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Effiziente Logistik sichert optimalen Fertigungsprozess
Zur Konsequenz, prinzipiell nach Auftragseingang zu fertigen, gehört die Einzelteilfertigung. Zu den Voraussetzungen, Teile in der Losgrösse 1 in höchster Effizienz zu fertigen, zählt die automatisierte Fertigung, weil nur sie ein Maximum der produktiven Werkzeugeingriffzeit verwirklicht. Das setzt jedoch eine sichere Rohteilzuführung, ein rechtzeitiges Bereitstellen der Bearbeitungsprogramme, Betriebsmittel und Werkzeuge voraus. «Diese Prozesse haben wir», erklärt Gerhard Stangl, «in die Hände unserer Bedarfslogistik gelegt. Ausgehend vom Montagebeginn einer bestellten Kunststoffmaschine, plant die Bedarfslogistik den Teiledurchlauf so, dass alle selbst gefertigten sowie die Zukaufsteile just-in-time an die Montage geliefert werden. Ausgangspunkt der Planung ist dabei der Montagebeginn.»
Bereitgestellt von den Werkzeugspeichern der drei Starrag-Heckert-Bearbeitungszentren HEC1250 Athletic, gelangen die Werkzeuge über einen Werkzeugwechsler an die Spindel. Die Werkzeugspeicher bieten über 400 Plätze. Die Verwaltung der Werkzeuge, einschliesslich der Kontrolle der Standzeiten, übernimmt der Fastems-Master-PC.
Maschinenpaletten mit fest montierten Spannvorrichtungen
Die Spannvorrichtungen sind auf 58 Maschinenpaletten der Grösse 1250 x 1000 Millimeter aufgespannt. «Es handelt sich dabei», erläutert Gerhard Stangl, «um sehr unterschiedliche Vorrichtungen. Wir haben jeder Bauteilgruppe entsprechend eingerichtete Maschinenpaletten zugeordnet. Das bedeutet, man kann zu jeder Zeit ein aktuell gewünschtes Werkstück bearbeiten. Dazu schleust das Fastems-System die Maschinenpalette mit der entsprechenden Spannvorrichtung über eines der beiden Be- und Entladestationen aus, damit sie mit dem gewünschten Rohteil hauptzeitparallel bestückt werden kann. Entsprechend der Unterschiedlichkeit der Teile setzen wir hydraulisch arbeitende Spannsysteme und manuell zu schliessende Vorrichtungen ein.»
Flexible Produktion mit hoher Fertigungstiefe
«Um die hohe Fertigungsflexibilität zu sichern», berichtet Gerhard Stangl, «spannen wir die zu bearbeitenden Teile recht kurzfristig auf, nur Stunden vor Start der Bearbeitung. In der Regel fertigen wir die Teile in zwei Aufspannungen, sodass ein Umspannen erforderlich ist. Als zweckmässig hat sich dabei herausgestellt, ein Teil der Werkstücke in der ersten und den anderen Teil in der zweiten Aufspannung zu bearbeiten. Das heisst bei jedem Umspannen nehmen wir Fertigteile aus der Vorrichtung und besetzen die freien Stellen mit Rohlingen. Ausgewählte Werkstücke, beispielsweise Schliesszylinder, bearbeiten wir einzeln. Schliesszylinder gehören auch zur Werkstückgruppe, die wir hydraulisch spannen.»
Gerhard Stangl betont, «wir konstruieren alle Spannvorrichtungen selbst und lassen die hydraulisch arbeitenden Vorrichtungen von einem Spezialisten bauen. Unser Ziel ist es, möglichst lange Palettenlaufzeiten zu organisieren. Derzeit nehmen unsere Vorrichtungen maximal acht Bauteile auf. So erreichen wir Laufzeiten von etwa drei bis fünf Stunden. Bei der Realisierung von Sonderoptionen sind teilweise bis zu acht Stunden Bearbeitungszeit notwendig.»
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