Rösler: Nachbearbeiten für 3D-Druck Strahlen nach 3D-Druck: Saubere Sache bei Sauber

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Zum Nachbearbeiten generativ aus Metallen und Kunststoffen gefertigter Bauteile arbeitet die Sauber Technologies mit mehreren Anlagen des Spezialisten AM Solutions. Diese wurden an die Forderungen bei Sauber Technologies speziell angepasst. Sie arbeiten höchst effizient.

Im 3D-Druck gefertigte Bauteile komplexer und filigraner Geometrien werden in nur einem Arbeitsschritt mit nur einem Strahlmedium schnell und zuverlässig perfekt nachbearbeitet.   (Bild:  Sauber Technologies)
Im 3D-Druck gefertigte Bauteile komplexer und filigraner Geometrien werden in nur einem Arbeitsschritt mit nur einem Strahlmedium schnell und zuverlässig perfekt nachbearbeitet.
(Bild: Sauber Technologies)

Sauber Technologies ist bekannt für hochwertige, im 3D-Druck-Verfahren hergestellte Bauteile für Rennwagen der Formel 1 sowie für zahlreiche andere Branchen. Seit einigen Jahren arbeiten die Experten erfolgreich mit Spezialisten der AM Solutions – 3D post processing technology zusammen. Beispielsweise zum Nachbearbeiten von 3D-Druckerzeugnissen, die im SLS-Verfahren aus dem Werkstoff HiPAC produziert werden, hat das Unternehmen seit einem Jahr eine Anlage S1 in Betrieb. Deren Vorteil besteht darin, dass sie die zwei Prozessschritte Reinigen und Oberflächenfinish in nur einer Anlage unter Verwendung von nur einem Strahlmedium verwirklicht.

Wirtschaftlich und zuverlässig

«Die S1 ist für uns wie ein Schweizer Taschenmesser, denn sie bündelt so viele Funktionen», berichtet Vitor Sousa, Teamleader Additive Manufacturing Plastic bei der Sauber Technologies AG. Er fügt hinzu: «Während wir ehemals alle Bauteile manuell nachbearbeiten und strahlen mussten, müssen wir sie heute nur noch herausnehmen und kurz kontrollieren. Bei einer durchschnittlichen Beladung von 20 Stück sparen wir hier mindestens zwei Stunden wertvolle Arbeitszeit pro Durchgang.» Die Anlage S1 arbeitet dabei sehr gründlich und schonend. Selbst komplexeste Geometrien und filigrane Konstruktionen werden sauber bearbeitet. Das Nachbearbeiten in den Anlagen ist stets reproduzierbar und hochwertig.

Polystyrol zum Strahlen vorteilhaft

Als Strahlmittel wird Polystyrol eingesetzt. «Wir haben vorher mit Glasperlen gestrahlt. Diese waren zwar in der Anschaffung günstiger, hatten aber eine wesentlich kürzere Lebensdauer», erklärt Vitor Sousa und fügt an: «Wir können das Polystyrol 15 Mal länger verwenden und senken damit natürlich deutlich die Betriebskosten. Und der Bonus: Wir erhalten gleich im ersten Durchgang schönere und glänzende Oberflächen. Auch müssen wir keinen Wechsel des Strahlmittels für die Prozessschritte Reinigen und Oberflächenfinish vornehmen oder eine Kontamination bei der Nutzung zweier verschiedener Strahlmittel in einer Anlage fürchten.»

Die Langlebigkeit des genutzten Strahlmittels wird durch das ausgeklügelte Strahlmittel-Aufbereitungssystem der Strahlanlage S1 gewährleistet. Die Filter, der Zyklon und das Strahlmittelsieb sind optimal aufeinander abgestimmt. Sie trennen das Strahlmittel zuverlässig vom Pulver. So entsteht auch wesentlich weniger Abfall und die Bearbeitung wird deutlich nachhaltiger. Zudem erweist sich das Strahlmittel Polystyrol auch bei der Wartung als vorteilhaft. Es trägt zu einer noch längeren Lebensdauer der von Verschleiss beanspruchten Komponenten der Strahlanlage bei und reduziert damit Folgekosten.

Individuell optimiert

Vitor Sousa sagt zum Bedarf an Strahlanlagen: «Weil unsere Platzverhältnisse in der Produktion sehr beengt sind und die Anlage S1 bei ihren eigentlichen Abmessungen nicht gepasst hätte, benötigten wir eine für uns speziell angepasste Anlage.» Die Spezialisten bei AM Solutions – 3D post processing technology entwickelten deshalb eine Anlage, die diese Forderung an kompakten Aufbau mit einem mobilen Filter perfekt meistert. Die Flexibilität, Anla­gen an individuelle Forderungen anzupassen, kann AM Solutions durch die eigene Entwicklung und Produktion am Standort in Untermerzbach verwirkli­chen. So entstand auch eine weitere, auf den Bedarf – mangelnde Fläche in der Produktion – bei Sauber Technologies abgestimmte, kompakte Sonderausführung der Strahlanlage S1. Sie dient dazu, klassisch weissen, im SLS-Verfahren auf­gebauten Kunststoff nachzuarbeiten. So wird ein Verfärben der Bauteile aufgrund der Bearbeitung des schwarzen Materials HiPAC in einer Anlage vermieden.

Qualifizierter Partner

«Mit AM Solutions haben wir einen Partner an der Seite, der nicht nur Lösungen von der Stange anbietet, sondern unsere Forderungen perfekt versteht und immer wieder individuelle Lösungen findet», freut sich Vitor Sousa. Bereits seit dem Jahr 2021 arbeiten beide Unternehmen in einer intensiven Technologiepartnerschaft gemeinsam daran, praxisgerechte Anlagen zum Nacharbeiten generativ gefertigter Bauteile zu verwirklichen. Weitere Entwicklungen im Rahmen der erfolgreichen Technologiepartnerschaft der beiden Unternehmen werden bereits bearbeitet. (kmu) SMM

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