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DMG: Prozesskette für generative Fertigung Technologie für zuverlässige Prozesse

| Redakteur: Konrad Mücke

Vom Pulverkreislauf bis zu unterschiedlichen Verfahren generativer Fertigung bietet der Hersteller DMG ein komplettes Portfolio an Leistungen und Maschinen. Erstmals erhalten Anwender auch validierte Pulver und Prozesse für SLM-Maschinen.

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Mit hybrider Technologie wirtschaftlich instandsetzen: In einem grossen Arbeitsraum vereint die Maschine Lasertec 125 3D hybrid das Laserauftragsschweissen und das CNC-Fräsen.
Mit hybrider Technologie wirtschaftlich instandsetzen: In einem grossen Arbeitsraum vereint die Maschine Lasertec 125 3D hybrid das Laserauftragsschweissen und das CNC-Fräsen.
(Bild: DMG Mori)

Interessenten additiver Fertigungsverfahren mangelt es bisher häufig an Know-how und am Vertrauen in die Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit der Maschinen und Herstellverfahren. Deshalb präsentiert nun der Hersteller DMG sein Gesamtkonzept. Es enthält von der Auswahl und dem Bereitstellen der Pulver über das Prozess-Know-how bis zu den jeweils optimal geeigneten Maschinen bis zum geschlossenen Pulverkreislauf sämtliche Prozessschritte. Anwender profitieren von höchster Zuverlässigkeit und kompetenten Ansprechpartnern nur eines Herstellers.

Laser-Schmelzverfahren für grosse und genaue Bauteile

Zum Spektrum an Maschinen des Herstellers DMG gehört beispielsweise die Selektiv-Laser-­Schmelz-Anlage Lasertec 30 SLM. Sie verfügt über einen 300 x 300 x 300 mm messenden Bauraum. Somit kann sie selbst voluminöse Bauteile in einem Verfahrensablauf aus dem Pulverbett mit dem Laserstrahl generieren. Für hochgenaues Laserschmelzen und Bauteile mit minimalen Wanddicken ist die Maschine Lasertec 12 SLM konzipiert. Ihr Laserstrahl fokussiert auf 35 µm Durchmesser. Mit ihrem 125 x 125 x 200 mm messenden Bauraum eignet sie sich speziell für kleinere, filigrane und hochgenau zu fertigende Bauteile.

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Sauber und sicher Pulver wechseln

Sämtliche Maschinen der Baureihe Lasertec SLM verfügen über den Pulverwechsel mit dem Modul rePLUG. Letzteres sorgt für einen geschlossenen Pulverkreislauf. Das gewährleistet eine hohe Arbeitssicherheit. Zudem lässt sich das Pulver mithilfe der Pulvermodule innerhalb von nur zwei Stunden besonders einfach wechseln.

Um eine hohe und durchgängige Qualität der Pulver zu gewährleisten, arbeitet der Maschinenhersteller mit dem Werkstoffhersteller Heraeus zusammen. So steht ein grosses Spektrum an hochwertigen Pulvern aus einer Vielzahl an Werkstoffen – Stahllegierungen, Titan, Aluminium, Nickellegierungen und Kobaltchrom – zur Verfügung. Mit ausgewählten Partnerunternehmen bietet der Maschinenhersteller zudem einen geschlossenen Kreislauf für die Pulver. So können Anwender der generativen Fertigung zum einen unabhängig vom Hersteller Pulver nutzen und in einem Kreislauf beschaffen sowie wieder aufbereiten lassen. Zum anderen können sie auch einzig die vom Hersteller empfohlenen Pulver einsetzen und im geschlossenen Kreislauf von qualifizierten Partnern aufbereiten lassen. Das sorgt für höchste Qualität. Darüber hinaus können Fertigungsbetriebe auch kostenintensive Pulverwerkstoffe wirtschaftlich nutzen. Die Pulver sind mit einem herstellerspezifischen Gütesiegel versehen. Sie werden mit den jeweils geeigneten Parametern bereit­gestellt. So können sie ohne weitere Vorarbeiten eingesetzt werden. Auf den Maschinen der Baureihe Lasertec SLM sind die Prozesse mit diesen Pulvern validiert. Anwender können also wiederholgenau Bauteile gleichbleibender Qualität herstellen.

Hybride Verfahren wirtschaftlich

Zum Herstellen komplexer Prototypen sowie zum Instandsetzen verschlissener Bauteile eignen sich besonders hybride Verfahren, die zum Beispiel aus einem Auftragsschweissen mit dem Laser und dem anschliessenden CNC-Fräsen auf einer Maschine in einer Aufspannung bestehen. Dafür bietet der Hersteller DMG unter anderem die Maschinen Lasertec 125 3D hybrid, die das Unternehmen erstmals im Herbst des Jahres 2019 vorstellte. Sie eignen sich mit ihrem 1250 mm im Durchmesser und 745 mm hohen Arbeitsraum für grössere, bis 2000 kg schwere Bauteile. Besonders stabil sind sie dank der Monoblock-Bauweise. Die steife Maschinenkonstruktion und ihre hohe Dynamik sorgen dafür, dass selbst grosse Werkstücke genau, prozesssicher und wirtschaftlich in einem Arbeitsablauf komplett hergestellt werden können. Dazu trägt auch die Ausstattung mit der Hard- und Software AM Assistant bei. Zu ihr gehört eine Wärmebildkamera im Arbeitsraum. Die Software AM Evaluator wertet nach dem Auftragsschweissen und CNC- Fräsen die 3D-Prozessdaten umfassend aus. - kmu - SMM

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