Zerspanung Urma AG: Werterhaltung und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Redakteur: Matthias Vogel

>> Als ehemaliger Verantwortlicher für grössere CNC-Anlagen fehlte es Kille, CEO der Firma DesignWerkes aus Neuengland, keineswegs an praktischer Erfahrung in der Metallbearbeitung. «Als erst einmal die Entscheidung gefallen war, machten wir uns auf die Suche nach Maschinen. Schnell wurde deutlich, dass Haas bei Weitem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Da wir uns auch Gebrauchtmodelle ansahen, erkannten wir zudem, dass der Wert der Maschinen über Jahre erhalten bleibt.»

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Und weiter: «Zulieferung und Produktion sind perfekt synchronisiert. In der Zelle produzieren wir täglich 5 Lose.» (Bild: Haas Automation)
Und weiter: «Zulieferung und Produktion sind perfekt synchronisiert. In der Zelle produzieren wir täglich 5 Lose.» (Bild: Haas Automation)

Auf den ersten Blick möchte man meinen, DesignWerkes sei ein ganz gewöhnlicher Lohnfertigungsbetrieb mit Haas-CNC-Maschinen. Und doch gibt es einen Unterschied: 95 Prozent der Erzeugnisse, die das Werk verlassen, hat das Unternehmen selbst konstruiert.

Kein typischer Lohnfertiger

«Also, wir sind ganz sicher kein typischer Lohnfertiger», betont Gründer und Eigentümer Steve Kille. «Vor dem Kauf der ersten Haas VF-3 im Jahr 2002 hatte ich rein gar nichts gefertigt. Ich entwarf mechanische Produkte auf Papier.» Genauer gesagt, Kille konstruierte elektromechanische Kfz-Baugruppen, wie zum Beispiel Schaltsysteme – Produkte, die gewöhnlich auf Herz und Nieren geprüft werden, da Rückrufaktionen wegen vorzeitiger Ausfälle die Automobilhersteller teuer zu stehen kämen.

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«Nicht selten musste ich als Konstrukteur Lohnbetriebe zur Fertigung der Prüfstände anleiten», so Kille. «Eines Tages kam mir eine Idee: Da ich nun einmal Spezialist für mechanische Konstruktion war, wäre es nicht sinnvoller, die Entwürfe auch gleich selbst umzusetzen?» Über die Konstruktion des eigentlichen Produkts hinaus, so erkannte er, konnte er einen beachtlichen Mehrwert bieten, indem er auch die Prüfstände konstruierte und fertigte und schliesslich geprüfte Endprodukte auslieferte.

Wert der Maschinen bleibt über Jahre erhalten

Als ehemaliger Verantwortlicher für grössere CNC-Anlagen fehlte es Kille keineswegs an praktischer Erfahrung in der Metallbearbeitung. «Als erst einmal die Entscheidung gefallen war, machten wir uns auf die Suche nach Maschinen. Schnell wurde deutlich, dass Haas bei Weitem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot. Da wir uns auch Gebrauchtmodelle ansahen, erkannten wir zudem, dass der Wert der Maschinen über Jahre erhalten bleibt. Eines Abends nach der Arbeit fuhren wir mit dem ganzen Team in das Haas Factory Outlet in New Hampshire und liessen uns verschiedene Modelle vorführen. Die Wahl fiel auf das VF-3.»

90 Prozent Aluminium- zerspanung

Rund ein Jahr später kamen ein VF-2 und ein Drehzentrum des Modells SL-10 hinzu. Doch damit nicht genug: «Vor dem Konjunktureinbruch kauften wir noch ein zweites VF-3, und als die Erholung einsetzte, ging es mit einem SL-20, einem VF-5 und einem dritten VF-3 weiter. Vor 2 Jahren folgten dann ein VF-6 und ein VF-5SS, denen wir schliesslich im Dezember ein weiteres VF-5SS hinzufügten.» Den Kauf der beiden Super-Speed-Maschinen sieht Kille als Wendepunkt: «Ab sofort werden wir wohl der SS-Reihe treu bleiben. Den Produktivitätszuwachs gegenüber den Standardmodellen würde ich auf 20 Prozent schätzen. Hinzu kommt, dass wir zu rund 90 Prozent Aluminium zerspanen. Das macht die Spindeldrehzahl von 1200 1/min besonders wichtig.»

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