Warentransport Trisa vertraut auf Dachser

Redakteur: Silvano Böni

Im besten Sinne des Wortes arbeiten die beiden Familienunternehmen Dachser und Trisa im Kanton Luzern seit 2007 «sauber» zusammen. Als kompetenter Dienstleister transportiert die Dachser Spedition AG Schweiz europaweit Zahnbürsten für Trisa. Dass diese vertrauensvolle Kooperation indes kein Selbstläufer ist, beweisen sich die Partner im schnelllebigen Speditionsgeschäft jeden Tag aufs Neue.

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Trisa bereitet inhouse jede Palette fix und fertig verpackt vor. Kommissionieren, Schrumpfen, Labeln – alles geschieht beim Unternehmen selbst.
Trisa bereitet inhouse jede Palette fix und fertig verpackt vor. Kommissionieren, Schrumpfen, Labeln – alles geschieht beim Unternehmen selbst.
(Bild: Trisa)

«Dachser zeichnet eine sehr gute, proaktive Kommunikation aus, weshalb wir die Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen sehr schätzen», beschreibt Toni Zihlmann, zuständig für die Verkaufsadministration bei der Trisa AG, die Zusammenarbeit.

Als Just-in-time-Lieferer hält Dachser die vorgegebenen Zeitfenster verlässlich ein. «Das ist für uns als Auftraggeber sehr wichtig», betont Zihlmann. «Wenn der Kunde die Ware nicht zur gewünschten Zeit erhält, ist es ihm grundsätzlich egal, ob Trisa mit dem Camion vorfährt oder Dachser. Wenn Dachser zu spät käme, würde das automatisch auf uns zurückschlagen. Erst wenn die Ware beim Kunden ist, hat Trisa den Auftrag erfüllt. Insofern ist Dachser wie ein Teil des Teams», sagt Zihlmann.

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Eine Million Bürsten pro Tag

Trisa produziert ihre Zahnbürsten in Triengen. 250 Millionen Zahnbürsten jedes Jahr oder rund eine Million pro Tag. «Das ist eine sehr grosse Quantität», weiss Daniel Imhof, Export-Marketing-Direktor der Trisa AG. Ausdruck dieser langfristig und nachhaltig erfolgreichen Entwicklung sei auch die Tatsache, dass die Trisa Gruppe im letzten Jahrzehnt in der Schweiz über 250 Millionen Franken in Bauten, Infrastruktur, neue Technologien und Produkte investiert habe, so Imhof.

«Der zentrale Treiber für unseren wirtschaftlichen Erfolg ist unsere Innovationsfähigkeit», sagt Imhof. «Unseren Kunden liefern wir Produkte in der Qualität, welche von uns als Schweizer Anbieter erwartet wird. Wir profitieren von ‹Swissness› und leisten dafür auch unseren Beitrag, die Glaubwürdigkeit dieses Marketingarguments aufrechtzuerhalten», sagt Imhof. «Swissness funktioniert als Qualitätsmerkmal auf internationalem Terrain wie auch in der Schweiz selbst.»

Direkt zum Kunden

Für einen Grossteil der innereuropäischen Warentransporte und für die komplette Geschäftsabwicklung von Trisa ist die Niederlassung von Dachser Schweiz in Birsfelden verantwortlich. Dachser transportiert Trisa-Zahnbürsten nach Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Holland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Portugal und Schweden. Dabei werden Teil- und Komplettladungen, von sieben Paletten bis zu einem komplett beladenen LKW mit maximal 34 Paletten, im Schnitt zwei Mal pro Woche befördert. «Die Ware wird direkt zum Kunden geliefert», sagt Urs Häner, Managing Director European Logistics der Dachser Schweiz AG. Tägliche Abholungen von Stückgut, also Waren mit einem Gewicht von bis zu 2500 Kilogramm, würden in Birsfelden umgeschlagen und auf die Linienverkehre von Dachser verteilt, ergänzt Häner.

Bezüglich der Paletten bietet Dachser einen erweiterten Standard an: Sogenannte helle Paletten kommen zum Einsatz. Dabei handelt es sich um neuwertige Paletten, die der Qualität A entsprechen. «Das verlangt der Kunde», sagt Zihlmann. «Die Paletten-Qualität muss stimmen, denn Zahnbürsten sind ein Hygieneprodukt. Gebrauchte oder nicht mehr ganz einwandfreie Paletten der Qualität B passen da einfach nicht», betont Zihlmann.

Inhouse-Vorbereitung

Apropos Paletten: Trisa bereitet inhouse jede Palette verpackt vor. Kommissionieren, Schrumpfen, Labeln – alles geschieht beim Unternehmen selbst. «Das macht nicht jedes Unternehmen so», sagt Häner. «Dieser Arbeitsprozess ist aufwendig», bestätigt Zihlmann. «Aber nur so können wir noch spezifischer auf Kundenwünsche eingehen.»

Mehr als 50 verschiedene Stapelmöglichkeiten gibt es bei 6 bis 20 Einheiten, die auf eine Palette passen. Die gerüstete und geschrumpfte Ware wird anschliessend mit einem Serial Shipping Container Code (SSCC) für den Detailhandel etikettiert. Das ist für Trisa von besonderer Wichtigkeit, da rund 95 Prozent aller hergestellten Bürsten exportiert werden. «Es dient der besseren Rückverfolgbarkeit», erklärt Zihlmann.

Zudem bietet auch Dachser Schweiz zwei weitere Features an: die elektronische Archivierung der Ablieferbelege sowie Tracking & Tracing. Ebenso unterstützt der Spediteur Trisa bei der Direkt- und EU-Verzollung. «Die Exportabteilung von Trisa ist sehr professionell aufgestellt, flexibel und umsetzungsstark», sagt Häner.

Trisa und Dachser blicken voller Zuversicht in die Zukunft. «Besonders in Schwellenländern mit einem hohen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) und damit einer wachsenden Mittelschicht werden Qualitäts-Hygieneprodukte zukünftig verstärkt nachgefragt werden», sagt Imhof. «Diese Entwicklung bietet uns und damit unseren Partnern grosse Chancen und Potentiale.» <<

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