Rego-Fix: Weltweite Präsenz ausbauen Trotz Unsicherheiten positiv ins neue Jahr

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Mit welchen Entwicklungen rechnet die Schweizer Industrie im Jahr 2023? Über Währungsrisiken, mögliches wirtschaftliches Wachstum und ausbaufähige Weltmärkte berichtet Pascal Forrer, Sales & Marketing Director der Rego-Fix AG in Tenniken, im Gespräch mit dem SMM.

Pascal Forrer(Bild:  Rego-Fix AG)
Pascal Forrer
(Bild: Rego-Fix AG)

SMM: Herr Forrer, mit welchen Erwartungen starten Sie ins Jahr 2023?

Pascal Forrer: Wir schauen auf ein überaus erfolgreiches Jahr 2022 zurück. Die vielen Unsicherheiten im Markt machen allerdings die Planbarkeit für die Zukunft aktuell besonders schwierig. Gerade die gestiegenen Kosten und der Fachkräftemangel werden uns sicherlich auch im 2023 herausfordern. Wir gehen in unseren Prognosen trotz begrenzter Sichtweite von einem weiteren Wachstum in allen strategischen Märkten aus.

Welche wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen betrachten Sie als entscheidend für den weiteren geschäftlichen Erfolg?

P. Forrer: Die politischen Rahmenbedingungen mit der EU müssen rasch geklärt werden. Es gilt Planungssicherheit für ein exportorientiertes Land wie die Schweiz zu schaffen, und das möglichst schnell. Hinzu kommt die Währungssituation, welche den Schweizer Standort unter Druck setzt. Hier spreche ich nicht nur die Situation zum Euro an. In Märkten, in welchen wir nicht in Lokalwährung fakturieren, und somit das Wechselkursrisiko zu Lasten des Kunden geht, haben sich unsere Produkte verteuert. Das ist schlecht im internationalen Wettbewerb. Hier hoffen wir auf eine Schwächung des Schweizer Frankens im Jahr 2023.

Wie agieren Sie betriebswirtschaftlich unter den nach wie vor unsicheren Bedingungen? Welche Investitionen planen Sie, zum Beispiel in Betriebsstätten, Personal und Produktentwicklung?

P. Forrer: Wir glauben an die Zukunft und planen einen substanziellen Ausbau unserer Produktionskapazität. Wir dürfen auf überaus erfreuliche zwei Jahre zurückblicken und wollen dieses Wachstum nachhaltig weiter ausbauen. Alleine an unserem Standort in Tenniken BL planen wir, über 30 neue Stellen zu schaffen. Im Ausland werden wir zwei weitere Niederlassungen in Italien und Indien eröffnen. Wir denken unsere Strategie langfristig und ein allenfalls moderates Jahr 2023 ändert nichts an dieser Vision.

Welche technischen Innovationen werden Sie im Jahr 2023 angehen und verwirklichen?

P. Forrer: Unser Spannsystem Powrgrip bietet einfache Handhabung bei gleichzeitig ausgezeichnetem Rundlauf und grosser Spannkraft innerhalb der Zerspanungsanwendung. Die Technologie der Werkzeug­spannung Powrgrip hat ein breites Einsatzgebiet, von Schruppen bis Schlichten, welches wir im nächsten Jahr dank neuen Einspanngeräten weiter ausbauen wollen. Viele Innovationen werden wir an der Messe EMO 2023 in Hannover das erste Mal einem weltweiten Publikum präsentieren.

Für die Schweizer Industrie ist vor allem der Export entscheidend. Welche Regionen bewerten Sie international als ausbaufähig?

P. Forrer: Für die Rego-Fix sind Deutschland und die USA entscheidend. Diese beiden Märkte machen mit Abstand den grössten Umsatzanteil aus. Besonders in Deutschland erhoffen wir uns ein weiteres Wachstum. Deutschland war lange in einer Komfortzone gefangen und steht nun vor grossen Herausforderungen. Die Investitionen, die aktuell getätigt werden, sind entgegen der Deindustrialisierung, welche teilweise in den Medien – Stichwort Verbrennungsmotor – genannt wird, sehr positiv zu werten. Deutschland und die Schweiz sind eng verbunden, dies gilt es als Opportunität für Schweizer Unternehmen zu nutzen. Weiter eröffnen wir mit Rego-Fix Italia SRL unsere erste Verkaufsniederlassung in Italien. Dieser Markt ist für uns historisch wichtig. Mit einem eigenen lokalen Vertrieb wollen wir den Absatz und besonders unsere Markenwahrnehmung weiter ausbauen.

In welchen Branchen werden Sie mit Ihrem Produktportfolio speziell im Jahr 2023 besonders aktiv agieren?

Die zivile Luftfahrt scheint langsam wieder an Fahrt zu gewinnen. Für uns eine Schlüsselindustrie in Europa, welche wir nun wieder mit spannenden Projekten begleiten dürfen. Das Investitionsvolumen zeugt von einem Comeback im Luftfahrtbereich. Für uns ist erfreulich, dass die schwer zerspanbaren Werkstoffe und die hohen Erwartungen an die Prozesssicherheit perfekt zu den Produkten der Rego-​Fix passen.

Herr Forrer, vielen Dank für diese Informationen. Das Interview führte unser Redaktor Konrad Mücke. SMM

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