Swissmetal Holding Ltd: Swissmetal baut 268 Stellen ab
Die Swissmetal-Tochter Swissmetal Industries AG hat das Konsultationsverfahren abgebrochen und gab den Personalabbau von 286 Mitarbeitern bekannt.
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Die Swissmetal-Tochter Swissmetal Industries AG hat das Ende der Konsultationsphase bekanntgegeben und erläuterte dazu, dass die Weiterführung der operativen Aktivitäten aus eigener Kraft nur in einem reduzierten Rahmen möglich sei und leider nicht alle Arbeitsplätze erhalten werden könnten. Der Verwaltungsrat der Swissmetal Industries habe deshalb beschlossen, hiess es in der Pressemeldung weiter, die künftigen Aktivitäten auf die tragfähigen und rentablen Geschäftsbereiche zu beschränken, dies, um das Fortbestehen dieser Geschäftsbereiche zu sichern. Diese Konzentration der zukünftigen Geschäftsaktivitäten habe einen Personalabbau von 268 Mitarbeitern am Standort Dornach zur Folge.
Der Produktionsstandort in Reconvilier sei von diesem Personalabbau nicht betroffen. Auch der deutsche Produktionsstandort in Lüdenscheid läuft uneingeschränkt weiter.
Von dieser Massnahme erhofft sich die Swissmetal Industries AG, aus eigener Kraft den Erhalt und Fortbestand einer gesunden Substanz des Unternehmens sichern zu können. In den Wochen davor prüfte man in enger Zusammenarbeit mit dem Sachwalter verschiedene Optionen, die einen Fortbestand des Unternehmens ganz oder in Teilen ermöglichen sollten. Dazu wurden zahlreiche Gespräche mit Sozialpartnern und potenziellen Investoren geführt.
Reaktion der Gewerkschaft
Die Gewerkschaft Unia reagierte harsch auf die angekündigten Entlassungen. Wie aus der Pressemitteilung zu entnehmen ist, wirft sie dem Swissmetal-Management vor, kein ernsthaftes Interesse an der Weiterführung der Produktion in Dornach zu haben und mit dem einseitigen und abmachungswidrigen Entscheid mögliche alternative Lösungen zu verhindern.
Die Swissmetal Industries AG wiederum ist gemäss Mitteilung bereit, weiter mit allen interessierten Parteien zu sprechen, um die bestmögliche Lösung zu erarbeiten und umzusetzen. Zurzeit beraten seco, die Kantone Bern und Solothurn sowie die Gewerkschaften über weitere mögliche Massnahmen, die bis zum Montag, dem 22. August, und damit vor dem Vollzug der beschlossenen Kündigungen mit der Swissmetal Industries AG und dem Sachwalter besprochen werden sollen. Sollten diese Massnahmen der Swissmetal Industries AG zusätzliche Freiräume geben, könnte dies nochmals zu einer Neubeurteilung der Situation führen.
Die Swissmetal Industries AG befindet sich seit dem 20. Juli aufgrund der akuten Liquiditätskrise in der provisorischen Nachlassstundung. Das Unternehmen hatte am 7. Juli 2011 ein Konsultationsverfahren mit den Sozialpartnern über eine Massenentlassung von bis zu 290 Mitarbeitern am Standort Dornach eingeleitet. <<
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