Nachgehakt WAS IST EIGENTLICH MIT … dem vom Fraunhofer-Institut IPA entwickelten 3D-Fiberpinter?

Redakteur: Peter Königsreuther

Der 3D-Fiberprinter soll es ermöglichen, auch Endlosfasern bei der additiven Fertigung von Bauteilen gezielt zu verarbeiten. Wir sprachen mit Andreas Fischer, Mitglied des Entwicklungsteams.

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Per 3D-Fiberprinter hergestellte Probe mit eingearbeiteten Endlosfasern aus Glas.
Per 3D-Fiberprinter hergestellte Probe mit eingearbeiteten Endlosfasern aus Glas.
(Bild: Fraunhofer-IPA)

Der 3D-Fiberprinter soll Teil einer FLM Fabrik werden. Wie sieht das aus?

Der 3D-Fiberprinter ist ein roboterbasiertes Fused Layer Modeling (FLM) System und kann als ein generatives Extrusionssystem beschrieben werden, das durch spezielle Düsen und Zuführungssysteme auch Endlosfaser verarbeiten kann. Nun soll eine generative „Smart Factory“ aufgebaut werden, die auf diesem sehr variablen System basiert. Ausser klassische Dienstleistung im Bereich der generativen Fertigung zu offerieren, werden dabei auch die Systeme stetig nach industriellen Anforderungen optimiert.

Welche technischen Hürden sind noch zu überwinden?

Dabei muss zwischen reinem Thermoplast-FLM und FLM mit Endlosfaserintegration unterschieden werden. Ausser einer benutzerfreundlichen Software ist das Thema Produktivität noch ein wichtiger Optimierungspunkt. Speziell bei der Endlosfaserintegration ist die Erhöhung des Faseranteils ein wichtiges Thema, das von der Industrie gefordert wird.

Gibt es bereits Interessenten und soll der Drucker auch verkauft werden?

Es gibt Anfragen aus Schlüsselbranchen, wobei der Anteil reiner Thermoplastbauteile noch höher ist. Auch besteht der Wunsch nach Integration von 3D-Druckern in die Fertigung, um spezifische Produkte wieder in Deutschland herzustellen. Themen wie Individualisierung und Produktion „on demand“ sind dabei die Treiber. Nach einer Dienstleistungs- und Adaptierungsphase soll der Drucker in marktgerechten Konfigurationen auch vertrieben werden.

MM

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