Antriebstechnik Von Forschungsresultaten zum industriellen Produkt

Autor / Redakteur: Dr. Christof Zwyssig, Geschäftsführer Celeroton AG / Hermann Jörg

>> Hohe Drehzahlen von 200 000 U/min bis zum Weltrekord von 1 MillionU/min erlauben, in diversen Anwendungen wie Turbokompressoren, Medizinalbohrern, optischen Systemen und Materialbearbeitungsspindeln, Baugrösse, Gewicht und Verluste einzusparen. In 2006 berichtete der SMM erstmals über das damals junge Forschungsprojekt am Power Electronic Systems Laboratory der ETH Zürich. Mittlerweile ist daraus die Spin-off-Firma Celeroton entstanden, welche die Technologie in industrielle Produkte umsetzt.

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Dr. Christof Zwyssig, Geschäftsführer Celeroton AG
Dr. Christof Zwyssig, Geschäftsführer Celeroton AG
(Bild: Celeroton)

Früher war das Erreichen hoher Drehzahlen stark limitiert. Höchste Drehzahlen wurden nur aus Labors von Universitäten gemeldet, so zum Beispiel die schnell rotierende Kugel von Jesse Beams. In 2006 wurden im damals zwei Jahre dauernden Forschungsprojekt der ETH Zürich die ersten Resultate erzielt: Ein hochdrehendes elektrisches Antriebssystem, bestehend aus Motor und Umrichter mit einer halben Million Umdrehungen pro Minute (U/min), das ausgelegt war, um Anwendungen wie Kompressoren oder Bohrer anzutreiben. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. So wurde im Forschungsprojekt der eigene Weltrekord im Jahr 2008 gleich auf eine Million U/min verdoppelt. Zudem wurde im August des gleichen Jahres die Spin-off-Firma Celeroton gegründet, die direkteste Art, Forschungsresultate in die Industrie umzusetzen. Bereits im ersten Jahr nach der Gründung wurde der Umrichter CC-75-500 lanciert und Motoren von Celeroton in Kompressoren und Medizinalgeräten bei Kunden getestet. Mittlerweile wurde das Produktportfolio um zwei Standardmotoren, zwei weitere Umrichter und zwei hochkompakte, hochdrehende Turbokompressoren erweitert.

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