Energieeffizienz

Transparenz und Effizienz durch vernetzte Produktion

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Wie das Chaku-Chaku-Prinzip auch für die Kleinserie realisiert werden kann, zeigt die vertikale Wellendrehmaschine VTC 250 L der Salacher Emag-Gruppe: Sie wurde in Lean-Bauweise speziell für den Einsatz als Einzelmaschine oder im Systemverbund in einer Fertigungszelle entwickelt. Mit dieser Entwicklung haben die Salacher Maschinenbauer ihre Erfahrungen aus der Massenfertigung, wo die Prozesssicherheit bekanntlich eine massgebende Rolle spielt, «auch für die Kleinserie genutzt». Aufgrund ihres vertikalen Aufbaus lassen sich die Maschinen aber auch zu sehr kompakten Fertigungszellen aufstellen und damit auch für die Grossserie einsetzen. Jede Maschine verfügt über Werkstückpuffer, um flexibel auf Änderungen im Fertigungsprozess reagieren zu können. Weil das Werkstück direkt nach der Bearbeitung einer Sichtkontrolle unterzogen und zudem an einem zusätzlichen Messplatz gemessen wird, sei mit diesem System auch die Null-Fehler-Produktion möglich.

Softwarelücke wird geschlossen

Welches Produktionskonzept hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit im globalen Wettbewerb auch zum Zuge kommt, hängt wohl auch in Zukunft von individuellen Kundenbedürfnissen ab. Bei der Mag-Gruppe jedenfalls setzt man auf Transparenz durch eine vernetzte Produktion. Für Thomas Meibert, Executive Vice President der Mag Europe GmbH, Göppingen, sind Effizienz und Flexibilität ausschlaggebend für eine zukunftsfähige Produktion: «Zu beidem trägt unser Ansatz entscheidend bei. Indem Daten aus verschiedenen Datenbanken innovativ verknüpft und zugänglich gemacht werden, wird bereichsübergreifende Planung und gezieltes Eingreifen erst möglich. So können etwa Informationen aus dem CAD/CAM System mit der Unternehmenssoftware vernetzt werden, um Maschineneinsatz und Einkaufsprozesse zu optimieren. Alle relevanten Informationen sind komplett einsehbar und individuell zugänglich.»

Eine eigens gegründete Software-Gruppe bei Mag will «die Softwarelücke zwischen Maschinensteuerung und Unternehmensplanung schliessen» – aber lässt sich damit ein zukunftssicheres, nachhaltiges Produktionskonzept realisieren? Dazu Thomas Meibert: «Der Mehrwert erschliesst sich nicht nur durch Transparenz, sie ist nur der erste, unumgängliche Schritt. Verbesserungen der Effektivität, der Qualität und der Kosten ergeben sich durch die intelligente Umsetzung von Verbesserungsmassnahmen. Dazu bedarf es einer Menge Know-how, das wir aus unserer Erfahrung als Lösungsanbieter mitbringen.» Ganz nach der Maxime «regeln statt steuern» lassen sich so die Maschinennutzung optimal planen, ungeplante Ausfälle minimieren, Erfahrungswerte in den Prozess integrieren und dauerhaft Mehrwert schaffen.

Dass Transparenz für Meibert der erste Schritt ist, um Optimierungen angehen zu können, treffe nicht nur für die Zukunftsmärkte Asiens zu, sondern für alle Märkte und Branchen – und besonders für produzierende Betriebe. Der erzielte Mehrwert lasse sich nur in einen Wettbewerbsvorteil umsetzen, wenn Produktivität an erster Stelle steht. Daher sei es von zentraler Bedeutung, dass Verbesserungsprozesse die Produktion begleiten, nicht hemmen. So lassen sich Kosteneffekte pro Produkt erzielen, aber auch Planungsprozesse so gestalten, dass verschiedene Standortvorteile optimal genutzt werden.

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