Purchasing Managers' Index Weniger Zuversicht im Industriesektor
Die Schweizer Industrie reagiert auf die Achterbahnfahrt der Eurokrise mit Zurückhaltung. Der procure.ch Purchasing Managers’ Index (PMI) kletterte im Juni zwar um 2.7 Punkte nach oben, notierte mit 48.1 Zählern aber erneut unterhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Anbieter zum Thema

Für Lichtblicke sorgte die gesteigerte Produktion; die Subkomponente “Produktion” erreichte mit 51.1 Punkten die Wachstumszone. Doch diese Produktionssteigerung erfolgte, obwohl der Auftragsbestand seit drei Monaten deutlich rückläufig ist (Subkomponente “Auftragsbestand” im Juni 45.4 Zähler). Zudem kauften die Unternehmen erneut weniger ein und bauten die Bestände an Vorprodukten weiter ab.
Äusserst vorsichtige Personalpolitik
Auch blieb der Lagerbestand an Fertigprodukten annähernd unverändert (“Lager Verkauf” 50.5 Punkte), was nicht für eine starke Nachfrage spricht. Angesichts der schwierigen Ausgangslage sind die Unternehmen in ihrer Personalpolitik äusserst vorsichtig. Seit mittlerweile neun Monaten wird der Personalbestand und damit die Kapazitäten langsam abgebaut. Dies mag auch der Grund für die im Juni leicht längeren Lieferfristen gewesen sein (Subkomponente “Lieferfristen” 53.1 Zähler). Erst ein Befreiungsschlag in der Eurokrise könnte den schleichenden Negativtrend stoppen.
Produktion
Die Produktion konnte im Juni wieder gesteigert werden; die Subkomponente “Produktion” erreichte dank einem Anstieg um 2.2 Punkte die Wachstumszone und schloss auf 51.1 Zählern. Die Produktionssteigerung erfolgte, obwohl der Auftragsbestand seit drei Monaten deutlich rückläufig ist.
(ID:34440410)
