Sulzer AG: Sulzer verzeichnet mehr Bestellungen

Redakteur: Susanne Reinshagen

Sulzer steigerte den Bestellungseingang 2010 um 9,0% (bereinigt1 7,5%) auf CHF 3 288,7 Millionen. Dieser Anstieg in einem nach wie vor anspruchsvollen Wirtschaftsumfeld wurde von Akquisitionen und der Erholung frühzyklischer Märkte getragen. Für 2011 wird bereinigt ein leichtes Wachstum des Bestellungseingangs erwartet.

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Sulzer konnte den Bestellungseingang 2010 um 9% steigern. (Bild: Sulzer)
Sulzer konnte den Bestellungseingang 2010 um 9% steigern. (Bild: Sulzer)

Trotz eines weiterhin schwierigen Wirtschaftsumfelds in den spätzyklischen Märkten (Öl, Gas, Kohlenwasserstoff, Energieerzeugung) steigerte Sulzer den Bestellungseingang im Gesamtjahr 2010 im Vergleich zu 2009 um 9% auf CHF 3288,7 Mio. Die Zunahme des Bestellungseingangs wurde von Akquisitionen, der Erholung in frühzyklischen Märkten und ersten Erfolgen von neuen innovativen Lösungen getragen. Die frühzyklischen Branchen Automobil sowie Papier und Zellstoff und die allgemeinen Industriemärkte erholten sich von den sehr tiefen Niveaus des Jahres 2009. Auch die Luftfahrtindustrie begann sich gegen Jahresende zu erholen. Die Öl- und Gasindustrie verzeichnete 2010 eine positive Entwicklung, obwohl viele Kunden mit grösseren Investitionen zurückhaltend blieben. Die Nachfrage in der Kohlenwasserstoff verarbeitenden Industrie blieb unverändert niedrig. Wie erwartet kam es in der Energieerzeugungsbranche im Vergleich zum hohen Niveau der Vorjahre zu einem erheblichen Rückgang. Die aufstrebenden Märkte trugen weiterhin stark zum Wachstum des Unternehmens bei. Nordamerika verzeichnete ebenfalls Wachstum, während der Bestellungseingang in Europa stabil war. Akquisitionen, hauptsächlich die Integration von Dowding & Mills in die Division Sulzer Turbo Services, wirkten sich positiv auf den Bestellungseingang aus, während der starke Schweizer Franken zu negativen Umrechnungseffekten führte.

Ausblick für 2011

Für das Jahr 2011 rechnet Sulzer mit einem leichten Wachstum des Bestellungseingangs. Der positive Trend in den frühzyklischen Märkten wird sich voraussichtlich fortsetzen, aber verlangsamen. Die Aktivität der Automobilindustrie dürfte auf ihrem hohen derzeitigen Niveau bleiben. Die Luftfahrtindustrie wird sich voraussichtlich weiter erholen, prognostiziert Sulzer. Auch der positive Trend im Papier- und Zellstoffmarkt dürfte sich fortsetzen, allerdings etwas abflachen. Für die übrigen allgemeinen Industriemärkte wird mit einem leichten Wachstum gerechnet. Die Öl- und Gasbranche dürfte aufgrund der zunehmenden Zahl von Projektstudien insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wachsen.

Die Nachfrage in der Kohlenwasserstoff verarbeitenden Industrie wird voraussichtlich unverändert bleiben. Nach einem markanten Rückgang im Jahr 2010 wird für die Energieerzeugung eine Stabilisierung erwartet. Neu entwickelte Anwendungen bieten vielversprechende Geschäftsmöglichkeiten.

Angesichts der Aufwertung des Schweizer Franken insbesondere gegen Ende 2010 ist für das Jahr 2011 mit weiteren negativen Währungseffekten zu rechnen. Dank des weltweiten Produktions- und Servicenetzwerkes ist Sulzer aber auf natürliche Weise gegen grössere Währungseinflüsse auf die Rentabilität abgesichert. Geografisch betrachtet werden die aufstrebenden Märkte die Wachstumstreiber bleiben.<<

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