studer seinen Produktionsprozess optimieren.
Mit dem Kühlschmierstoff Blasocut BC 935 Kombi von Blaser Swisslube konnte Studer seinen Produktionsprozess optimieren.
(Bild: Fritz Studer AG)

ari. Seit mehr als 100 Jahren steht der Name Studer für Hartfeinbearbeitung, Systemintegration und Service in Schweizer Spitzenqualität. Das in Thun beheimatete Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Präzisions-Rundschleifmaschinen spezialisiert. Studer verfügt über Know-how und Praxiserfahrung im Hochgeschwindigkeits- und Formenschleifen und stellt vollautomatische Schleifsysteme her – eine massgeschneiderte Komplettlösung, bei welcher der Kunde auch das Wissen des Unternehmens rund um den Schleifprozess mitgeliefert bekommt. Der firmeneigene Spezialguss Granitan stellt eine Pionierleistung in der Herstellung von Mineralguss dar. Mit rund 100 Mitarbeitern in der Forschung und Entwicklung sorgt das Unternehmen dafür, dass das Motto des Schleifspezialisten «The Art of Grinding» auch in Zukunft eng mit dem Namen Studer verbunden bleibt.

In den vergangenen drei Jahren kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit zwischen der Fritz Studer AG und den Kühlschmierstoff-Experten von Blaser Swisslube. Die Problemstellung war eindeutig, erinnert sich Niklaus Allemann, Verkaufsleiter Metallbearbeitung Schweiz bei Blaser Swisslube: «Der eingesetzte Konkurrenz-Kühlschmierstoff war instabil und musste ungefähr alle drei Monate ersetzt werden. Das bedeutet einen halben Tag Stillstand pro Maschine – aufgrund der fehlenden Planbarkeit war kein sicherer Prozess gegeben.»

Ziel – stabiler Kühlschmierstoff

«Die Instabilität des Kühlschmierstoffes brachte viele Probleme mit sich und war für uns eine Produktivitätsbremse», betont Dr. Gereon Heinemann, Geschäftsführer der Fritz Studer AG. Durch die schlecht planbaren Neubefüllungen war der Kühlschmierstoffverbrauch hoch. Als sich die Mitarbeiter von Studer mit Blaser-Anwendungstechniker Martin Haas zusammensetzten, wurden klare Ziele definiert: «Am Allerwichtigsten war uns die langfristige Stabilität der Emulsion, damit wir Stillstandzeiten planen und so die Produktivität erhöhen können. Als Ziel wurde eine Standzeit von mehr als einem Jahr festgelegt», berichtet Heinemann. Weiter wurden die Beseitigung der Schaum-Problematik, bessere Werkzeugstandzeiten und weniger Kühlschmierstoffverbrauch angestrebt.

Eingehende Analyse

Bei der gemeinsamen Analyse beleuchteten die Studer-Mitarbeiter und Blaser-Anwendungstechniker Martin Haas den gesamten Prozess. In der Produktion wird bei Studer mit diversen Materialien gearbeitet, wie z. B. mit Stahl und Guss. Es wird mit verschiedensten Werkzeugmaschinen gedreht, gefräst und gebohrt. «Das verlangt vom Kühlschmierstoff ein hohes Mass an Vielseitigkeit», erklärt Anwendungstechniker Martin Haas. Nach einer eingehenden Analyse und im Hinblick auf die Erfahrung mit ähnlichen Fällen schlug Haas – nach Absprache mit dem Kundendienst von Blaser Swisslube – den Kühlschmierstoff Blasocut BC 935 Kombi vor. Dieser auf Mineralöl basierende Allround-Kühlschmierstoff zeichnet sich durch die universelle Einsetzbarkeit, ausgezeichnete Langzeitstabilität, besonders lange Werkzeugstandzeiten und Arbeitssicherheit aus. «Der Blasocut BC 935 Kombi ist auch für anspruchsvolle Schleifprozesse bestens geeignet», ergänzt Haas.

Vor dem Umstieg auf das neue Produkt galt es, die Maschinen mit zweiprozentiger Reinigungsemulsion durchzuspülen. Drei Wochen lang liefen die Studer-Maschinen mit dem beigefügten Blasoclean. «Trotz der beigefügten Reinigungsemulsion ist das Weiterarbeiten problemlos möglich», erklärt Niklaus Allemann. Nach dieser Phase wurde die gesamte Emulsion abgepumpt und die Tanks von Hand gereinigt, bevor die ganze Anlage ein weiteres Mal durchgespült wurde. Nach dem nochmaligen Entfernen von Rückständen konnten die Tanks schlussendlich mit dem Blasocut BC 935 Kombi befüllt werden.

Kühlschmierstoffeinsparungen von 15 Prozent

«Schon die anfänglichen Tests und die Einführungsphase in den ersten drei Monaten haben positive Ergebnisse gebracht», sagt Studer Geschäftsführer Dr. Gereon Heinemann. Die Emulsion war auf Anhieb stabil und konnte länger verwendet werden. «Wir haben den Blasocut BC 935 Kombi mittlerweile im zweiten Jahr prozesssicher im Einsatz. Alles läuft einwandfrei, es gibt keine Schaumprobleme mehr und auch die Werkzeugstandzeiten konnten nochmals optimiert werden – wir sind sehr zufrieden», berichtet Heinemann. Nicht zuletzt konnte eine Kühlschmierstoffeinsparung von 15 Prozent auf ein Jahr erreicht werden. Heinemann: «Der Kühlschmierstoffwechsel ist nun kalkulierbar und das Risiko von ungeplanten Maschinenstillständen wurde eliminiert.» Um die Produktivität auch künftig weiter zu optimieren, beabsichtigen Studer und Blaser Swisslube langfristig zusammenzuarbeiten.

Das flüssige Werkzeug

«Nur durch die richtige Anwendung des richtigen Kühlschmierstoffs wird dieser zum flüssigen Werkzeug», so Niklaus Allemann. Das Ziel von Blaser Swisslube ist es, die Zerspanungsprozesse ihrer Kunden mit dem flüssigen Werkzeug zu verbessern und so die Produktivität, Wirtschaftlichkeit sowie die Bearbeitungsqualität zu optimieren, um die Wettbewerbsfähigkeit wie auch den Werkplatz Schweiz aufrechtzuerhalten. In enger Zusammenarbeit mit dem Kunden und dank dem gesamtheitlichen Betrachten des Zerspanungsprozesses, bietet Blaser Swisslube die Möglichkeit, das Maximum aus den Maschinen und Werkzeugen zu schöpfen. <<

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