Solartechnologie

Wie IBM mit Beton-Sonnenblumen vier Umweltproblematiken zugleich lösen will

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Gemeinden als Testpartner gesucht

Im Rahmen eines IBM Corporate Service Corps (CSC)-Wettbewerbs können sich Gemeinden weltweit demnächst um einen von zwei Solarkonzentrator-Prototypen bewerben. Airlight Energy wird die Systeme zur Verfügung stellen und IBM CSC wird deren Installation für vier Wochen mit Trainings und Schulungen unterstützen. Die Gewinner werden im Dezember 2015 bekannt gegeben und der Aufbau der HCPVT-Systeme wird Ende 2016 beginnen.

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Die Wissenschaftler von Airlight und IBM sehen den weltweiten Einsatz der HCPVT-Systeme zur Herstellung von nachhaltig erzeugtem Strom vor allem in klimatisch trockenen Gegenden wie Südeuropa, Afrika, der Arabischen Halbinsel, dem Südwesten der USA, Südamerika, Japan und Australien. Einsatzbereich sind z.B. auch abgelegene Spitäler, medizinische Einrichtungen, Hotels und Ferienanlagen, Einkaufszentren und generell Orte mit geringen Landreserven.

Entwickelt für Supercomputer

Die Erforschung und Entwicklung des HCPVT-Systems wird seit 2013 durch die Schweizer Kommission für Technologie und Innovation mit einer über drei Jahre laufenden Anschubfinanzierung unterstützt. An dem Projekt sind neben Wissenschaftlern von IBM Research Zürich und Airlight Energy auch Forscher des Lehrstuhls für Erneuerbare Energieträger der ETH Zürich und des Instituts für Mikro- und Nanotechnologie MNT der Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs beteiligt. Ein erster Demonstrator des Multizellen-Solarempfängers entstand im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen IBM Research Zürich und dem Egypt Nanotechnology Research Center.

Zur Photovoltaikzellen-Kühlung und Wärmewiederverwendung wird eine weltweit führende Technologie eingesetzt, die von IBM Research Zürich für warmwassergekühlte Supercomputer entwickelt wurde. Im SuperMUC im Leibniz-Rechenzentrum bei München, einem der grössten Supercomputer Europas, wird warmes Wasser zur direkten Kühlung der Prozessorchips eingesetzt. Die abtransportierte Wärme wird anschliessend für die Gebäudeheizung verwendet.

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