Die Erholung in der Schweizer MEM-Industrie wurde durch die verbesserte weltwirtschaftliche Situation begünstigt. Gemäss der Quartalsumfrage unter den Swissmem-Meldefirmen bestehen gute Chancen, dass sich diese erfreuliche Entwicklung fortsetzt. Aktuell rechnen 54,1% der befragten Unternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit höheren Bestellungseingängen aus dem Ausland. Lediglich 11,5% befürchten eine Verschlechterung der Auftragssituation. Allerdings wurde die Umfrage vor dem 9. Februar 2014 durchgeführt. Inwiefern sich die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative negativ auf die Erwartungen und allenfalls auch auf den Geschäftsgang der MEM-Firmen auswirkt, werden die nächsten Monate und Jahre zeigen. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich das Investitionsklima aufgrund der nun entstandenen Unsicherheit über das künftige Verhältnis zur EU verschlechtert. Zudem vermindert die Sistierung des Forschungsabkommens «Horizon 2020» (siehe Kasten) unmittelbar die Standortattraktivität des Denk- und Werkplatzes Schweiz..
Heimisches Fachpersonal fördern
Swissmem wird sich dafür einsetzen, dass für die Kontingentierung der ausländischen Arbeitskräfte ein möglichst unbürokratisches System geschaffen wird. Noch entscheidender ist die Rettung der Bilateralen Verträge. Swissmem wird den Bundesrat in seinem Bemühen entsprechend unterstützen. Nicht zuletzt wird Swissmem ihre Anstrengungen intensivieren, das heimische Fachkräftepotenzial besser auszuschöpfen. Im Fokus stehen vor allem junge Menschen, Frauen und ältere Mitarbeitende. Zudem fordert Swissmem die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung auf, sich rasch um die Beseitigung der Engpässe im Wohnungs- und Infrastrukturbereich zu kümmern. <<