Carl Benzinger GmbH auf der EMO 2025 Wirtschaftlicher und effizienter durch Hartdrehen

Von Konrad Mücke 3 min Lesedauer

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Hartdrehen als Schlüsseltechnologie ersetzt zunehmend klassische Schleifprozesse. Es erweist sich als schneller, flexibler und deutlich energieeffizienter. Experten der Pforzheimer Carl Benzinger GmbH zeigen, wie sich dank durchdachter Drehtechnik kombiniert mit tiefgreifendem Prozess-Know-how ohne zu schleifen Werkstücke aus gehärteten Stählen bis 72 HRC auf 2 bis 3 µm Formgenauigkeit bei bester Oberflächengüte wirtschaftlich fertigen lassen.

Produktiv und wirtschaftlich fertigen: Für eine Vielzahl an Werkstücken, wie Ventilsitzen, Kolben, Anlaufscheiben und Wälzlagerringen erweist sich Hartdrehen als rundum vorteilhaft.(Bild:  Carl Benzinger GmbH)
Produktiv und wirtschaftlich fertigen: Für eine Vielzahl an Werkstücken, wie Ventilsitzen, Kolben, Anlaufscheiben und Wälzlagerringen erweist sich Hartdrehen als rundum vorteilhaft.
(Bild: Carl Benzinger GmbH)

Hartbearbeiten bewährt sich seit vielen Jahren beim Fertigen von Einzelstücken, vor allem aber in der Serienfertigung. Bis 72 HRC gehärtete Stahllegierungen, Gusseisen, Hartmetalle und auch Keramiken lassen sich durch Hartdrehen und Hartfräsen bearbeiten. In einem zügigen Fertigungsablauf können Werkstücke auf kleiner 2 bis 3 µm formgenau bei hoher Oberflächengüte gefertigt werden. Das betrifft beispielsweise Aussen- und Innenringe für Wälzlager, Laufbuchsen, Anlaufscheiben, Kolben, Ventilnadeln und Ventilsitze für Pneumatik und Hydraulik sowie Dichtungs- und Lagersitze auf Wellen. Mit speziellen Werkzeugen lassen sich sogar drallfreie Oberflächen verwirklichen. Das eignet sich insbesondere zum fertigen von Dichtungssitzen für berührende Lippendichtungen (Simmerringe) auf Wellen.

Schneller und wirtschaftlicher

Als wesentlicher Vorteil erweist sich, dass ehemals übliches (und erforderliches) Schleifen entfällt. Das minimiert zum einen Investitionen – Schleifmaschinen und Schleifmittel erübrigen sich. Zum anderen verkürzt Hartdrehen deutlich die Durchlaufzeiten. Somit arbeiten Fertigungsbetriebe auch flexibler. Innerhalb kürzester Zeit können sie unterschiedliche Werkstücke hartdrehen. Selbst schwierige Werkstückkonturen können programmiert und bearbeitet werden. Somit sind auch Werkstückgeometrien realisierbar, die durch Schleifen nicht oder nur bei erheblichem Aufwand – speziell profilierte Schleifscheiben – zu verwirklichen sind.

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Darüber hinaus vermindern Fertigungsbetriebe mit Hartdrehen Betriebskosten. Energie und Betriebsstoffe – vor allem Kühlschmiermittel – für Schleifmaschinen entfallen. Hartdrehen ist je nach Werkstoffen und zu bearbeitenden Geometrien sogar trocken möglich. Damit entfällt auch, fertig bearbeitete Werkstücke aufwendig zu reinigen und zu trocknen.

Optimal abgestimmte Drehzentren

Für unterschiedliche Spektren an Werkstücken angepasste Drehzentren zum Hartdrehen sorgen für optimale Bearbeitungen. Die Carl Benzinger GmbH kann sämtliche Präzisionsdrehzentren ihres umfassenden Produktprogramms zum Hartdrehen optimieren.

Aufgrund ihrer hohen Steifigkeit, thermischen Stabilität und Prozesssicherheit eignen sich speziell Drehzentren der Baureihen «DOLittle» und «GOFuture» zum Hartdrehen. Maschinen «DOLittle» überzeugen durch kompakte Bauweise, hochpräzise Werkzeugausrichtung mit Y-Achse, thermische Entkoppelung und ein innovatives Werkzeug-Schnellwechselsystem. Letzteres ermöglicht, extern vorgerüstete Werkzeuge auf kleiner 0,01 mm genau zu wechseln. Damit verkürzt es unproduktive Nebenzeiten. Die Variante «DOLittle Bfast» sorgt für höchste Produktivität in der Serienfertigung. Dafür ist sie mit einer Hauptspindel, die bis 15 000 min-1 dreht, und integrierter Linearautomatisierung ausgestattet. Vorteilhaft eignen sich Maschinen dieser Variante zum Fertigen, kleiner gehärteter Werkstücke.

Modular aufgebaute Präzisionsdrehzentren der Reihe «GoFuture» lassen sich individuell auf spezielle Forderungen hin konfigurieren. So können sie unter anderem mit Gegenspindel, zwei Revolvern und angetriebenen Werkzeugen zum parallelen Komplettbearbeiten ausgeführt werden, um hochproduktiv und besonders wirtschaftlich bei minimalen Taktzeiten zu fertigen.

Effizienter bei minimiertem Energieverbrauch

Hartdrehen verkürzt nicht nur Durchlaufzeiten, sondern senkt auch deutlich den Energiebedarf und den Einsatz von Kühlschmierstoffen – oft ist sogar Trockenbearbeitung möglich. Das vermindert Betriebskosten, minimiert den Aufwand für Bauteilreinigung und reduziert somit auch den CO2-Fussabdruck. Damit unterstützt der Maschinenhersteller Benzinger Fertigungsbetriebe dabei, effizienter und nachhaltiger zu produzieren.

Zukunftsweisende Technologie für die Praxis

Mit tiefem Verständnis für Werkstoffe, Geometrien und Bearbeitungsstrategien entwickeln die Experten bei Benzinger gemeinsam mit Anwendern rundum optimierte Fertigungsprozesse. Der Service reicht von ersten Machbarkeitsanalysen bis zur betriebsbereiten Integration der Präzisionsdrehzentren mit Automation zum Hartbearbeiten in die Produktionsprozesse.

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