Fertigung von Mehrspindelköpfen

Wenn sich Produktivität mit Hochpräzision ergänzt

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Höchste Präzision gefordert

Nun war man in Hövelhof vor der Investition nicht unbedingt auf ein 5-Achs-Bearbeitungszentrum fixiert. Vielmehr wurde in Betracht gezogen, in der Produktivität Kompromisse einzugehen und eventuell auf vier Achsen zu setzen, falls diese präziser sein sollten. Denn ob Mehrspindel- oder Vorsatzköpfe, ob Lagerplatten oder Bohrköpfe, die Fertigung erfordert neben dem Fertigungs-Know-how in Hövelhof höchste Präzision. Das gilt vor allem bei Durchmessern und Stichmassen. Diese Alternative war allerdings auf Grund der Heller-Qualitäten wie Stabilität, Leistung und Präzision nicht notwendig. Während man sich auf dem Lehrenbohrwerk bei Elha heute innerhalb von 5 µm bewegt, waren das auf der MCH 350-C zunächst allerdings «nur» 15 µm. Mittlerweile ist man aber bei vergleichbaren Werten. Das liegt zum einen am optionalen Genauigkeitspaket, welches auf Grund der Anforderungen von Heller individuell festgelegt wurde. Zum anderen daran, dass man mit dem Bearbeitungszentrum nun besser vertraut ist und entsprechende Massnahmen ergreifen kann.

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Für Harry Barke ist dieser Reifeprozess nichts Ungewöhnliches: «Eine Maschine und die damit notwendigen Feinheiten lernt man erst über Jahre hinweg wirklich kennen. Die grösste Ungenauigkeit an einem Bearbeitungszentrum beispielsweise ist doch, wenn man auf Umschlag arbeitet. Diese Feinheiten kennen wir jetzt. So sind wir nun in der Lage, 3-achsig in einer Richtung zu bearbeiten und dabei Toleranzen von 5 µm einzuhalten, ohne dabei die B-Achse zu schwenken. Das resultiert aus der Stabilität der Maschine, aber auch aus den ausgewählten Optionspaketen.»

Die Entwicklung intensiv und zielgerichtet forciert

Konkret handelt es sich beim Genauigkeitspaket und der Volumenkompensation um Optionen, die bei der Investition zwar noch nicht wirklich existent waren, deren Entwicklung Heller zu dem Zeitpunkt aber nochmals forciert hat. Die Zusammenarbeit mit Heller, so Hans-Georg Liemke, war aber ohnehin intensiv und zielgerichtet: «Obwohl wir über die Automobilindustrie seit Jahren Kontakte zu Heller haben, hat sich Heller bei diesem Projekt enorm engagiert. So hat man beispielsweise über ein völlig neues Modul konkret die Volumenkompensation installiert. So kann man auch im laufenden Prozess je nach Einstellung Korrekturen vornehmen und an jeder Achse ein Höchstmass an Präzision realisieren. Dieses Engagement war es dann sicher auch, das uns heute in unserer Entscheidung bestätigt.» <<

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