Schaeffler/EMO Milano

Wenn Werkzeugmaschinen miteinander kommunizieren

| Autor / Redakteur: Jörg-Oliver Hestermann / Stefanie Michel

Mit der Maschine 4.0 beschreitet Schaeffler einen durchgängigen Weg in Richtung einer digitalisierten Produktion. Die erhobenen Daten werden sowohl lokal als auch in einer Schaeffler-Cloud ausgewertet, um die Ergebnisse wieder zurück an die verschiedensten Stellen vor Ort zu leiten.
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Mit der Maschine 4.0 beschreitet Schaeffler einen durchgängigen Weg in Richtung einer digitalisierten Produktion. Die erhobenen Daten werden sowohl lokal als auch in einer Schaeffler-Cloud ausgewertet, um die Ergebnisse wieder zurück an die verschiedensten Stellen vor Ort zu leiten. (Bild: Schaeffler)

Zwei Prototypen eines Bearbeitungszentrums zeigen auf der EMO den Weg hin zu Industrie 4.0: Die vernetzten Werkzeugmaschinen sind mit Sensoren ausgestattet, die zunächst die Daten liefern. Doch erst die intelligente Auswertung in Korrelation mit anderen Daten bietet eine neue Aussagequalität über den Maschinenzustand.

Um die Effizienz von Produktionsmaschinen zu steigern, liegt es auf der Hand, die Digitalisierung der Wertschöpfungskette für vielversprechende Lösungsansätze zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen die Datenbereitstellung und entsprechende Auswerteverfahren, die den Maschinenzustand sicherer machen und die Werkstückeigenschaften genauer bestimmen können. Das soll einen Mehrwert für den Maschinenbetreiber schaffen, wie beispielsweise eine höhere Maschinenverfügbarkeit, eine bessere Maschinenauslastung, eine Produktions- und Prozessoptimierung oder die Möglichkeit, die Qualität des Werkstückes während oder direkt nach der Produktion zu beurteilen.

Fräs-Dreh-Bearbeitungszentrum als „4.0-fähiger“ Prototyp

Schaeffler, selbst ein grosser Anwender von Werkzeugmaschinen, will zum einen diese Vorteile für die eigene Fertigung nutzen, zum anderen als Entwicklungspartner der Maschinenhersteller seinen Kunden diese Möglichkeiten anbieten. Deshalb stellen nun Schaeffler und Deckel Maho Pfronten mit weiteren Partnern ein Maschinenkonzept „Werkzeugmaschine 4.0“ vor, das vom Sensor bis in die Cloud bestehende Technik mit neuen digitalisierten Komponenten vernetzt. Dies wird einen konkreten Schritt in Richtung digitalisierte Produktion darstellen.

Im Rahmen einer Neubeschaffung wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das die Anforderungen an eine „Industrie-4.0-fähige“ Maschine in der Maschinenbasis eines Fräs-Dreh-Bearbeitungszentrums DMC 80 FD Duoblock der 4. Generation umsetzt. Einer der beiden Prototypen kommt in der Serienproduktion des Schaeffler-Werks Höchstadt im Segment Genauigkeitslager zum Einsatz, der zweite wird bei DMG Mori auf der EMO 2015 zu sehen sein.

Alle für Bearbeitungsprozess relevanten Lagerstellen liefern Zustandsdaten

Um diese „4.0-Fähigkeit“ zu realisieren und davon zu profitieren, sind zunächst Datenquellen nötig, die Informationen über den aktuellen Zustand geben und Rückschlüsse auf das zukünftige Verhalten der Komponente erlauben. Dazu werden in allen für den Bearbeitungsprozess relevanten Lagerstellen Sensoren integriert, die Daten über ihren aktuellen Zustand aufnehmen. Denn gerade in Werkzeugmaschinen sind die Lagerungen die entscheidenden Komponenten für die Maschinenperformance, da sie nicht nur für die Funktionsfähigkeit der Maschine, sondern auch für die Qualität des Werkstücks massgeblich sind.

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