Anbieter zum Thema
Synergien und Flexibilität
Die Firma Stäubli ist ein Konzern komplett in Familienbesitz und beschäftigt rund 4500 Mitarbeiter. Sie ist ebenfalls in der Medizintechnik tätig. «Unsere Branche stärkt zurzeit die Schweiz», sagt Collet, «viele neue Firmen entstehen die den Wachstum vorantreiben werden.» Durch die steigende Zahl alter Menschen die gerne auch im fortgeschrittenen Alter selbstständig sein wollen biete die Eigenmedikation für die Medtechbranche im besonderen und die Schweiz im allgemeinen eine riesige Chance die hier genutzt werden sollte.
Für Uhrenbranche zeigen die Produktivitätspfeile jedoch nach unten. Viele Stellen werden gestrichen, da die Produktion nicht ausgelastet ist. Von einem Rückgang in zweistelligem Prozentbereich war die Rede. Dies trifft vor allem auch die Zulieferer der Uhrenbranche. Damit diese überleben können, sei es wichtig «Synergien mit anderen Firmen zu nutzen, um kreativ und innovativ zu sein», sagt Collet. «Reaktionen sind zurzeit gefragt und kein Gärtchendenken.»
Swissness
Das ab 2017 geltende Swissness-Gesetz sei für die Uhrenindustrie weniger ein Thema, zumindest laut Jean-Daniel Pasche, Verbandspräsident des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie. Es sind vor allem Fashionbrands die auf die Marke «Swiss made» verzichten werden. Die Uhrenhersteller im Luxusbereich wollen weiterhin in der Schweiz herstellen. «Dies hat zur Folge, dass einige Zulieferer der Uhrenhersteller Teile ihrer Produktion vom Ausland wieder in die Schweiz holen», erklärt Pasche. Ziel sei aber dennoch den Preis auf gleichem Niveau halten zu können, so wie bis anhin. Ob dieses Verhalten auch für den Rest der Industrie gilt ist zu diesem Zeitpunkt schwierig zu sagen. Falls die produzierenden Unternehmen auf das Schweizer Kreuz auf ihren Produkten nicht verzichten wollen, werden sie wohl ähnlich vorgehen müssen wie die Uhrenindustrie dies zurzeit am umsetzen ist.
(ID:44055452)
