Swissmem Symposium 2009 - wo liegen die Chancen des Werkplatzes Schweiz?

Redakteur: Redaktion SMM

Das 7. Swissmem Symposium stand unter dem Thema «Vorwärts in Zeiten des Wandels». Ein Thema, das in Krisenzeiten viele Besucher anlockte. Die Referenten analysierten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Situation der MEM-Industrie und ihre Möglichkeiten sich auch zukünftig konkurrenzfähig zu positionieren.

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Viele Interessierte aus der Schweizer Industrie fanden den Weg an den Zürichsee um den Ausführungen der Referenten zur heutigen und zukünftigen Rolle des Werkplatzes Schweiz zu folgen. Neben konkreten Informationen bot das Symposium auch eine gute Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und Networking.

Swissmem unterstützt in der Krise

Den Einstieg ins Thema machte Peter Dietrich, Direktor Swissmem, mit einer Bestandesaufnahme über die wirtschaftliche Verfassung

der Schweizer MEM-Industrie. Er legte klar dar, dass die Lage nach wie vor schwierig sei. «Das erste Quartal dieses Jahres war für die Branche das schwärzeste », erklärte Dietrich. Mit einem Rückgang im 1. Halbjahr von 34% der Aufträge erwartet der Swissmem auch eine massive Reduktion der Umsätze in den kommenden Monaten. «Hinter diesen Aussagen stecken ganz konkret Unternehmen, die mit noch nie erlebten Umsatzeinbrüchen zu kämpfen und bis vor kurzem noch undenkbare Situationen zu meistern hatten», erläuterte Dietrich. Dabei zeigte Dietrich

auf, dass die Unternehmen drei Phasen durchlaufen, den Abschwung, die Bodenbilung und den Aufschwung. Zurzeit befindet sich die MEM-Industrie gemäss Dietrich noch im Abschwung. Hier müssen sich die Unternehmer auf sämtlichen Ebenen auf ein tieferes Niveau einstellen. Eine

grosse Herausforderung für zahlreiche Unternehmen scheint dabei die Sicherstellung der Liquidität zu sein. Dietrich zeigte auf, dass sich viele v.a. kleinere Banken aus dem Kreditgeschäft zurückgezogen haben und die grösseren Geschäftsbanken eher restriktiv mit der Kreditvergabe umgehen.

Hier sieht Dietrich einen dringenden Handlungsbedarf und liess durchblicken, durchblicken, dass sich der Swissmem intensiv mit dieser Situation auseinandersetzt und Wege sucht die Unternehmen zu unterstützen. Dietrich wagte dann einen Ausblick in die Zukunft und erläuterte, welche Aufgaben die Unternehmen in der Phase der Bodenbildung zu meistern haben. Hier gilt es dann, Strukturen und Prozesse zu optimieren, Kompetenzen der Mitarbeitenden zu steigern und über Innovation sowie dem Gewinnen von Marktanteilen dem Unternehmen eine möglichst gute Ausgangslage zu schaffen. In der noch weit entfernt liegenden Phase des Aufschwungs kann so neues Umsatzwachstum mit gesundem Kostenwachstum und ein stabiler Gewinn angestrebt werden.