Zerspanung

Urma AG: Werterhaltung und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

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Effizienter Prozess

Die «Zelle» von Haas-Hochgeschwindigkeitsmaschinen kann mit Fug und Recht als Herzstück des Produktionssaals gelten – ein integrierter, fein abgestimmter Fertigungsprozess, auf den Kille besonders stolz ist. «In dieser Zelle führen wir 19 Arbeitsschritte an 4 Werkstücken aus», erläutert er. «Da die Konfiguration unverändert bleibt, ist der Prozess hocheffizient.»

Und weiter: «Zulieferung und Produktion sind perfekt synchronisiert. In der Zelle produzieren wir täglich 5 Lose. Die Rohlinge werden dienstags und donnerstags angeliefert. Jeden Morgen holt der Lohnbeschichter die Produktion des Vortags ab und bringt sie einen Tag später fertig beschichtet zurück. Diese Arbeitsweise hält die Gemeinkosten niedrig.»

Standortunabhängige und wirtschaftliche CNC-Bearbeitung

Kille glaubt an die Möglichkeit einer wirtschaftlichen CNC-Bearbeitung unabhängig vom Wirtschaftsstandort und insbesondere den Arbeitskosten: «Zugegeben, einige Produkte, zum Beispiel Leiterplatten, kann man in den USA einfach nicht mehr produzieren. Bei der CNC-Bearbeitung aber halte ich den Standort für unerheblich. Die Kunst ist, den Arbeitsaufwand gering zu halten.

Natürlich rechnet es sich nicht, siebenstellige Beträge für Automatisierung auszugeben, aber mit einem guten Maschinenpark und einer schlanken Produktion kann man weit kommen. Wer wollte da noch seine Maschinen nach Indien oder China stellen. Zu den Produktionskosten, die insgesamt vergleichbar sein mögen, kämen ja noch die Transportkosten. Ausserdem: In der Automobilindustrie ist Geschwindigkeit das A und O. Was tun, wenn sich Ausfuhr und Transport verzögern. Teile, die wir heute produzieren, werden in 2 Wochen versandt und montiert.»

Umwelttechnologie als Zukunftschance

Und wieder zeichnet sich eine grosse Zukunftschance für DesignWerkes ab: Umwelttechnologie. Das Endprodukt mag zwar neu sein, doch die grundlegenden Herausforderungen bleiben dieselben. Kille: «Nehmen wir ein Beispiel aus unserer aktuellen Produktion: einen Energiewandler für einen Stadtbus mit Hybridantrieb. Ursprünglich wurde ich als Berater hinzugezogen, weil bei der Konstruktion etwas nicht stimmte. Meine Analyse ergab dann in der Tat drei grössere Schwachstellen, die der Kunde glücklicherweise bereits selbst erkannt hatte. Obendrein zeigte ich drei Probleme auf, die dem Kunden noch neu waren, und legte dar, warum sie zu Komplikationen führen würden. Einige Wochen lang hörte ich nichts, aber dann kam ein Anruf, und der Kunde fragte, ob ich die Baugruppe nicht von Grund auf neu konstruieren wollte. Der Prototyp war in den Tests klar besser. Alle Probleme waren gelöst – und das neue Produkt war um so viel kostengünstiger, dass die Neukonstruktion allein durch die Einsparungen finanziert werden konnte.» Dieser Auftrag war es, der DesignWerkes zur Einrichtung der Haas-Super-Speed-Fertigungszelle bewog.

Vergrösserung des Maschinenparks

Kille weiter: «Zu unseren Produktionszahlen sei nur gesagt, dass wir allein für diesen Kunden letztes Jahr Hunderte von Baugruppen gefertigt haben. Für das laufende Jahr war eigentlich eine Verdopplung vorgesehen, aus der nun aber fast eine Verdreifachung geworden ist. Die Verhandlungen für 2012 haben mich zur Anschaffung zwei weiterer Haas-VF-2SS-Maschinen bewogen. Bis zum Jahresende sollen dann noch jeweils eine VF-6 und eine VF-3SS hinzukommen. Unser Maschinenpark wächst damit auf die stolze Zahl von 14 an.» <<

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