Zäher Werkstoff durch Salzbadabschreckung

Redakteur: Redaktion SMM

Die Härterei Arbon arbeitet seit Kurzem mit einer vollautomatischen Wärmebehandlungsanlage, die auch über ein Salzbad verfügt. Damit können Metalle nicht nur gehärtet, sondern auch zäh gemacht werden. Solch behandelte Materialien werden unter anderen bei Federn benötigt oder bei Gurtschnallen von Fahrzeugen.

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Seit Anfang dieses Jahres ist die Härterei Arbon AG stolze Besitzerin einer vollautomatischen Wärmebehandlungsanlage des Westschweizer Industrieofenbauers Codere. Als Besonderheit verfügt die Anlage neben einem Ölbad und einer Stickstoff-abkühlkammer auch ein Salzbad zum Abschrecken. Durch das Salzbad ist es möglich, besonders zähe Werkstoffeigenschaften zu erzeugen.

Salzbad: alte Technologie im neuen Gewand

Das Abschrecken in Salzbädern ist in der Wärmebehandlung von Metallen eine alte Technologie, die zusammen mit Hightech- Technik erst seit kurzer Zeit wieder verstärkt angewendet wird. Der Verzug ist mit diesem Verfahren wesentlich geringer, genauso wie die Massänderung. Somit kann kostenintensive Nachbearbeitung eingespart werden.

Ausserdem spielt die Verfahrenstemperatur eine Rolle. «Wir arbeiten mit der Codere-Anlage bei maximal 930°C.» erklärt Erwin Anderes, Geschäftsführer der Härterei Arbon und ergänzt: «Eine höhere Temperatur führt zu einer Kernvergrösserung, die wiederum einen negativen Einfluss auf die Zähigkeitseigenschaft hat.»