>> ABB verleiht Forschungspreis

Redakteur: Susanne Reinshagen

ABB Schweiz unterstützt Jungforscher und verleiht jedes Jahr einen Forschungspreis für Energietechnik und einen für Informations- und Automatisierungstechnik. Zwei Doktoranden der EPFL Lausanne und der ETH Zürich konnten die Ehrungen entgegennehmen.

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Die ABB Schweiz unterstützt jedes Jahr Jungforscher mit ihrem Forschungspreis. (Bild: ABB)
Die ABB Schweiz unterstützt jedes Jahr Jungforscher mit ihrem Forschungspreis. (Bild: ABB)

ABB Schweiz setzt ein Zeichen zur Unterstützung von jungen Wissenschaftern auch ausserhalb des Unternehmens. Neben der regelmässigen Zusammenarbeit mit den eidgenössischen Hochschulen, der Fachhochschule Nordwestschweiz und dem Paul Scherrer Institut verleiht ABB Schweiz jedes Jahr zwei Forschungspreise, einen für Automation und einen für Energietechnik. Die Preise, die an der École Polytechnique Fédérale Lausanne (EPFL) und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETHZ) vergeben werden, sind mit 5000 Franken für eine Diplomarbeit und mit 10'000 Franken für eine Doktorarbeit dotiert. Dieses Jahr konnten zwei Doktoranden der EPFL Lausanne und der ETH Zürich die Ehrungen entgegennehmen.

Doktorarbeit über Kanal- und Quellenkodierung

Im Oktober wurde Dr. Satish Babu Korada von der EPFL für seine hervorragende Doktorarbeit im Bereich der Informations- und Verschlüsselungstheorie mit dem ABB-Forschungspreis für Informations- und Automationstechnik ausgezeichnet. Die Jury belohnte damit die theoretischen Durchbrüche in Kanal- und Quellenkodierung durch polare Codes, welche seine Arbeit «Polar Codes for Channel and Source Coding» enthielt. Damit zeigte Korada Lösungen für Probleme auf, welche mehr als 50 Jahre ungelöst geblieben waren.

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Die Kodierung ist ein unabdingbarer Teil der heutigen digitalen Technologien. Zu den wichtigsten Anwendungsbereichen gehören der Schutz der Daten vor Fehlern und die Komprimierung von Daten für MP3 Player, CDs, das Internet und die mobile Kommunikation. In seiner Arbeit untersucht Satish Korada das Problem der verlustbehafteten Kompression von Daten. Das Ziel dabei ist, die Daten zu komprimieren und die geschaffene Verformung auf ein Minimum zu reduzieren. Korada verfolgte dieses Ziel durch die Anwendung von polaren Codes.

Doktorarbeit zu CO2 Speicherung und Methangewinnung

Den ABB-Forschungspreis für Energietechnik erhielt Dr. Ronny Pini Ende November im Rahmen des ETH-Tages. Der Preisträger der ETH untersucht in seiner Dissertation «Enhanced Coal Bed Methane Recovery Finalized to Carbon Dioxide Storage» die Technologie der Methangewinnung aus geologischen Kohleschichten (Flözen) durch CO2-Injektion. Bei dieser Methode verdrängt das CO22 das Methan, wird in der Kohle adsorbiert und ist somit permanent im Flöz gespeichert. So erhält man einen Energieträger und kann gleichzeitig klimaschädliches CO2 binden.

Die Arbeit von Pini enthält wichtige experimentelle und theoretische Beiträge zu dieser modernen Technologie, insbesondere was die Anlagerung der Gase betrifft oder das Quellverhalten der Kohle bei dem Prozess. Die Jury beeindruckte, dass in der Arbeit trotz der offensichtlichen Interdisziplinarität zwischen Aspekten der Energietechnik, der physikalischen Chemie und der Geologie eine beachtliche wissenschaftliche Tiefe erreicht wurde. <<

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