Präzisionswerkzeuge

Zufrieden mit wirtschaftlicher Entwicklung 2017

| Redakteur: Sergio Caré

Branche schneidet besser ab als erwartet. Rohstoffpreise und Fachkräftemangel drücken die Stimmung.
Branche schneidet besser ab als erwartet. Rohstoffpreise und Fachkräftemangel drücken die Stimmung. (Bild: Pixabay/Blickpixel)

Branche schneidet besser ab als erwartet. Rohstoffpreise und Fachkräftemangel drücken die Stimmung.

Frankfurt – «Wir freuen uns über das deutsche Umsatzplus von 7 Prozent, das die Präzisionswerkzeuge-Industrie 2017 erwirtschaftet hat», sagte Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbandes Präzisionswerkzeuge VDMA in Frankfurt. «Damit hat die Branche die 10-Milliarden-Euro-Marke signifikant überschritten. Für 2018 erwarten wir ein 5-prozentiges Wachstum», ergänzte er. Wachstumstreiber waren 2017 die Hersteller von Spanntechnik mit einem Umsatzplus von 9 Prozent, gefolgt von den Zerspanwerkzeugproduzenten mit einer 7-prozentigen Steigerung. Der Werkzeugbau musste sich bei einem erneuten erfreulichen Umsatzwachstum von 5 Prozent mit dem 3. Platz zufriedengeben. Horn: «Bei den Zerspanwerkzeugen und den Spannzeugen ist die Inlandsnachfrage endlich wieder angesprungen, so dass wir für diese Bereiche 2018 auch ein ordentliches Wachstum erwarten.»

Wachsende Batterieproduktion

Mit Spannung blickt die Branche unter anderem auf die laufenden Tarifverhandlungen, die weltpolitische Wetterlage und die Rohstoffpreisentwicklung. Insbesondere die stark wachsende Batterieproduktion für elektrische Antriebe konkurriert mit den Werkzeugherstellern um wichtige Rohstoffe, wie Wolfram oder Tantal. Dies führt zu heftigen Preissteigerungen und belastet die Unternehmen zunehmend. Aber auch sonst verändert sich durch die Elektromobilität die Arbeit der Branche. Rein batterieelektrische Fahrzeuge benötigen weniger Werkzeuge in der Fertigung. Deshalb wird die kommende Marktveränderung in der VDMA-Studie «Antrieb im Wandel» intensiv analysiert. Erste Ergebnisse erscheinen demnächst. Schwerpunkt der Studie ist die Entwicklung von Marktszenarien für zukünftige Antriebskonzepte im Bereich Pkw, Nutzfahrzeuge und mobile Maschinen in den Märkten Nordamerika, Europa und Asien bis 2030.

Gewinnung von Nachwuchskräften

Nach wie vor ist die Gewinnung von Nachwuchskräften ein zentrales Thema für die Präzisionswerkzeuge-Industrie. Die meisten Unternehmen engagieren sich für die Ausbildung, einige auch bereits im Rahmen der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. «Wir sind froh, verkünden zu dürfen, dass in den nächsten Monaten ein neuer Standort der Stiftung bei einem Prä­zisions­werkzeug-Unternehmen den Betrieb aufnehmen wird», informierte
Markus Heseding, Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, und fügte hinzu: «Und zwar bei der Paul Horn GmbH in Tübingen.» In diesem Zusammenhang hat auch 2018 das Thema Ausbildung einen hohen Stellenwert für die Branche.

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