BAK Basel Quartalsprognose Zeichen stehn auf Expansion: BIP-Wachstum für 2017/2018 erwartet

Redakteur: Sergio Caré

Das BAK rechnet mit steigendem schweizer BIP. 2017 um 1.6 Prozent, 2018 mit 1.8 Prozent. Dass der BIP-Wachstum um 0,4 Prozent tiefer ausfallen wird als vor drei Monaten, hängt laut BAK vom schwachen Jahresende 2016 und von der Ablehnung der USR III zusammen.

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Das BAK Basel rechnet mit steigendem schweizer BIP. 2017 um 1.6 Prozent, 2018 mit 1.8 Prozent. Dass der BIP-Wachstum um 0,4 Prozent tiefer ausfallen wird als vor drei Monaten, hängt laut BAK vom schwachen Jahresende 2016 und von der Ablehnung der USR III zusammen.
Das BAK Basel rechnet mit steigendem schweizer BIP. 2017 um 1.6 Prozent, 2018 mit 1.8 Prozent. Dass der BIP-Wachstum um 0,4 Prozent tiefer ausfallen wird als vor drei Monaten, hängt laut BAK vom schwachen Jahresende 2016 und von der Ablehnung der USR III zusammen.
(Bild: Kühne&Nägel)

Basel - Im globalen Kontext stehen die Zeichen klar auf Expansion. Die Stimmungsbarometer verzeichnen gegenwärtig geradezu euphorische Werte: Der Einkaufsmanagerindex zur globalen Industriekonjunktur befindet sich beispielsweise auf einem Drei-Jahreshoch. Damit dürfte Welthandel und Welt BIP in den Jahren 2017 und 2018 wieder spürbar dynamischer wachsen, als es 2016 der Fall war. Neben der insgesamt steigen-den Zuversicht der Unternehmen tragen hierzu auch die wieder höheren Rohstoff-preise bei. Die extrem tiefen Erdölpreise hatten in der jüngeren Vergangenheit vor allem die Investitionstätigkeit in den USA gebremst. Das birgt gute Perspektiven für die schweizer Exportwirtschaft.

Positive Signale aus der Schweiz

In der Schweiz haben die Stimmungsindikatoren bereits im letzten Drittel des vergangenen Jahres deutlich angezogen. Allerdings blieb die effektive Wachstumsperformance im Schlussquartal 2016 weit hinter den Indikatoren zurück. Die bereits seit einigen Monaten guten Schweizer Konjunktursignale scheinen nun auch den effektiven Konjunkturverlauf zu erreichen. Die beschriebene Aufhellung im globalen Umfeld und soliden Aussichten für den privaten Konsum legen in den kommenden Quartalen den Grundstein für eine Verfestigung der konjunkturellen Erholung. Die Exportentwicklung wird dabei branchenseitig zunehmenden wieder breiter abgestützt, wozu auch beiträgt, dass der Schweizer Franken nach Einschätzung von BAK im Verlauf des Jahres 2018 in Richtung 1.15 CHF/Euro abwerten dürfte.

USR III als Investitionsdämpfer

Gegenüber den bisherigen Einschätzungen getrübt wird der Ausblick durch die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III. Bis zur Vorlage einer neuen, mehrheitsfähigen Reform bleibt es unklar, welchem Steuerregime sich in der Schweiz ansässige Unternehmen in Zukunft gegenüber sehen. Aufgrund der hiermit verbundenen Unsicherheit wird der für 2017 und 2018 erwartete Investitionsaufschwung schwächer ausfallen als bisher angenommen.

Zusammenfassend rechnet BAK für 2017 und 2018 mit einer Expansion des Schweizer Bruttoinlandsprodukts von 1.6 und 1.8 Prozent (bisher je 2.0 Prozent). Das grundlegende Prognosebild einer recht kräftigen konjunkturellen Erholung in den Jahren 2017 und 2018, welche breit durch Exporte, Investitionen und Konsumausgaben abgestützt wird, bleibt jedoch trotz der genannten Faktoren erhalten.

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