Fertigungs-Strategien für die erfolgreiche Hartbearbeitung

Werkzeugbau: automatisiert in die Zukunft

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Fräser für die Hartbearbeitung

Beide Fräserserien überzeugen durch ihre hohe Formgenauigkeit, eine optimierte Geometrie, neuste Beschichtungstechnologie. Sie sind damit prädestiniert für die hohen Anforderungen der Hartbearbeitung. Durch die vier Schneiden der 597T-Torusfräser – erhältlich im Durchmesser 0,8 bis 12 mm – wird ein besonders hohes Abtragsvolumen erreicht bei einem deutlichen Standzeit-Plus in Materialien über 50 HRC. Die Peacock-Kugelfräser – Durchmesser 0,2 bis 12 mm lieferbar – besitzen eine optimierte Stirngeometrie, die es ermöglicht, die Späne schneller aus der Gefahrenzone zu entsorgen – eine lebenserhaltende Massnahme bei der Hartbearbeitung.

GF Machining Solutions gehört zu den weltweit führenden Maschinenherstellern für den Formen- und Werkzeugbau sowie für die Fertigung von Präzisionsteilen. Hochwertige Maschinen zum Senkerodieren, Drahtschneiden, Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsfräsen gehören genauso zum Portfolio wie Spann- und Palettiersysteme, 3D-Lasermaschinen für Oberflächenstrukturierung und komplette Automationslösungen.

«Unsere Serie Mikron HSM, von der wir sowohl unser 5-Achs- als auch unser 3-Achs-Bearbeitungszentrum in die Linearzelle integriert haben, eignet sich hervorragend für den Werkzeug- und Formenbau sowie für die Mittel- und Kleinserienproduktion hochwertiger Bauteile. Die Maschinen bringen die nötige Flexibilität mit, um sowohl Graphit als auch gehärteten Stahl mit höchster Präzision und besten Oberflächengüten zu bearbeiten», so Johann Neustätter, Anwendungstechnik Fräsen und Automationslösungen bei der GF Machining Solutions GmbH aus Schorndorf.

CAM-Programmierung ist matchentscheidend

Ein reibungsloser Ablauf der Prozesse – nicht zuletzt bei der Hartbearbeitung – ist stark von der CAM-Programmierung abhängig. Die richtige Software ist dabei ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Zerspanung. Damit kam den VISI-Experten von Men at Work schon bei der gemeinsamen Konstruktion der Bauteile und der NC-Programmierung eine entscheidende Rolle zu. «VISI bietet mit einer einzigartigen Kombination von Anwendungsmöglichkeiten eine Komplettlösung für den Werkzeug- und Formenbau – von der Konstruktion komplexer Bauteile bis zur Programmierung umfangreicher Bearbeitungsstrategien, inklusive HSC-Optionen. Anwendungen für Draht- und Senkerodieren komplettieren die CAM-Funktionalität. Optimale Voraussetzungen für Klumpp», so Johannes Ott, Leiter NC Technik bei Men at Work.

Workshop-Ergebnis: Prozesssicherheit erhöht

Andreas Fauser: «Unser Team für den Workshop war gut gewählt, um die automatisierte Hartbearbeitung auf den richtigen Weg zu bringen. Wir konnten unsere Prozesse entscheidend verbessern, unsere Horizonte über die bewährten Abläufe hinaus erweitern und damit auch die Prozesssicherheit bei der Hartbearbeitung signifikant erhöhen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.»

Oberfläche: Fräsen besser als Erodieren

Beim Vergleich der gefrästen und erodierten Bauteile mit Blick auf Prozess, Oberflächengüte, Masshaltigkeit, Laufzeiten, Einsatzzeiten und Prozesssicherheit zeigten sich enorme Einsparpotenziale: Beim nachfolgenden Hochglanz-Polieren zeigte sich zudem ein weiterer Vorteil der Komplettbearbeitung mittels HSC-Fräsen. Die Qualität der gefrästen Oberfläche ist so gut, dass bei der Nachbearbeitung gegenüber einer erodierten Oberfläche enorme Einsparungen möglich sind.

Damit kann Klumpp künftig nicht nur auf eine ausgezeichnete vollautomatische Fertigung kleiner und tiefer Geometrien mittels Graphitelektroden zurückgreifen, sondern dank der neu abgestimmten Prozesse auch das volle Potenzial der Hartbearbeitung in die Waagschale werfen. Ein hervorragender Ausgangspunkt für eine wirtschaftliche Produktion der hochwertigen Spritzgussartikel. -böh- SMM

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