Stadler Rail Pressekonferenz Stadler spürt harten Franken Minus 100 Mio. Umsatz

Redakteur: Sergio Caré

Nach dem rekordhohen Auftragseingang im Jahr 2014 hat Stadler im Jahr 2015 die Folgen der Aufhebung der Franken-Euro-Bindung zu spüren bekommen. Tieferer Auftragseingang als in den Vorjahren. Produktion dennoch gut ausgelastet, mit Ausnahme in Minsk. Ausserdem: Ab 2017 neuer CFO - Widmer löst Geel ab.

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Bilder der Pressekonferent bei Stadler RAil in Bussnang am 13. Juni 2016
Bilder der Pressekonferent bei Stadler RAil in Bussnang am 13. Juni 2016
(Bild: Sergio Caré)

Bussnang - Nach dem rekordhohen Auftragseingang im Jahr 2014 hat Stadler im Jahr 2015 die Folgen der Aufhebung der Franken-Euro-Bindung zu spüren bekommen. Mit 2,1 Milliarden Schweizer Franken ist der Auftragseingang zwar tiefer als in den beiden Vorjahren – aber immer noch gut. Dem Unternehmen macht aber zu schaffen, dass die Margen auf den Aufträgen weggebrochen sind. Der erneute Frankenschock hat das Thurgauer Unternehmen über 100 Millionen Schweizer Franken gekostet. «Dieses Geld fehlt uns für Investitionen, für Innovationen, aber auch als Polster für noch schlechtere Zeiten», führt Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer, an der Jahresmedienkonferenz in Bussnang aus.

Umsatz gegenüber Vorjahr gesunken

In den Jahren 2013 und 2014 verzeichnete der Schweizerische Zugbauer Auftragseingänge von 2,6 respektive 2,9 Milliarden Schweizer Franken. Diese Zahlen kann das Unternehmen dieses Jahr nicht ausweisen. Hauptgrund dafür sind Aufträge, deren Abschluss vom letzten in das laufen den Jahr verschoben wurde. Der verbleibende Auftragseingang von 2,1 Milliarden Schweizer Franken darf dennoch als gut bezeichnet werden. Das Budget lag bei 2,8 Milliarden Schweizer Franken. Für Spuhler eine gute Nachricht ist indes die gut aufgefüllten Auftragsbücher. Das hält die Kapazitätsauslastung der Firma hoch - mit Ausnahme in Minsk. «Es ist schön zu sehen, wie viel Kraft in dieser Firma steckt», sagt der Unternehmer.

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Neuer CFO ab 2017

Raphael Widmer wird per 1. Januar 2017 neuer CFO bei Stadler. Als designierter CFO hat er die Stelle bereits angetreten. In den kommenden Monaten wird er vom amtierenden CFO Hansruedi Geel in die Funktion des Group-CFO eingearbeitet. Raphael Widmer ist 52 Jahre alt und wohnt in der Umgebung von Zürich. Seit 1991 war er in verschiedenen leitenden Funktionen für ABB tätig. Er bringt langjährige Führungs- und Auslandserfahrung mit. Hansruedi Geel (Jg. 1956), langjähriger CFO beim Thurgauer Fahrzeugbauer, wechselt auf eigenen Wunsch per Ende 2016 mit einem reduzierten Pensum in die private Holding von Spuhler. «Wir wollen einen geregelte Nachfolgelösungen und keine« Haurückübungen» in der Konzertleitung», sagt der CEO. Zu seiner Nachfolgeregelung nachgefragt, verkündete er nur: «Da ich ja jetzt nicht Bundesrat bin, bleib ich noch etwas länger im Unternehmen.»

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