«hyperMILL» 2013

Vollständige Synergie zwischen CAM und CAD

| Redakteur: Luca Meister

Neuer Zyklus «Rippenfräsen» für das Programmieren negativer Rippenformen.
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Neuer Zyklus «Rippenfräsen» für das Programmieren negativer Rippenformen. (Bild: Open Mind)

>> Die neue Version «hyperMILL» 2013 des CAD/CAM-Entwicklers Open Mind Technologies AG bietet viele erweiterte und optimierte Funktionen sowie ein verbessertes Handling. Der grösste Schritt in die Zukunft ist der neue CAD-Kern «hyperCAD-S», der optimal zu der CAM-Lösung passt.

Die aktuelle Version enthält neue Systemteile und signifikante Verbesserungen, die den Anwendern weitere Möglichkeiten bietet, sichere NC-Programme zu erstellen und noch effektiver zu fertigen.

«hyperCAD-S»: CAD für CAM-Anwender

«hyperCAD-S» wurde in Architektur, Kern, Grafik, Datenbasis, Benutzeroberfläche und API von Grund auf neu entwickelt und gestaltet. Die CAD-Lösung ist speziell an die Aufgaben im CAM-Bereich und die Anforderungen von NC-Programmierern angepasst, perfekt für die Arbeit mit importierten Daten. Der Anwender hat den Vorteil, dass er jederzeit alle Geometrieelemente leicht verändern kann.

Kurven und Freiformflächen werden über Bezier- und Nurbs-Geometrien repräsentiert. Neben bekannten Basiselementen für die Konstruktion wurde der Kern um Elemente erweitert, die gerade dem CAM-Programmierer helfen: Werkzeugwege, Polygon-Netze, Punktewolken und auch ein Rechteckelement wurden im Kern von hyperCAD-S angelegt.

Rippenformen komfortabel und schnell programmieren

Gemeinsam mit einem grossen deutschen Automobilhersteller hat Open Mind den neuen Zyklus «Rippenfräsen» entwickelt. Das wird besonders die Werkzeugmacher freuen, die für Rippen tiefe und schmale Kavitäten in ihre Formen fräsen müssen. Der Zyklus erkennt zu fräsende Nuten automatisch. Steile Bereiche und Böden werden getrennt bearbeitet. Die Taschenbearbeitung und die Kollisionsvermeidung (Schaft und Werkzeug gegen Rohteil, Begrenzungskurve und Modell) sind im Zyklus integriert.

Je nach geometrisch vorliegender Situation wird vom System eine passende Schruppstrategie ausgewählt. Zusammenhängende Bereiche werden vollständig bearbeitet. Und auch das ist noch wichtig; der Zyklus unterstützt konische und konisch verstärkte Werkzeuge. Anwender profitieren in hohem Mass: Negative Rippenformen sind jetzt komfortabel und schnell zu programmieren. Gleichzeitig erhöht sich die Qualität und das bei kürzerer Bearbeitungszeit.

Strategien für Bearbeitung mit Keramikplatten

Ein weiteres Highlight ist das «Form-Offset-Schlichten», insbesondere im Zusammenhang mit Tonnen- und Tropfenfräsern. Die Strategie nutzt die schlanke Form des Fräsers in Verbindung mit dem angeschliffenen grossen Radius (Kreisausschnitt). Dieser Radius des Fräsers erlaubt eine Fünf-Achs-Wälzbearbeitung mit grossen Bahnabständen bei Freiformflächen. «Ich verwende diese Werkzeuge sehr gerne, da sie für eine sehr kurze Bearbeitungszeit und eine hohe Oberflächengüte sorgen», sagt Konstantin Gambs, bei Open Mind im Global Engineering Service tätig.

Neu in der Version 2013 sind Strategien für die Bearbeitung mit Keramikplatten beim Fräsdrehen. Dazu gehört die «Variable Zustellung»: Starte klein und werde immer grösser oder starte gross und werde immer kleiner. Damit wechselt der Eingriffspunkt der Schneidplatte und es findet eine gleichmässigere Abnutzung der Schneide statt.

Maschinen und Werkzeuge schonen

Werkzeugmaschinen werden immer dynamischer. Neben starken Beschleunigungen macht der daraus resultierende «Ruck» den Strukturen und eben auch den Werkzeugen zu schaffen. Dem wird mit verbesserten Strategien und weicheren, maschinenschonenderen Bewegungen entgegengewirkt. Dazu gehört die «Erweiterte Konturkompensation». Damit werden Werkzeugbahnen auf Bereiche mit abrupten Richtungsänderungen analysiert. Bei kritischen Konturänderungen wird im Rahmen der Konturkompensation ein kleiner Übergangsradius eingefügt. Auch die Verbindungswege beim Bohren werden optimiert, sodass nun mit konstanteren weicheren Eilgangbewegungen gefahren wird.

Beim Schruppen und der Bodenbearbeitung von Impellern und Blisks (Spezialapplikation von hyperMILL) wurden sanftere Verbindungen zwischen den einzelnen Werkzeugbewegungen geschaffen. Das trifft auch zu für die «Tangentiale Verlängerung». Diese Funktion verbessert die sanften Verbindungen an Eintritts- und Austrittskanten von Impellern und Blisks. Das Werkzeug kann direkt tangential aus der Tasche herausfahren und die Bahnabstände werden näher an der Austrittskante berechnet.

Verbesserte interne Maschinensimulation

Die interne Maschinensimulation des CAM-Systems erhielt mit der Version 2013 ebenfalls einige Verbesserungen:

  • Verbesserte Performance in der 3D-Abtrags- und der Vier-Achs-Kollisionskontrolle. Die Simulation wird dadurch übersichtlicher und die Analyse erleichtert
  • Messen in der Abtragssimulation; hierdurch wird die Analyse verbessert
  • «Rotierende Spannmittel» sorgen dafür, dass immer die äusserste Störkontur (z.B. die über das Spannfutter hinausragende Backe) in die Kollisionskontrolle mit einbezogen wird.

Weitere Verbesserungen sind in einer Broschüre zusammengefasst, die sich auf der Homepage von Open Mind herunterladen lässt. <<

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