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Ein Standardbeispiel sind Apps, die einen Webservice ansprechen, mit denen etwa Datenbankabfragen oder Bestellungen durchgeführt werden sollen. Als Alternative zu den reinen Web-Apps setzen sich zunehmend hybride Apps durch, die die Vorteile beider Welten miteinander verbinden. Sie werden wie eine Web-App mit gängigen Web-Techniken wie HTML5 und CSS3 entwickelt und erhalten erst in der Phase des Deployments die native „Hülle“ des jeweiligen Betriebssystems und erlangen so den vollen Funktionsumfang in der Apple-, Android- oder Blackberry-Ausprägung. Dieser Single-Code-Base-Ansatz ermöglicht eine äußerst effiziente Entwicklung.
Entwicklungsaufwand nicht unterschätzen
Die meisten Apps können in wenigen Sekunden – oft kostenlos – heruntergeladen werden und sind dann sofort nutzbar. Dadurch entsteht zwangsläufig der Eindruck, es handle sich bei Apps um kleine, schlanke und simple Anwendungen. Entsprechend schätzt man auch den Entwicklungsaufwand und die Kosten als gering ein. In der Realität unterscheidet sich eine App-Entwicklung allerdings nicht grundlegend von einer anderen Anwendungsentwicklung. Man benötigt in gleichem Maße Infrastrukturkomponenten, Hardware, Software, Entwicklungs- und Testumgebung und qualifizierte Entwickler. Die Tatsache, dass es sich um eine andere Oberfläche handelt, ändert nichts an der Aufwands- und Kostenkalkulation. Die Kosten für die Entwicklung einer App und die für eine Rich-Client-Anwendung für den Desktop bewegen sich definitiv in ähnlichen Dimensionen.
Teuer: CRM-App für ein Maschinenbauunternehmen
Wie teuer die Entwicklung einer App tatsächlich ist, hängt von Faktoren ab wie Technologie, gewünschte Funktionalität, Umfang und Komplexität der Programmierung oder benötigte Schnittstellen. Am unteren Ende der Kostenskala liegen einfache Web-Apps, etwa zur Standortbestimmung, die ab rund 4000 Euro zu haben sind. Am anderen Ende finden sich komplexe Apps, etwa eine CRM-App für den Vertrieb in einem Maschinenbauunternehmen.
Die Kosten dafür liegen im mittleren fünfstelligen Bereich. Unternehmen sollten auf jeden Fall auch über hybride Apps nachdenken, falls die grundsätzliche App-Konzeption diese Lösung zulässt. Denn Cross-Development-Ansätze können durch hohe Effizienz bei der Entwicklung durchaus dazu beitragen, die Kosten zu senken. Darüber hinaus ist zu beachten, dass neben den Kosten der Entwicklung auch Aufwände für Updates, Pflege, Weiterentwicklung und Qualitätssicherung entstehen.
Auch für Apps gibt es Haftungsrisiken
Apps im Industriesektor bilden vielfach unternehmensrelevante und -kritische Informationen und Prozesse ab und verarbeiten vertrauliche, personenbezogene Daten. Deswegen ist es heute unabdingbar, dass die Softwareentwicklung, die mit der App-Bereitstellung verbunden ist, zu den etablierten, durch Richtlinien definierten Prozessen und Verfahren im Unternehmen kompatibel ist. Denn Compliance hat nicht nur einen gesetzgeberischen Hintergrund mit entsprechenden Haftungsrisiken, die natürlich auch für Apps gelten,
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