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Entscheidende Anforderungen
Bohrlöcher, einschliesslich Bohrungsverschneidungen, erfordern bei vielen High-Performance-Anwendungen noch weitere Verbesserungen der Oberfläche, in der Regel durch Polieren, um die geforderten Toleranzen zu erreichen. Jede Oberflächenbeeinträchtigung wie zum Beispiel Mikrorisse an den Oberflächen, die durch konventionelle oder nichtkonventionelle Bearbeitungsverfahren entstehen, erhöhen das Risiko für verminderte Leistung oder Versagen. Um dieses Risiko zu vermeiden, berücksichtigen Ingenieure Oberflächenveredelung durch das AFM-Verfahren in vielen konstruierten Bauteilen, insbesondere, wenn laminare Strömung, Grenzschicht-Turbulenzen, Druckeigenspannungen und Kantenbearbeitung wichtige Faktoren sind. Auch in unzugänglichen Bereichen sind Verbesserungen der Oberflächengüte von ursprünglich 3 μm auf 0,4 μm oder besser möglich.
AFM-Maschinen können als Stand-Alone-Stationen betrieben werden oder integriert in Produktionssystemen. Typischerweise wird ein Teil in einer geschlossenen Werkstückvorrichtung zwischen zwei gegenüberliegenden Medium-Zylindern positioniert, wobei die Maschine das Schleifmedium von einem Zylinder zum anderen extrudiert. Das Bearbeitungsergebnis am Bauteil wird massgeblich durch die Einflussgrössen des AFM-Prozesses wie Viskosität, Schleifkorngrösse und die Fliessgeschwindigkeit des abrasiven Mediums bestimmt. Beim Hindurchdrücken des Schleifmediums durch eine engbegrenzte Passage steigt seine Viskosität, wodurch die Schleifkörner in ihrer Position festgehalten werden. Das Medium schleift nur in diesem besonderen Zustand, so, dass, sobald es die enge Passage verlässt, die Viskosität wieder normal wird und der Metallabrieb ausgesetzt wird, um Gewinde und Dichtflächen zu schützen.
Weitere F & E im Bereich AFM bei Extrude Hone hat zu MicroFlow-AFM geführt, wobei ein Medium mit niedrigerer Viskosität und kleinerer abrasiven Partikelgrösse eine Oberflächenbearbeitung und Kantenverrundungen von Bohrungen bis zu 1,2 μm erlauben. Kraftstoffeinspritzlöcher in Einspritzdüsen können beispielsweise speziell definierte Kantenradien erhalten, wodurch der Kraftstoff-Mikrospray optimiert und eine bessere Motorleistung erzielt wird.
Huffman fügt hinzu, dass er, weil Titan – zusätzlich zu Aluminium und legierten Stählen – einen wachsenden Teil seiner Fertigungsaufträge darstellt, eine Reihe von leistungssteigernden Ideen aus dem auf die Luft- und Raumfahrt fokussierten «Innovationen»-Katalog von Kennametal sammelt; diese reichen von komplexen 3D-Formen bis hin zu Lösungen für Tieflochbohrer, die bis zu 30 x D reichen können. «Durch unsere Fähigkeit, Teile intern selbst zu produzieren, stellen wir sicher, weiter zu wachsen, indem wir höchste Anforderungen an die Masstoleranzen und Oberflächengüte der Teile erfüllen können.» <<
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