>> Siemens auf Wachstumskurs
Siemens hat im dritten Quartal des Geschäftsjahrs 2011 erneut ein starkes Wachstum erzielt. Der Auftragseingang wie auch der Umsatz legten zu. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag unter dem Vorjahreswert. Der Grund für den Rückgang waren negative Ergebniseffekte im Zusammenhang mit einem Schiedsgerichtsspruch und im Zusammenhang mit dem Partikeltherapie-Geschäft.
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«Wir sind im dritten Quartal weiter gewachsen und auf Kurs, unsere Ziele für das Geschäftsjahr 2011 zu erreichen. Der Auftragseingang legte erneut stark zu, getrieben durch einen Mobility-Grossauftrag. Operative Herausforderungen gehen wir konsequent an. Unsere Märkte sind zwar weiter robust, aber die Risiken des weltwirtschaftlichen Umfelds nehmen derzeit eher zu», sagte Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens.
Im dritten Quartal kletterte der Auftragseingang um 20 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Darin enthalten ist der Auftrag der Deutschen Bahn über die Lieferung von Zügen der neuen ICx-Generation in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 17,8 Milliarden Euro. Negative Währungseffekte insbesondere auch in den USA, Indien und China reduzierten die Wachstumsraten bei Auftragseingang und Umsatz um fünf Prozentpunkte. Der Auftragsbestand stieg auf einen Rekordwert von 96 Milliarden Euro nach 92 Milliarden Euro zum Ende des Vorquartals.
Sektor Industry grösster Wachstumstreiber
Grösster Wachstumstreiber beim Auftragseingang war der Sektor Industry mit einem Plus von 54 Prozent und Zuwächsen in allen Divisionen. Der Umsatz stieg um sieben Prozent. Der Sektor Energy lag beim Auftragseingang auf dem Niveau des Vorjahres und erhöhte den Umsatz um fünf Prozent. Dabei profitierte der Sektor erneut von einer starken Entwicklung der Division Fossil Power Generation. In einem schwierigen Geschäftsumfeld sank der Auftragseingang des Sektors Healthcare um sieben Prozent und der Umsatz um neun Prozent. Belastend beim Umsatz wirkte sich eine Umsatzrücknahme bei Partikeltherapie-Projekten von rund 100 Millionen Euro aus. Healthcare führte im dritten Quartal eine Neubewertung der kommerziellen Nutzung der Partikeltherapie für die allgemeine Patientenbehandlung durch. In Zukunft plant der Sektor, den Schwerpunkt bestimmter Partikeltherapie-Projekte in erster Linie auf die Forschung zu legen.
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