at-Technologietag Automation Zukunftsfähig mit Automatisierung und Digitalisierung

Von Anne Richter 5 min Lesedauer

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Automation ist Trumpf: Am 30. Oktober 2025 wird in Luzern der nächste at-Technologietag Automation stattfinden. Experten aus Wissenschaft und Praxis beleuchten, wie sich Industrieunternehmen durch Automatisierung zukunftsfähig aufstellen können: mittels KI in der industriellen Fertigung und Automation, smarte Prozesse und Lösungen, Cybersecurity und mobile Robotik.

Der at-Technologietag ist ein wichtiger Branchentreffpunkt für Industrieautomation und Digitalisierung in der Schweiz.(Bild: ©  Adobe Stock)
Der at-Technologietag ist ein wichtiger Branchentreffpunkt für Industrieautomation und Digitalisierung in der Schweiz.
(Bild: © Adobe Stock)

Digitale Transformation und Automatisierung sind in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Für Industrieunternehmen bilden sie die Grundlage, um wettbewerbsfähig, effizient und zukunftsfähig zu bleiben. Dank smart Automation verlaufen Prozesse stabiler und sicherer, Kosten werden reduziert und die Fehlerquote sinkt. Der at-Technologietag Automation, unterstützt vom Team der at – aktuelle technik, ist ein wichtiger Branchentreffpunkt für Industrieautomation und Digitalisierung in der Schweiz und wird in diesem Jahr am 30. Oktober im Messeforum Luzern stattfinden. Der Technologie-Event deckt das ganze Ökosystem der Industrieautomatisierung ab: von Antriebstechnik bis hin zu Software. In verschiedenen Referaten und in einer begleitenden Tischausstellung im Foyer stellen Automationsexperten und -expertinnen ihre Lösungen, Neuheiten und Entwicklungen vor. Hochkarätige Fachvorträge aus Wissenschaft und Praxis geben einen Überblick über Möglichkeiten und Herausforderungen der Automatisierung in der Schweiz.

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Fachvorträge: Von Smart Factory bis Cybersecurity

  • Smart Factory versus Automationspyramide: Seit Jahrzehnten prägt die ISA-95 Automatisierungspyramide Produktionssysteme. Doch digitale Zwillinge, KI oder Agentensysteme sind darin schwer realisierbar. Neu übernehmen Smart-Factory-Architekturen wie IoT-Plattformen die Rolle der ISA 95. Sie brechen Silos auf, nutzen Datalakes und standardisierte Protokolle wie OPC UA. Ein Paradigmenwechsel bahnt sich an – in Koexistenz mit oder Ablösung durch RAMI 4.0 in der Industrie 4.0. Prof. Markus C. Krack, Professor für Smart Factory, VR-Leitung Supply Chain & Production Management an der Fachhochschule Nordwestschweiz, wird die Besucher in einer packenden Zeitreise durch die Welt der intelligenten Produktion führen und sie hautnah erleben lassen, wie Zukunftstechnologien unsere Industrie revolutionieren und Visionen Wirklichkeit werden.
  • Smart Services für mehr Wertschöpfung: Smart Services werden für Produktanbieter immer wichtiger. Sie schaffen neue Erlösquellen, stärken Kundenbeziehungen und bieten Differenzierung. Dr. sc. ETH Jürg Meierhofer, Schwerpunktleiter Smart Services and Operations an der ZHAW School of Engineering sieht in Smart Services den Schlüssel zur nächsten Wertschöpfungsstufe. Der Vortrag zeigt, wie vernetzte Produkte und smarte Services gemeinsam Kundennutzen und unternehmerischen Mehrwert erzeugen. Zudem werden Wege vorgestellt, um deren Wert zu messen, zu steigern und als Basis für ein serviceorientiertes Geschäftsmodell zu nutzen.
  • KI in der industriellen Fertigung: Viele Produkte enthalten petrochemische Rohstoffe, die weder nachhaltig noch umweltfreundlich sind. Nanocellulose aus Holz ist eine grüne Alternative, scheiterte bisher aber an hohen Produktionskosten. Mit dem Projekt «KIck-Bio» will das Technikum Laubholz eine vollautomatische Pilotanlage samt ihrem digitalem Zwilling für die Herstellung von Nanocellulose aufbauen durch KI optimieren und so die Herstellung effizient und skalierbar machen. Teresa Alberts, CEO der ITficient AG, stellt das Projekt «KIck-Bio» vor, dessen Ziel und der technischen Umsetzung.
  • Datensilos ade: Service im Maschinenbau steckt fest. In Datensilos, Medienbrüchen und Ressourcenstress. Doch die Zukunft ist längst möglich: strukturiert, automatisiert, herstellerübergreifend. Gerd Bart, CEO der Transaction-Network GmbH & Co. KG, zeigt, wie Maschinenbauer und Betreiber mit einem offenen Service-Ökosystem Lieferfähigkeit, Verfügbarkeit und Effizienz auf ein neues Niveau heben und dies ohne IT-Grossprojekt, aber mit maximaler Wirkung.
  • Resiliente Cybersecurity-Architekuren: Die zunehmende Vernetzung im Maschinenbau und in der Elektrotechnik erhöht das Risiko für Cyberangriffe – besonders für KMU mit veralteten Systemen. Automatisierte Attacken treffen jede Schwachstelle, unabhängig von der Unternehmensgrösse. Roger Hiestand, Geschäftsführer von Brevit, zeigt anhand von Use Cases, wie resiliente Security-Architekturen, Strategien und Managed Services praxisnah umgesetzt werden können. Der Fokus liegt auf einer klaren und realistischen Strategie.
  • KI, Automation und Qualität: Die rasanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz eröffnen der Industrie immer mehr Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Insbesondere in der Automatisierung komplexer Abläufe können KI-Modelle einen erheblichen Mehrwert generieren. Der Vortrag von Dr. Daniel Knüttel, Head of Intelligent Production Systems der Inspire AG, beleuchtet aktuelle Entwicklungen und zeigt anhand konkreter Praxisbeispiele, wie KI von der automatisierten Auswertung technischer Datenblätter bis zur Qualitätskontrolle neue Möglichkeiten eröffnet und welche Herausforderungen dabei auftreten können.
  • Moderne Aktuatorkonzepte für die mobile Robotik: Mobile Robotik benötigt skalierbare und effiziente Aktuatoren. Moderne Steuerungsansätze ermöglichen weniger komplexe, kostengünstigere Designs, ohne Leistungseinbussen. Der Vortrag von Alessandro Forino, Head of Robotic Drive Systems bei Maxon, beleuchtet neue Aktuatorkonzepte mit Fokus auf Planetengetriebe, Compliance und Backdrivability. Gezeigt wird, wie robuste, dynamische und wirtschaftlich skalierbare Lösungen die nächste Generation mobiler Robotersysteme ermöglichen.
  • Sensorsysteme für optimierte Schrottaufbereitung: Materialkreisläufe sind ein zentraler Hebel für nachhaltige Produktion – sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Perspektive. Besonders im Stahlrecycling entscheidet die Sortenreinheit über den Wert und die Einsatzmöglichkeiten von Recyclingmaterialien. Je höher die Qualität des aufbereiteten Stahlschrotts, desto besser lassen sich RC-Materialien in hochwertige Anwendungen integrieren und Primärrohstoffe einsparen. In einem Forschungsprojekt der Hochschule Luzern haben Forschende ein neuartiges Sensorsystem entwickelt, dass die Aufbereitung von Stahlschrott in Echtzeit überwacht und die Grundlage für Optimierungen liefert. Darüber berichtet Prof. Dr. Simon Züst, Professor für Nachhaltige Fertigungstechnik und Gruppenleiter, Mitbegründer der Züst Engineering AG.

Microlino als Schweizer Antwort auf Tesla

Die Veranstalter vom at-Technologietag Automation, das Team der Vogel Communications Group AG, wollen den Besuchern neben hochwertigen Fachvorträgen auch inspirierende Ideen und Projekte aus der Schweiz vorstellen. So ist Oliver Ouboter mit der Entwicklung des Microlino einer der Vorreiter der Elektromobilität in der Schweiz. Als «Special Guest» wird der Microlino-Co-Gründer die Besucher auf seine Reise zur Entwicklung des elektrisch angetriebenen Symbols für urbane Mobilität mitnehmen. In seiner Keynote «Vom PR-Gag zum Cityflitzer – der Microlino als Schweizer Antwort auf Tesla» berichtet er, wie aus einem PR-Gag die Idee für den Microlino entstand, wie aus der Idee Realität wurde und der Microlino die Schweizer Strassen erobert hat.

Das Team der at – aktuelle technik lädt alle Interessierte ein, sich am at-Technologietag in Luzern über aktuelle Entwicklungen und praxisnahe Lösungen der Industrieautomation und Digitalisierung aus erster Hand zu informieren, zum Branchen-Networking und Inspirationen finden. Die Vorträge werden von von einer Fachausstellung verschiedener Unternehmen der Branche begleitet. In den Pausen gibt es genügend Zeit zum Networking und zum Erfahrungsaustausch. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

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