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Ein Kühlschmierstoff-Tropfen ruiniert ein Design-Modell aus Kunstharz
Es tat sich schnell ein Problem auf: «Die Aluminium-Bearbeitung setzt den Einsatz von Kühlschmierstoff voraus. Dieser verträgt sich aber nicht mit Werkstoffen wie Ureol. Ein Kühlschmierstoff-Tropfen reicht aus, um ein Design-Modell aus Kunstharz zu ruinieren. Wir standen also vor der Aufgabe, Aluminium und Ureol im Wechsel zu fräsen, ohne dabei Risiken einzugehen.»
Diese Herausforderung rief GF-Verkaufsingenieur Thomas Sokoli auf den Plan, der bereits seit der Messe EMO 2013 im engen Austausch mit Opel steht. «Schon damals haben wir uns mit dem Problem der wechselnden Materialien beschäftigt und haben gemeinsam mit Konstruktions-Ingenieuren von GF Machining Solutions eine spezielle Absaugvorrichtung entwickelt, die einen schnellen Werkstoffwechsel ermöglicht. Das war der eigentliche Ausgangspunkt der guten Zusammenarbeit mit Opel», erinnert sich Sokoli. Bernd Riebel pflichtet dem bei: «Die von GF entwickelte Wechsellösung funktioniert sehr gut. Gleichwohl musste die Maschine vor jedem Werkstoffwechsel sehr gründlich gereinigt werden. Deswegen haben wir uns im Frühjahr 2015 für die Anschaffung einer zweiten Mikron HPM 1350U entschieden.»
Neben der Absaug-Sonderanfertigung unterscheiden sich die Maschinen in einem anderen wesentlichen Punkt von den Standardmodellen: Die Modellbau- und Design-Abteilungen von Opel arbeiten mit dem modularen Spannsystem Alufix, «und dazu brauchten wir natürlich einen passenden Tisch, mit einem 50er-Raster sowie den entsprechenden Passbohrungen und Gewinden, so dass unsere Alufix-Teile direkt montiert werden können», erklärt Riebel. «Normalerweise verfügen unsere Maschinentische über T-Nuten, weshalb wir Opel hier Spezialanfertigungen geliefert haben», führt Sokoli aus.
Maschinentische sind Spezialanfertigungen
Auch dieses Beispiel zeigt, wie GF Machining Solutions auf die Bedürfnisse der Kunden eingeht. «GF hat uns von der Bauphase bis zur Inbetriebnahme begleitet. Es ging stets über das reine Maschinenverkaufen hinaus. Es ging vielmehr darum, das neue Milling-Center sinnvoll auszustatten und uns mit dem auszurüsten, was wir wirklich brauchen», sagt Bernd Riebel abschliessend. Und Thomas Sokoli freut sich bereits auf den Tag, an dem Opel-Designs, die mit Hilfe der Mikrons HPM 1350U entstanden, auf der nächsten IAA präsentiert werden: «Denn sie wissen ja, wahre Schönheit kommt vom Fräsen!»
* Gabriele Urhahn ist Leiterin Marketing/Kommunikation bei GF Machining Solutions GmbH in 73614 Schorndorf, Tel. (0 71 81) 92 63 00, gabriele.urhahn@georgfischer.com
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