Schaeffler/EMO Milano

Wenn Werkzeugmaschinen miteinander kommunizieren

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Neben der Messung der aktuellen Energieverbräuche, die dem jeweiligen Bearbeitungsschritt zugewiesen werden können, ist es möglich, durch Prozesssimulation die zukünftig erforderliche Energie zu bestimmen. In Kombination mit den Erfahrungswerten kann eine genauere Prognose für den Energieverbrauch erstellt werden, was sowohl dem bedarfsgerechten Energieeinkauf wie auch der Fertigungsplanung im Sinne der Minimierung von Energiespitzen pro Werk dient. Bei einer unternehmensweiten Installation ist eine Bewertung der Energieeffizienz einzelner Maschinen wie auch von Fertigungslinien und Segmenten möglich.

Aktuellen Maschinenzustand überwachen und Prognosen stellen

Der Maschinenzustand wird über die klassischen Überwachungsverfahren mithilfe von Schwingungsüberwachung erfasst. Zusätzlich werden die Schmierzustände in verschiedenen Lagern gemessen und ausgewertet. Durch eine bedarfsgerechte Schmierung ist neben dem schonenden Umgang mit Ressourcen die Funktionsfähigkeit ohne Einfluss auf die Maschinenperformance gewährleistet. Desweiteren kann perspektivisch auch eine Prognose über die Veränderung des Lagerzustands abgegeben werden.

Die Instandhaltung dient dazu, den Produktionsprozess stabil zu halten. Ungeplante Ausfälle beeinträchtigen nicht nur die Produktivität, sondern machen den Prozess auch insgesamt schwer steuerbar. Um diese Risiken zu minimieren, ist es im Sinne der bedarfsorientierten Instandsetzung erforderlich, den aktuellen wie auch prognostizierten Maschinenzustand zu kennen. Dieser wird zum grossen Teil durch den Lagerzustand geprägt, der über den Schmierzustand überwacht wird. So kann eine Veränderung früher erkannt werden als dies allein über die Bewertung von Schwingungssignalen möglich ist.

Web-Service berechnet nominelle Restgebrauchsdauer der Lagerstellen berechnet

Durch eine Klassierung der Bearbeitungsprozesse werden Lastkollektive der Maschine transparent gemacht. Zum Beispiel kann momentan exemplarisch über das Schaeffler-Lagerberechnungsprogramm Bearinx per Web-Service eine nominelle Restgebrauchsdauer der Lagerstellen online berechnet werden. Ziel ist es, auf Basis der Simulation der geplanten Bearbeitungsaufträge und der sich daraus absehbaren Gebrauchsdauern der einzelnen Komponenten die Fertigung so zu steuern, dass erforderliche Instandhaltungsmassnahmen vorausschauend geplant werden können, um die Maschinenverfügbarkeit möglichst hoch zu halten.

Mit der Werkzeugmaschine 4.0 beschreitet Schaeffler einen durchgängigen Weg in Richtung einer digitalisierten Produktion. Diese Aktivitäten im Rahmen der Digitalisierung für Werkzeugmaschinen versteht das Unternehmen als Angebot an die gesamte Branche, die Chancen und Herausforderungen in enger Entwicklungspartnerschaft zwischen Hersteller, Zulieferer und Anwender konkret umzusetzen.

Schaeffler auf der EMO Milano 2015: Halle 03, Stand H08 L07

* Dr.-Ing. Jörg-Oliver Hestermann ist tätig in der strategischen Anwendungstechnik im Geschäftsbereich Produktionsmaschinen bei der Schaeffler Technologies AG & Co. KG in 91074 Herzogenaurach

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