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Bauberger AG – wenn 30 Tonnen Hightech im Keller versteckt werden Zentimetergenauer Kraftakt

| Redakteur: Silvano Böni

Ab diesem Sommer wird die Sitem-Insel AG auf dem Areal des Berner Insel-Spitals das nationale Kompetenzzentrum für Translationale Medizin betreiben. Das Herzstück der wissenschaftlichen Forschung wurde aber bereits Anfang April angeliefert: zwei Magnetresonanz-Tomografen (MRI), welche von der Firma Bauberger an ihren Platz gebracht wurden.

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Die Einbringung der beiden MRIs «Magnetom Prisma» und «Magnetom Terra» war für die Bauberger-Spezialisten kein einfaches Unterfangen
Die Einbringung der beiden MRIs «Magnetom Prisma» und «Magnetom Terra» war für die Bauberger-Spezialisten kein einfaches Unterfangen
(Bild: Bauberger / Lukas Pitsch)

Die Einbringung der beiden MRIs «Magnetom Prisma» und «Magnetom Terra» war für die Bauberger-Spezialisten kein einfaches Unterfangen. Nachdem die 17 und 13 Tonnen schweren Geräte mittels 80-t-Mobilkran vom Lieferfahrzeug vor dem Gebäude abgeladen waren, wurden sie mit dem 75-t-Hubstapler übernommen. Doch da tauchte bereits der erste Stolperstein auf. Wegen der knappen Platzverhältnisse konnten die Geräte nicht an den dafür vorgesehenen Punkten am oberen Ende der MRI angeschlagen werden. Doch dank der langjährigen Erfahrung der Bauberger-Pojektleiter konnte auch diese Herausforderung gemeistert werden und die MRIs wurden mittels einer einfachen Hilfskonstruktion seitlich unten angeschlagen.

Ab in den Keller

Nach der Einfahrt zum Gebäude mussten die am Hubgerüst des Staplers angeschlagenen MRIs durch eine knapp 3 x 3 m grosse Bodenöffnung (mit nur wenigen Zentimetern Freiraum) 10 m weit nach unten ins 2. Untergeschoss abgesenkt werden. Warum die MRIs an einem so «abgeschiedenen» Ort platziert wurden, hat einen einfachen Grund. Für den Einsatz von Geräten mit hoher magnetischer Stärke braucht es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Das grössere MRI übertrifft mit 7 Tesla das natürliche horizontale Erdmagnetfeld um das 350 000-Fache. Damit die MRIs die heikle Forschungsumgebung nicht stören, sie selbst andererseits nicht von der Umgebung (zum Beispiel Bushaltestelle oder anderen mobilen, metallischen Gegenständen) gestört werden, mussten die Geräte magnetisch, hochfrequenztechnisch und akustisch abgeschirmt im untersten Geschoss installiert werden.

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Im Untergeschoss angekommen wurden die Geräte dann auf Spezialfahrwerken und mit Hilfe von Habeggern rund 100 m weit sicher an ihren endgültigen Standort verschoben. SMM

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